Info zu und Solidaritätsbekundung mit Jochen Hoff, Duckhome

An Stelle einer Leseempfehlung, die mit dieser Veröffentlichung natürlich trotzdem ausgesprochen werden soll, möchte ich heute eine Solidaritätsnote mit beigefügter Beweisdokumentation verfassen und um deren Weiterverbreitung bitten. Es geht hier wieder einmal um den Tatbestand der versuchten Einschüchterung unter Androhung von Rechtsmitteln, die von einer zur Recht kritisierten, aber finanzstarken und fest im herrschenden System verankerten Institution gegen einen Kritiker ins Feld geführt wird, um ihn zum Schweigen zu bringen.

Das dürfen wir generell nicht mehr zulassen – aber schon gar nicht in einem Fall, der so klar und eindeutig im Sinne des erhobenen Vorwurfs gelagert ist, wie jener, der im nachfolgenden umfassend dargestellt wird. Es wird um Kenntnisnahme und nach Möglichkeit um solidarische Weiterleitung gebeten!

Originalartikel: http://www.duckhome.de/tb/archives/5722-Die-Leibnitz-Gemeinschaft-klagt-zurueck.html

Gestern am späten Nachmittag erreichte mich auf den Artikel Theoria cum praxi: Wissenschaft zum Nutzen und Wohl der Menschen ein aufgeregter Anruf eines Adrian Grüter, LL.M. von der Wissenschaftsgemeinschaft Gottfried Wilhelm Leibniz e.V. der mir sagte, dass er mir eine E-Mail geschrieben, die aber natürlich noch nicht in meinem Computer angekommen war.

Dann sprach er von 14.000 Leibnitz-Mitarbeitern, die ich beleidigt hätte und davon, dass ich die Freiheit der Wissenschaft unterdrücke und überhaupt gegen Universitäten sei. Als er dann noch erwähnte, dass ich wohl auch die Helmholtz-Gesellschaft auflösen wolle, wurde ich böse und habe ihm erklärt, dass ich die selbstverständlich aufgelöst sehen will. In Asse II kann sich jeder ansehen was die Helmholtz-Gesellschaft angerichtet hat. Wer auf die Situation der Menschen in Deutschland, vor allem der Arbeiter, Arbeitslosen, Schwachen und Kranken sieht, der weiß was die Leibnitz-Gemeinschaft den Menschen antut. Auf Dauer dürfte Helmholtz wohl schlimmer sein, aber im Moment ist der Schaden durch Leibnitz bei weitem größer.
HeuteMorgen war dann auch die Mail da. Arrogant wie ich sie nicht anders erwartet hatte. Selbstverständlich veröffentliche ich diese Mail hier und werde auch alle anderen Schreiben der Leibnitz-Gemeinschaft oder Schriftsätze von deren Anwälten veröffentlichen. Das ist eine Frage des Selbstschutzes. Gegen eine Organisation, die 1,1 Milliarden Mittel aus Steuergeldern verteilen kann, ist ein Bürger nämlich machtlos. Es sei denn es gibt wenigstens eine geringe Öffentlichkeit.

Sehr geehrter Herr Hoff,

ichforder Sie hiermit auf, Ihren auf Ihrer Internetseite http://www.duckhome.de am 12. März 2009 erschienenen Artikel „Theoria cum praxi: Wissenschaft zum Nutzen und Wohl der Menschen“,

abrufbar unte dem Link: http://www.duckhome.de/tb/archives/5697-Theoria-cum-praxi-Wissenschaft-zum-Nutzen-und-Wohl-der-Menschen.html

unverzüglich zu löschen.

Indiesem Artikel beleidigen Sie 14.000 Menschen, die in den Forschungseinrichtungen der Leibniz-Gemeinschaft tätig sind und Tag für Tag zum Nutzen der Bürgerinnen und Bürger der Bundesrepublik, von Europa und der Welt, Forschungsleistungen auf höchstem wissenschaftlichen Niveau, welche durch nationale und internationale Experten in einem regelmäßigen Rhythmus begutachtet und bestätigt werden, erbringen. Neben der Wirtschaftsforschung betreiben unsere Einrichtungen Forschung auf dem Gebiet der Umweltwissenschaften ( u.a. Klimawandel, Tropenökologie, Gewässerokologie, Meereswissenschaften) , der Lebenswissenschaft ( u.a. Ernährungswissenschaft, Infektionsbiologie, Immunologie, Reuhma, Diabetes, Arbeitsphysiologie), der Geisteswissenschaften (Deutsches Bergbaumusseum, Germanisches Nationalmuseum, Deutsches Museum, Deutsches Schiffahrtsmuseum, Institut für Zeitgeschichte, Römisch-Germanisches Zentralmuseum Forschungsinstitut für Vor- und Frühgeschichte), der Natur- und Ingenieurwissenschaften (u.a. Atmosphärenphysik, Sonnenphysik, Festkörper und Werkstoffforschung, Plasmaforschung) und weiterer, wichtiger Forschungsgebiete.

Sie bezichtigen einen jeden Mitarbeiter der Leibniz Einrichtungen „der Lüge“, des „gewerbsmäßigen Betruges“ und bezeichnen die Mitarbeiter zudem auf abschätzendste Weise als „Haufen“.

Sollte dieser Artikel nicht bis zum morgigen Tage, 13.03.2009, 12:00 Uhr vom Netz genommen sein oder die in gröbster Weise, beleidigenden und verleumderischen Äußerungen herausgenommen worden sein, sehen wir uns gezwungen, die notwendigen rechtlichen Schritte gegen Sie einzuleiten.

Mit freundlichen Grüßen

AdrianGrüter


DieMethode ist klar. Ähnlich wie Helmholtz, wo ja auch das Alfred Wegner Institut angebunden ist, welches ich persönlich sehr schätze, soll mit dem Beispiel von unverfänglicher Forschung von den Schadfällen abgelenkt werden. Wir sollen Asse II gegen die Polarforschung aufrechnen und damit keine Handhabe zur Kritik mehr haben. Aber diese Lesart werde ich nicht mittragen.

Wenn ich bei Leibnitz von einem Haufen spreche ist Herr Grüter geleidigt. Haufen ist die deutsche Übersetzung des Wortes Cluster, welches auf der Website des Unternehmens ständig positiv bewertet wird. Selbstverständlich ist eine Lüge seine Tätigkeit als „Theoria cum praxi: Wissenschaft zum Nutzen und Wohl der Menschen“ zu bezeichnen, wenn man gleichzeitig die vielfach widerlegten und eigenen Kreisen höchst umstrittenen Aussagen des Prof Sinn vom Ifo-Institut für besonders förderungswürdig erklärt.

Sinn und die anderen sogenannten Wirtschaftswissenschaftsinstitute in der Leibnitz-Gemeinschaft haben durch ihre „wissenschaftlichen Erkenntnisse“ die Politik dahingehend beeinflusst, dass die Reallöhne in Deutschland gefallen sind, die Menschen in die Teilzeitarbeit, eine andere, grausame Form des Tagelöhnertums gezwängt wurden und dass die Schutzmaßnahmen vor Kündigung und mieser Behandlung weit zurückgefahren wurden. Gleichzeitig wurde das System der Sozialversicherungen ausgehöhlt.

Diese Wissenschaft war keine Wissenschaft sondern Propaganda, also Lüge. Die Folge ist, das wir den Binnenkonsum zugunsten des Exportes gedrückt haben, was jedoch nur zur Gewinnakkumulation bei den Superreichen führte und wir jetzt auch mit der Binnenwirtschaft vor einem Scherbenhaufen stehen.

Den gewerbsmäßigen Betrug habe ich genau diesen Instituten vorgeworfen und mir fällt auch keine andere Wortwahl ein. Jede Jahrmarktswahrsagerin macht das gleiche, allerdings billiger und sie hat zumindest eine Katze und eine Glaskugel.

Gleichzeitig ist es aber auch notwendig die sogenannten Wirtschaftsforschungsinstitute als das zu entlarven, was sie sind: Fehlerhafte Wahrsager oder übelste Demagogen, die nur darauf abzielen, die Menschen zu täuschen und um ihren Arbeitslohn zu betrügen. Da es sich dabei um gewerbsmäßigen Betrug handelt, wäre die Staatsanwaltschaft gefordert, zumindest bei den genannten Instituten einmal nachzusehen, wie deren Ergebnisse zustande kamen und was sie bewirken sollten und bewirkt haben.

Sie haben in Deutschland zu Reallohnsenkungen, Angst und Hoffnunsgslosigkeit geführt. Das sollte bei einer Strafbemessung dringend berücksichtigt werden. Die Angst der Millionen ist nicht wieder gutzumachen. Da hilft nur eine drastische Abschreckung vor Nachahmungstätern.


Natürlich werde ich eine einstweilige Verfügung bekommen, gar keine Frage. Einen Richter der die unterschreibt, haben die Herren von der Leibnitz-Gemeinschaft sicher im Petto. Allerdings wird das nichts ändern. Mein Artikel ist in der Zwischenzeit etliche Male, im Internet von anderen, mir unbekannten Personen kopiert worden. Ich selbe werde ohne Gerichtsbeschluss kein Satzzeichen ändern und mich dann bis zum europäischen Gerichtshof wehren.

Die Leibnitz-Gemeinschaft mag stark sein, aber die Zeit spielt gegen sie und die von ihr geförderten Propagandainstitute. Es ist überhaupt nicht mehr die Zeit für diese seltsamen Exzellenz und Elite Denkerei. Die Herrschaften, die die Karre weltweit in den Dreck gefahren haben, werden sie nicht herausholen. Selbst dann nicht wenn sie die Staatsverschuldung verzehnfachen. Sie sind schon gescheitert und wollen es nur nicht wahr haben. Dieses Form des Kapitalismus ist zu Ende.

Deutschland hat nur einen Rohstoff der wirklich zählt. Das ist Bildung. Bildung für jedermann. Für die Schwachen die wir notfalls mehrmals in ihrem Leben an die Hand nehmen müssen und für die Starken denen wir alle Möglichkeiten eröffnen müssen. Aber nicht als scheinbare Elite. Sie sind gleiche Teile der Gesellschaft. Der große Starke kann morgen schon krank und schwach sein. Ein momentaner Schnitt durch einen Prozess vermag zwar eine Kausalkette zu bestätigen, macht sie aber nicht wahr.

Wenn wir die falschen Eliten, wie Helmholtz und Leibnitz auflösen, werden Mittel frei, die wir in wirklicher Breite in die Universitäten stecken können. Nicht Leibnitz muss die Haufen, Verzeihung Cluster“ bilden, sondern diese müssen in Freiheit entstehen. Freiheit die wir unbedingt an allen Punkten unseres Landes brauchen. Schön wären dazu auch noch ehrliche Politiker.

Eine Antwort

  1. […] Leibniz-Gemeinschaft sicher in petto. Allerdings wird das nichts ändern. Mein Artikel ist in der Zwischenzeit etliche Male im Internet von anderen, mir unbekannten Personen kopiert worden. Ich selber werde ohne Gerichtsbeschluss […]

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