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Hessenwahl – das befürchtete Desaster scheint wahr zu werden

Dies wurde mir bereits klar, nachdem ich mich (trotz unfreundlicher Witterung) in den frühen Abendstunden zu Fuß auf den Weg zur Urne begeben und dort angekommen festgestellt hatte, dass die Wahlbeteiligung – Briefwahlen bereits eingeschlossen – bei mehr als nur enttäuschenden 56 % lag. Allein das musste dem ebenso leidgerüften wie in Sachen Wahlgeschehen nicht völlig unbedarften Menschen deutlich machen, dass die Medienhetzer, Informationsfälscher und Pseudodemokraten am Ende wohl einen klaren Sieg davontragen würden … alles andere wäre ein Wunder – doch so gerne ich zum Wundergläubigen mutieren würde, wenn dadurch ein derartiges Desaster wegzuzaubern wäre, wird das wohl kaum passieren.

Persönlich habe ich mir bislang noch keine Wahlsendung angeschaut – unter anderem eben auch aus dem oben genannten Grund und der Erwartung, dass ich mich bei der Einschätzung des wahrscheinlichen Wahlausgangs kaum täuschen werde, aber ein Bekannter rief mich ziemlich aufgelöst an und teilte mir die erste Hochrechnung brühwarm mit … zumindest die Zahlen der beiden großen Konkurrenten … der CDU und dem brutalsmöglichen Machtpolitiker und Blender Roland Koch haben demzufolge 37 Prozent der aktiven Wähler/innen ihre Stimme gegeben – TSG und seiner von linker Frischluftpolitik mehr oder weniger befreiten SPD historisch einmalig wenige 23 Prozent.

Daneben konnte mir der aufgeregte Gute nur noch mitteilen, dass die Verluste der SPD „auch durch starke“ Zugewinne auf Seiten von FDP, Grünen und der LINKEn zu erklären seien, die befürchtete Schwarz-gelbe Koalition aber aller Wahrscheinlichkeit nach nicht mehr zu verhindern sei.

Nun gut, was soll man dazu sagen – außer, dass es sich wieder einmal bewahrheitet hat, dass die „Politikmüdigkeit“ und „Wahlverdrossenheit“ der Menschen offenkundig stärker ausgeprägt sind als das Interesse an einer fairen, der Allgemeinheit besser „dienenden“ Politik – oder wenigstens an der Abstrafung von überführten Versagern der neoliberal-kapitalhörig und machtversessenen Sorte?

Sicherlich kann und muss man sagen, dass die Taktik jener konzertieren Kräfte aufgegangen zu sein scheint, die eine „etwas mehr links angesiedelte“ (also etwa im Bereich der ehemals „traditionellen Sozialdemokratie“) fürchten wie der Teufel das Weihwasser.

Was man – meiner bescheidenen und unmaßgeblichen Meinung nach – aber auch ohne genaue Kenntnis der Hochrechnungen und des wohl „tatsächlich feststehenden“ Wahlergebnisses sagen darf, ist ein inbrünstiges armes Hessen … armes Deutschland … arme Welt … und man kann heute schon deutlich zum Ausdruck bringen, dass sowohl die wieder einmal durch Wahlverweigerung aufgefallenen als auch die wider jede Vernunft und gesunden Menschenverstand schwargelb wählenden Menschen sich über die künftige Politik in diesem, unserem Bundeslande und – was auch zu befürchten steht – der Republik gefälligst nicht beschweren sollten, da sie mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln dazu beigetragen haben, dass sie wieder in diese falschesten Hände geraten konnte!

So weit mein erster und wahrscheinlich gleichzeitig letzter „Frustabbau-Artikel“ – ich werde mich jetzt lieber konstruktiveren Aufgaben zuwenden und außerhalb des politischen Parketts daran mitzuarbeiten versuchen, dass dieser leidige und fatale Trend spätestens mit der Europawahl im Juni beendet werden kann!

(Dennoch interessierte -?- können ja gelegentlich in meine „Gesammelten Gedanken“ schauen, wo sicher auch die fundierten und kompetenten Kommentare von Kolleginnen und Kollegen zum Thema Hessenwahl erscheinen werden!)

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