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Euphorie und Größenwahn im Zeichen von Obamamania

Gerade auf http://www.sueddeutsche.de/politik/592/455269/text/ sueddeutsche.de gelesen … ich weiß nicht so recht, ob ich darüber weinen, lachen oder aus der Haut fahren möchte? Am Beispiel von Merkel, Steinmeier, Westerwelle, Roth und Altmeister Genscher wird uns vor Augen geführt, dass offensichtlich die meisten deutschen Politiker entweder ein kurzes Gedächtnis haben oder vielleicht doch schon unter geistiger Umnachtung – oder galoppierendem Machtwahn leiden? – Oder aber, letzte Möglichkeit zur Güte, vielleicht verstehe ich da ja nur was falsch … oder wie … oder was?Vor allem betrifft die obige Frage den ersten Absatz des Artikels, weil ich mich dunkel zu entsinnen glaube, dass ziemlich genau dieselben Forderungen beim Berlinbesuch (und auch sonst das eine oder andere Mal) während des Präsidentschaftswahlkampfes in umgekehrte Richtung gegangen ist!?! Also, ist Frau Merkel nun vergesslich – hält sie das Wahlvolk insgesamt für so blöde, wie man es von uns Hessen glauben muss, wenn man sich den Ausgang der Landtagswahl anschaut – oder habe ich da wirklich nur etwas falsch in Erinnerung behalten?

Zitat Merkel, laut Artikel – das ihren „Vize“ einbezieht

Merkel fordert Ende der US-Alleingänge

Klimaschutz, Krisenlösungen, „mehr Zuhören“: Noch bevor Barack Obama seinen Amtseid leistet stellen Kanzlerin Merkel und Vizekanzler Steinmeier klar, welch hohe Erwärtungen sie an den neuen amerikanischen Präsidenten haben.

Zitat Ende

Irgendwie schon bewundernswert, dieses Selbstbewusstsein, oder wie sehen Sie das? Und sicherlich freuen wir uns alle darüber, dass sie doch langsam wieder „die Alte“ wird – immerhin stellt sie nicht nur Machtansprüche, sondern erinnert uns auch wieder an ihre guten, alten Tage als „Klimakanzlerin“ …

Besonders nett finde ich, dass sie inmitten all ihrer größenwahnsinnigen Ansprüche beiläufig fallen lässt, sie würde ihren „baldigen Antrittsbesuch“ in Aussicht stellen … gerade so als wäre dies eine Ehre, auf die sich Mister Obama etwas einbilden könne und nicht seit Bestehen die oberste Pflicht des/der deutschen Kanzler/in … man google immer mal wieder nach „Kanzlerakte“.

Den Rest des Geseiers unserer Politelite sollte man nicht allzu viel Beachtung schenken – natürlich wurde von der LINKEN niemand zitiert, obwohl hier wohl kaum Ausrutscher in Gestalt von kritischen Anmerkungen zu Obama zu befürchten wären. Man muss als eines der führenden „Qualitätsblätter“ halt bundesdeutsche Polit-Etikette achten, oder?

Gemein haben alle zitierten Meinungen, dass die USA unter Obama keine weiteren Alleingänge mehr unternehmen könne und dürfe – was man meiner Definition zufolge eigentlich nur im Zusammenhang mit den allenthalben erkennbaren imperialistischen Allmachtsphantasien verstehen kann, von denen parteiübergreifend alle deutschen Spitzenpolitiker befallen worden zu sein scheinen. Selbst Frau Roth, obgleich in einem „etwas skeptischen Grundtenor“ verborgen, lässt eine solche Äußerungen vermitteln … na ja, muss sie ja wohl auch, wenn Onkel Fischer immer noch durch die Hallen der Grünen wandelt, gelle!?

Wirklich schlecht wurde mir – zusätzlich zur in Richtung Rage gärenden Wut über das allgemeine Geblubbere – allerdings bei unserem lieben Guido von der FDP, weil der nicht einmal im Zusammenhang mit der Amtseinführung des US-Präsidenten darauf zu verzichten vermag, neoliberale Weltanschauung in Reinkultur zu verströmen. – Klingt besonders bescheuert, wenn man bedenkt, dass gerade der US-amerikanische Markt für den scheidenden Export-Weltmeister Deutschland mit Sicherheit kein Wachstumsmarkt mehr sein wird … welche Handelsschranken und Abschottung meint er denn sonst? Und welchen Protektionismus, von dem er Obama abraten zu müssen und zu können glaubt? – Nun ja, wahrscheinlich eine Art Kater vom triumphalen Wahlerfolg in Hessen!?

Extrem dick trägt aber unser guter Ex-Außenminister und langjähriger Vize von Rekordbundeskanzler Kohl auf – ist sicherlich zum Teil die hohe Kunst der alten Schule weltgewandter Diplomatie … aber jetzt mal ehrlich: der arme JFK muss ja im Grab rotieren, wenn er hört, wie ein Mann wie Obama, dessen auserkorene Regierungsmannschaft schon vor der Amtseinführung mehr als nur drohende Schatten neuer Kriege auf die Welt wirft, nicht nur auf eine Stufe mit ihm gestellt, sondern als größter Hoffnungsträger nach WK II und „Angebot Amerikas an die Welt“ zelebriert wird.

Also ich weiß nicht – wenn ich an Obama und seinen ausgegebenen Kurs denke, der ja praktisch schon einen Change vom Change ankündigt, dann würde ich dieses Angebot wirklich lieber dankend zurückweisen …

Nun ja, lesen Sie selbst und dann ….

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