Abstruser und kontraproduktiver Informationskrieg der anderen Art

In Anlehnung an meinen zuvor veröffentlichten Artikel zum und über den jüngsten Paukenschlag von Egon W. Kreutzer und auf dessen zweiten Teil (Kontroverse Kreutzer vs. Jahnke) eingehend, möchte ich hier nur meine persönliche Meinung schreiben. Ich verzichte bewusst darauf, detailliert auf den festgehaltenen „Schlagabtausch“ einzugehen. Hier müssen sich beide Kontrahenten schon Kritik gefallen lassen und sich ihr auch stellen, aber ich möchte diese im Sinne meiner „AmSeL-Philosophie“ lieber allgemein und auf alle „Konflikte dieser Art“ bezogen formulieren.

Zum besseren Verständnis sollte man den im vorangegangenen Beitrag verlinkten Artikel nebst Zusatz „in eigener Sache“ gelesen haben und sich seine eigene Meinung bilden. Es soll hier nur der Abschluss des Artikels von Herrn Kreutzer zitiert werden, um „zwischen den Zeilen“ darauf hinzuweisen, was ich im nachfolgenden dazu anfügen möchte …

Zitat EWK:

Obwohl Herr Dr. Jahnke selbst streng darauf bedacht ist, die von ihm angegriffenen Seiten nicht zu nennen, weil er schließlich keine „Schleichwerbung“ machen will, gehört seine Seite immer noch zu den wenigen Seiten, auf die ich gerne verlinke. Wegen der Fakten.

Weil es nämlich nicht um einen Wettbewerb der Verunglimpfer gehen darf, sonst müsste man der „Meinungsinzucht“ mit der „Faktenonanie“ begegnen, sondern ausschließlich darum, die Notwendigkeiten und Möglichkeiten einer Veränderung zum Besseren aufzuzeigen.

Zitat EWK Ende.

Was ich grundsätzlich vom „Informationskrieg“ und vom „Positionskrieg“ im Internet – oder besser: unter systemkritischen Webseiten und Blogs halte, hatte ich hier schon mal dargelegt und mich erdreistet, die adressierten Frauen und Männer zum konstruktiven Nachdenken und danach (so weit möglich) zum „Aufeinander-zu-gehen“ aufzufordern …

Diesen „Aufklärer/innen“ geht es letztendlich genau so, wie den vielen Splitterparteien, die sich allesamt (mehr oder minder glaubhaft und entschlossen) das Ziel auf die Fahnen schreiben, die politische Landschaft unseres Staates nachhaltig umzugestalten und endlich eine Politik „fürs Volk“ zu machen. – Dasselbe Spielchen ist bei den diversen „Sozial- und Protestbewegungen“ zu beobachten … und jeder, der dagegen zu argumentieren versucht, wird von den „Persönlichkeiten“ dieser „suboptimal agierenden“ Netzwerke entweder totgeschwiegen und ignoriert, oder aber als „Feind erkannt“ und auf jede sich bietende Weise attackiert und/oder diffamiert!

Was passiert überall dort auf diesen „Schlachtfeldern von Demokratie – von Gleichheit, Freiheit, Brüderlichkeit – vom Aufstand des kritischen und wahren menschlichen Werten verpflichteten Intellekts gegen ein korruptes und feudalistisches Weltsystem“?

Genau: absolut nichts! … Es wird ein kontraproduktiver Konkurrenzwettstreit ausgelöst, der alle angestrebten Ziele unerreichbar macht und im Endeffekt nur sicherstellt, dass sich das System weiterhin als bestens funktionierender (globaler) Marionettenstaat der Geld- und Machteliten zu halten und jede noch so ernst gemeinte und entschlossen verfolgte „Reform von unten“ zu verhindern vermag.

Wer wirklich etwas ändern und dazu beitragen möchte, dass (nicht nur) das Leben in unserem Land endlich von einer auf Rechts- und Sozialstaatlichkeit beruhenden, freiheitlichen und von der gesellschaftlichen Basis kontrollierten demokratisch-republikanischen Grundordnung geschützten Demokratie bestimmt wird, der muss dem „übertriebenen Individualismus“ abschwören und ebenso entschlossen wie tatkräftig am Entstehen einer gemeinschaftlich getragenen Bewegung und Vorgehensweise mitwirken!

Die Begründung dafür, warum ich dieses Umdenken und den entschlossenen Übergang zu einem ebenso solidarischen wie konstruktiven Miteinander nicht nur für angesagt, sondern für eine unabdingbare Grundvoraussetzung für jede Art von erfolgversprechendem Bemühen um Veränderungen zum Besseren (im Sinne des oft und gerne zweckentfremdend vergewaltigten Gemeinwohls) halte, habe ich jüngst erst in meinem Beitrag Kooperation in Sachen Solidarität … verdeutlicht – dieser Artikel gehört zur vierteiligen „Aufbruchsthese“, die am Ende des verlinkten Artikels als PDF-Datei zum Herunterladen bereitgestellt wird (Sie können auch die einzelnen Artikel separat downloaden).

Nun möchte ich kritischen Koryphäen wie Egon W. Kreutzer, Dr. Joachim Jahnke, den engagierten Gegenöffentlichkeitsmachern Dr. Wolfgang Lieb und Albrecht Müller von den NachDenkSeiten, Dr. Harald Wozniewski („Dr. Wo“ = Meudalismus) oder auch einem belesenen, hochgradig analytisch veranlagten und noch dazu mit Herz und Verstand schreibenden Gert Flegelskamp (nur als Beispiele für die vielen Seiten angeführt, die ich regelmäßig lese und hinsichtlich der angebotenen Inhalte auch sehr schätze) genauso wenig wie meinen nicht weniger geschätzten Kolleginnen und Kollegen der kritisch informierenden und aufklärenden Bloggerszene den anmaßenden Rat erteilen, sich meine Gedankengänge durchzulesen und als Richtschnur für ein besseres Agieren in der Sache anzuerkennen; aber ich kann und möchte sie alle (auch die nicht erwähnten, aber genau so adressierten Seitenbetreiber/innen) wenigstens dazu anhalten, in sich zu gehen und zu hinterfragen, ob die auch hier wieder aufgestellte „These von einem dem kontraproduktiven individualisierten Gegeneinander unbedingt und uneingeschränkt vorzuziehenden konstruktiven Miteinander“ nicht doch das berüchtigte Fünkchen Wahrheit in sich tragen könnte … und deshalb im Sinne eines reellen und im „breitesten Sinne“ gemeinschaftlich gestalteten Aufbruchs in ein neues, besseres Zeitalter der Menschheitsgemeinschaft die „bessere Taktik“ wäre!?!

„Versöhnliches Schlusswort“ (nicht nur) in eigener Sache

Vielleicht schauen die explizit genannten Personen, aber auch andere Frauen und Männer, die für eine umfassende, erfolgversprechende und dem sprichwörtlichen Gemeinwohl verschriebene Reform unseres Staats- und Gemeinschaftswesens ohne die intellektuelle oder thematische Abgrenzung gegenüber de facto in die gleiche Richtung marschierenden Menschen sehr viel mehr beitragen könnten, ja irgendwann auch einmal in dem „Workshop“ vorbei, den ich bis zum kommenden Wochenende einrichten und online verfügbar machen möchte?

Aber das ist auch nur eine unverbindliche Anregung, die natürlich auch für jede Frau und jeden Mann gilt, die/der sich zunächst nur informieren und mal anschauen möchte, worum es sich dabei genau handelt … für all diese Menschen gilt meine Bitte, auf eine entsprechende Ankündigung zu achten, die ich zu gegebener Zeit auf diesem Blog veröffentlichen werde.

4 Antworten

  1. Der Zufall bringt mich auf diese Seite und ich lese, wie ich mich einigen anderen in einen Topf geworfen werde und allen der Vorwurf von „kontraproduktiven individualisierten Gegeneinander“ gemacht wird.

    Ich spreche nicht für die anderen, wenn ich sage, dass ich mir diesen Vorwurf anheften lasse. Schon gar nicht, wenn er ohne konkrete Tatsachen vorgetragen wird.

    Ich versuche seit Jahren, mit anderen engagierten Leuten zusammenzuarbeiten, aber auch zu diskutieren. Unter http://www.meudalismus.dr-wo.de/html/debatte.htm habe ich dazu eine kleine Auswahl. Diskutieren bedeutet für mich logische und schlüssige Argumente austauschen. Ja, viele haben damit Schwierigkeiten: mit der Logik und mit den Argumenten. Deshalb aber auf ein „kontraproduktiven individualisierten Gegeneinander“ zu schließen, halte ich für ungerechtfertigt und unangemessen.

  2. Sehr geehrter Herr Dr. Wozniewski,

    ich werte diesen etwas verspäteten „Protest- und Richtigstellungskommentar“ als ihre persönliche Meinung und werde diese als solche akzeptieren, was mit dieser Veröffentlichung nachhaltig bewiesen sein dürfte.

    Dem halte ich dann aber auch die Forderung entgegen, dass mir dasselbe Recht zur individuellen und uneingeschränkten Meinungsäußerung zugesprochen werden muss … und dass es sich bei dem oben stehenden Beitrag um nicht mehr, aber auch nicht weniger als genau das handelt, ist wohl mehr als eindeutig festgestellt worden.

    Auch der Vorwurf, ich würde hier ohne konkreten Sachvortrag argumentieren, ist abstrus und nicht gerechtfertigt … natürlich hätte ich von meinem vorgegebenen Ziel, eine nicht personalisierte sondern allgemeine Darstellung abliefern zu wollen, auch abweichen und eine Reihe von Fakten aus dem persönlichen Erfahrungsschatz in Sachen Versuch des Aufbaus von Kommunikation und Kooperation beifügen können. Darauf habe ich bewusst verzichtet, da ich nicht weitere Spaltung betreiben, sondern unabdingbare Annäherung und Zusammenarbeit zum Gebot der Stunde erklären wollte.

    Bezeichnend ist an Ihrer Stellungnahme überdies, dass sie „zufällig über Kritik“ gestolpert sind und dann auch prompt darauf anspringen, während Sie die unzähligen Verlinkungen, die ich in anderen Artikeln (nicht nur auf diesem Blog) als positive Informationshinweise zu ihrer Seite geschaltet hatte, bislang aber hartnäckig ignoriert haben.

    Nun denn, ich werde dies auch hier und jetzt nicht auf eine persönliche Schiene setzen. Ich stand und stehe auf dem Standpunkt, dass man seine Meinungen und Ansichten darstellen und es danach schlicht und ergreifend den Leserinnen und Lesern selbst überlassen sollte, sich damit auseinanderzusetzen und allein darauf basierend ihre Entscheidungen zu fällen respektive sich ihre eigene Meinung zu bilden.

    In diesem Sinne
    mit freundlichen Grüßen
    Hans-D. Ziran

  3. Sehr geehrter Herr Ziran,

    vielen Dank für Ihr E-Mail!

    Wenn ich Ihre „unzähligen Verlinkungen, die ich in anderen Artikeln (nicht nur auf diesem Blog) als positive Informationshinweise zu ihrer Seite geschaltet hatte,“ nicht gewürdigt hatte, so nicht deshalb, weil ich sie ignorierte, sondern, weil ich davon nichts weiß. Es war wirklich Zufall, dass eine Suchmaschine mich zu dieser einen Seite von Ihnen gebracht hat.

    Wenn ich nun in Ihrer an sich ehrenwerten Kritik in einem Atemzug mit bornierten Ignoranten wie Albrecht Müller genannt werde, dann schwillt mir schon der Hahnenkamm!

    Ich weiß zudem wirklich nicht, was Sie dazu bringt, Ihre Kritik eben auch an meine Adresse zu richten. Wie gesagt, konkret werden Sie ja nicht.

    Mit freundlichen Grüßen

    Dr. Harald Wozniewski

  4. Sehr geehrter Herr Dr. Wozniewski,

    Ihre Erklärung für die Nichtberücksichtigung meiner positiven Verlinkungen auf Ihre Seite und Thesen akzeptiere ich – aber damit ist die Diskussionsgrundlage bezüglich des Artikels und meinem letzten Statement aus meiner Sicht auch schon erschöpft.

    Wenn Sie den Text noch einmal objektiv lesen, werden Sie – wie sicherlich die meisten Leserinnen und Leser, feststellen können, dass ich gerade Ihre Person keineswegs kritisch angegangen bin, sondern Sie – im Verbund mit anderen VON MIR geschätzten Internetangeboten – zum Nachdenken über meine These anzuhalten versuchte.

    Ihre eigene Äußerung, Herrn Müller von den NachDenkSeiten betreffend, halte ich offen gesagt für weit weniger neutral und angemessen – zumal sie nach meiner persönlichen Erfahrung ganz sicher keine allgemein gültige, repräsentative oder „mehrheitsfähige“ Einschätzung repräsentieren dürfte. – Womit nicht gesagt sein soll, dass die dort vertretene Meinung immer und ausnahmslos meine vollständige Zustimmung findet … eine derartige Perfektion in Punkto Übereinstimmung kann man bei der zu konstatierenden unterschiedlichen Schwerpunktsetzung der einzelnen Seiten und bei realistischer Einschätzung auch nicht erwarten.

    Diese Form der Kritikäußerung widerstrebt mir in ganz und gar grundsätzlicher Art, was auch ein Grund dafür ist, dass ich bezüglich meiner persönlichen Erfahrungen beim oben bereits thematisierten Versuch des Kommunikationsaufbaus zum Zwecke einer konstruktiven Kooperation Zurückhaltung pflege – und zwar ungeachtet dessen, um wen es sich dabei im Einzelen handelte. (Ich nehme mich bspw. nicht so wichtig, dass es mich mit Ungemach erfüllen könnte, falls Sie sich an die von mir ausgegangenen Kontaktversuche nicht mehr erinnern sollten!)

    Ich schätze Ihre Arbeit – wie auch die vieler anderer kritischer Stimmen im Internet, aber das verpflichtet mich sicherlich nicht dazu, mit allem einverstanden zu sein und alles billigend hinzunehmen, was – wie nach Meinung anderer Menschen eventuell auch bei mir selbst – an nicht gerade hilfreichen und mitunter mehr Separation als Kooperation (wohlgemerkt im weiter gefassten, großen Gesamten und nicht nur in fachspezifischer Hinsicht!) erzeugenden Impulsen gestreut wird.

    Damit möchte ich dieses Thema von meiner Seite aus beenden, da ich kein Vorwärtskommen in der Sache abzusehen vermag – außerhalb des Internets stehe ich Ihnen jedoch gerne zur weiteren Erörterung zur Verfügung.

    Mit freundlichen Grüßen und den besten Wünschen für Ihre hoffentlich weiterhin erfolgreiche Arbeit

    Hans-D. Ziran

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