Aktion zum Thema Wasserprivatisierung 1. Maerz Ffm

Auch wenn wir mit einigen der Veranstalter nicht bei allen Themen immer einer Meinung sind, so halten wir dieses Thema doch für – buchstäblich – lebenswichtig und unterstützen sowohl den Aufruf als auch die Aktion an sich uneingeschränkt.

Wasser ist Leben!
Stoppt die Wasserprivatisierung in Deutschland, in der Türkei, weltweit!


Vom 16. bis 22. März tagt das 5. Weltwasserforum in Istanbul, organisiert vom „Weltwasserrat“ (WWC). Die Initiatoren beschreiben sich selbst als „internationaler Think Tank für Wasserpolitik, der die weltweite Wasserbewegung stärken und einen besseren Umgang mit den globalen Wasserressourcen sichern“ soll.
„In Wirklichkeit handelt es sich um eine Lobbyvereinigung, in der Ingenieur- und Baukonzerne, Großdamm bauende Staatsinstitutionen und private Wasserversorger großes Gewicht haben“ erklärte Dorothee Hasskamp für „Brot für die Welt“.
Die Weltbank, die GTZ, Coca Cola, Nestlé, Suez, Mitsubishi Heavy Industries gehören zu den Lobbyisten im WWC ebenso wie Veolia, ein global player, der in Hessen für die Privatisierung von Wasserwerken und von Buslinien im öffentlichen Nahverkehr steht, sowie Price Waterhouse Coopers, bekannt in Frankfurt durch das PPP Projekt „Bildungszentrum Ostend“.
Die Regierung der Türkei plant 2009 die Privatisierung der Gewässer im Land. Nutzungsrechte für 49 Jahre sollen an internationale Konzerne verkauft werden – unter anderem ist wohl Siemens mit von der Partie. Was wir bisher kennen, ist die Kommerzialisierung von Wasserwerken. Hier geht es nicht nur um die Kommerzialisierung von Wasserwerken, sondern um die Gewässer selbst – um die kapitalistische Verfügung über Flüsse, Ufer, Seen, und Quellen!
Das „Weltwasserforum“ in Istanbul soll zur Initialzündung für den geplanten Deal der türkischen Regierung werden. Dies hätte weltweit eine fatale Signalwirkung auf andere Staaten, die gegen ein paar Münzen mehr in der Staatskasse bereit wären, die Verfügung über lebenswichtige Ressourcen aus der Hand zu geben, das Menschenrecht auf Wasser dem Profit zu opfern und Kriege ums Wasser zu riskieren.
Im Rahmen einer internationalen Kampagne gegen die Wasserprivatisierung und konkret gegen das Weltwasserforum in Istanbul organisieren attac, BUND, GegenStrömung, Rosa Luxemburg Forum und ver.di eine Speakerstour in Süddeutschland.


Am Sonntag, 1. März 2009 werden Professor Kenan Demirkol (Arzt in Istanbul) und Ercan Ayboga (Aktivist der Initiative „Rettet Hasankeyf“)
im Türkischen Volkshaus, Werrastraße 29, Ffm (Nähe Westbahnhof)
die Fragen diskutieren:
1.      Das globale Recht auf Wasser- vom Vorreiter Türkei abgeschafft?
2.      „Weltwasserforum“ in Istanbul: Wer sind die Akteure? Welche Interessen verfolgen sie?
3.      Wo und wie formt sich Widerstand in der Türkei gegen den Ausverkauf der Gewässer?

16 Uhr: Film „Das blaue Gold im Garten Eden“

17.30 Uhr: deutsch-türkisches Buffet, Auftritt vom Dritte Welt Chor

18 Uhr: Vortrag von Prof. Demircol und E. Ayboga

20 Uhr: Auftritt von Günecli Sarkilar („Sonnige Lieder“)


In Frankfurt wird die Veranstaltung mitunterstützt von attac Frankfurt, Bündnis gegen Privatisierung, Dritte Welthaus, Mesopotamisches Kulturzentrum, Türkisches Volkshaus, ver.di Migrationsausschuss Frankfurt/Rhein-Main

Weitere Infos:
www.attac.de/wasser

www.peopleswaterforum.org


Rückfragen zu der Veranstaltung:
Angelika Wahl 069 774583
Yildiz Köremezli-Erkiner 0171 277 45 33

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