Leichte Verwunderung und eine Ankündigung

In den letzten Tagen habe ich „wieder etwas über das Internet gelernt“, über was ich mich zwar weder aufregen noch ärgern oder beschweren möchte – wäre sinnlos, da man hier sicherlich nach dem wenig befriedigenden, aber leider unwiderlegbaren Motto urteilen muss, dass es „nun mal ist, wie es ist“. Leichte Verwunderung und ein nicht unbeträchtliches Maß an Besorgnis sollte man aber schon darüber äußern dürfen, dass man mit „angeblichen Obama-Geheimplänen“ mühelos 4-stellige Zugriffszahlen erreichen kann, während der Zähler bei gesellschaftlich und politisch relevanten, außerordentlich realen Themen praktisch zur Arbeitsverweigerung gezwungen wird.

Das wäre allein noch nicht so schlimm, weil es bekanntlich nicht um Quantität, sondern um Qualität gehen sollte – gerade dann, wenn es sich um Themen handelt, die ein konstruktives Miteinander und aktives Mitdenken und Mitmachen erfordern. Aber da letztlich weder die Zugriffszahlen ein angebrachtes Maß an Interesse erkennen lassen, noch eine halbwegs rege Mitwirkung im Kommentar- und Diskussionsbereich festzustellen ist, kann ich mich „einer gewissen Besorgnis“ hinsichtlich der reellen Möglichkeit einer Veränderung der Zustände in unserem Land „nicht mehr so ganz verschließen“.

Vielleicht ist es aber auch „nur das Medium Internet“, welches das Entstehen eines echten Gemeinschaftssinns und eines davon bestimmten Agierens gegen erkannte und unwiderlegbare Probleme, und nur durch eine entsprechende Basismasse abzustellende Unzulänglichkeiten eines ebenso demokratie- wie menschen- (bürger-) feindlichen Systems verhindert? Vielleicht ist dieses Medium von seiner Aufmachung (und dem unterschwellig verfolgten Zweck) her zu sehr auf Anonymität ausgerichtet und als ein der Schnelllebigkeit unserer Zeit sowie dabei insbesondere dem Jagen nach scheinbar „sensationellen“ Informationen angepasstes Medium einfach ungeeignet, um Menschen dauerhaft und zielführend zusammenzubringen, die wirklich bereit und in der Lage wären, diese unbestreitbaren Probleme (die auf systematisch volksschädigende Machenschaften zurückzuführen sind!) und die unaufhaltsam mehr um sich greifende sowie stetig umfassendere Formen annehmende Bedrohung durch den Verlust von Demokratie, Rechts- und Sozialstaatlichkeit sowie in zunehmenden Maß auch unserer Grund- und Freiheitsrechte zu lösen respektive abzuwenden? – Die entschlossene Bereitschaft, dagegen etwas zu tun, muss in ernsthaft dafür eintretenden Kreisen bspw. auch eine wenigstens interne Überwindung des „Anonymitätsfaktors“ möglich erscheinen lassen …

Da ich schon lange kein Frischling mehr in der virtuellen Welt bin, könnte und sollte ich den fragenden Konjunktiv wahrscheinlich weglassen … aber etwas „ganz tief in mir“ weigert sich immer noch halsstarrig, die sich aufdrängende Realität – die oben oberflächlich umschrieben in den Raum gestellt wurde – einfach hinzunehmen und es aufzugeben, (dann) sinnlos Energie und Ideen zu verschwenden. Dieses „Etwas“ scheint mir sagen zu wollen, das gute Ideen, deren Wirkung und Erfolg sich nicht direkt und exorbitant profitabel in Euro und Cent berechnen lassen, niemals von jetzt auf gleich zünden können. Mitunter muss man schon Jahre der unverdrossenen Hartnäckigkeit und Geduld aufbringen, ehe eine solche Idee angenommen wird und sich die erhofften Erfolge einstellen können. – Schön und gut … nur … leider haben wir nicht mehr endlos viel Zeit, um diese „vernünftige Gelassenheit“ walten zu lassen!

Ein wenig Realismus ergreift deshalb schon Besitz von mir und drängt mich einmal mehr (diesmal aber mit noch etwas mehr Nachdruck) dazu, die Hauptarbeit in diesem Bereich aus dem Internet in die Wirklichkeit des wahren Lebens zu verlagern … aber da Ideen wie jene, für die meine Mitstreiter/innen und ich eintreten und an deren Verwirklichung wir in uneingeschränkter Überzeugung glauben, leider nicht ohne eine möglichst schnelle und weite Verbreitung reelle Gestalt annehmen und ohne durch sich dann förmlich zwangsläufig einstellende, kleinere Erfolge auch nicht glaubhaft „vermarkten“ lassen, haben wir schon vor einiger Zeit beschlossen, diesen Ausstieg behutsam einzuleiten und damit zu beginnen, zunächst einmal die für uns und gleich denkende Menschen wichtigen Themen auf eine separate Seite auszulagern.

Auf dieser Seite, die wir in Anlehnung an unser unmittelbar anstehendes „Fusions- und Kooperationsvorhaben“ schlicht und ergreifend AmSeL-DVG-Workshop genannt haben, werden wir nur Themen ansprechen und (mit dem Ziel der konstruktiven Umsetzung in kleinen aber ernsthaft gemachten praktischen Schritte) zur Diskussion stellen, die im direkten Bezug zu unserem Engagement und den davon bestimmten Zielsetzungen relevant sind.

Im Moment besitzt die Seite „noch ein wenig“ Baustellencharakter, aber das soll in Bezug auf die wichtigen und unabdingbar notwendigen Bestandteile aller Voraussicht nach bis zu den frühen Morgenstunden am Montag (09.02.09) behoben sein (zumindest arbeite ich mit angemessen engagiertem Hochdruck daran).

Ob sich dies als ein Schritt in die richtige Richtung erweisen und am Ende auch die Wirkung entfalten wird, die wir uns davon erhoffen, können und wollen wir im Moment nicht beurteilen – wir werden es versuchen und falls dies alles nichts bringt, wird früher oder später sicher der vollständige Ausstieg aus dem Internet folgen … aber daran denken wir im Moment nicht, weil … nun ja, wir gehen einfach starrsinnig davon aus, dass wir unmöglich die einzigen Menschen in diesem Land sein können, die dieses Medium auch für derart wichtige, eigentlich sogar überlebenswichtige Zwecke zu nutzen gewillt sind.

Aber gut, die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt, und so lange ihr Funke in uns noch lebendig ist, werden wir auf dem eingeschlagenen Weg weiter marschieren … und selbstverständlich würden wir uns sehr freuen, wenn sich uns wenigsten eine kleine Zahl von ebenso entschlossenen und verantwortungsbewussten Mitmenschen anschließen würden … mehr zu diesem Thema aber nicht mehr hier und jetzt. Interessierten Mitmenschen stehen wir dazu gerne und ausführlich auf der oben verlinkten Seite zur Verfügung.

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