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Hessenwahl – Kehrtwende oder „negatives Wachstum“ bis zum Untergang?

In wenigen Tagen ist es so weit. Am kommenden Sonntag wird es sich weisen müssen, ob die Menschen in Hessen noch Realitätssinn besitzen und aus gehabtem Schaden lernen können, oder ob sie den vorhersehbaren Untergang wählen, weil sie die neoliberalen Blender und „Wortbruch-Brüller“ nicht durchschauen können … oder wollen, weil es ja so viel bequemer und amüsanter ist, mit dem Strom zu schwimmen? Um bei dieser Metapher zu bleiben … hört denn niemand den Wasserfall, auf den dieser Strom zurast und in den nicht nur unser Bundesland, sondern die gesamte Republik, EU und Welt gestürzt werden soll?

Es ist mir schon vollkommen klar, dass es derzeit mit brauchbaren Alternativen auf dem politischen Parkett nicht gerade gut bestellt ist. Aber muss das so weit führen, dass man einen ausgewiesenen „USA-hörigen“ und Felder wie Sozial-, Bildungs- und Energiepolitik aufgrund neoliberal verseuchter Überzeugungen zu Lasten seines Wahlvolks (also seiner Bürgerinnen und Bürger) aus Kosten- und/oder Profitgründen schleifen lassenden Realitätsbanausen wie Netzwerkmeister Roland Koch ungestraft davonkommen lässt? Zehn Jahre – teils mit und teils ohne strategische Unterstützung der FDP – hat er doch eindrucksvoll bewiesen, dass er nichts auf die Reihe bekommt … abgesehen natürlich von den Freundschaftsgeschenken an seine Kernklientel bei den Großkonzernen und in der Finanzdienstleistungsbranche.

Man sollte auch nicht vergessen, dass ein Mann wie er, der nicht nur „äußerst rechts anzusiedelnde“ Wahlkampfparolen gegen die drohende Übernahme der Regierungsgeschäfte durch „Altkommunisten“ und andere „gefährliche Linke“ auffahren zu können glaubte, eigentlich nicht das geringste Recht hatte und hat, Andrea Ypsilanti und der SPD „Wortbruch“ vorzuwerfen. Sie wissen nicht, wie das gemeint ist? – Nun, Sie erinnern sich doch sicherlich an die Schwarzgeldaffäre (auch „jüdische Vermächtnisse“ tituliert), deren Hintergrund Herr Koch „brutalstmöglich“ aufzuklären gedachte, dann aber doch lieber in der Versenkung verschwinden ließ? Das nenne ich persönlich einen weitaus gravierenderen Betrug an Land und Menschen als die aus taktischen Gründen in Erwägung gezogene parlamentarische Zusammenarbeit von Rot-Grün mit der Linkspartei.

Aber was schert mich mein Geschwätz … oder die Schlagzeilen … von gestern?

Nein, man kann und darf sich von den schwarz-gelben (namentlich Koch und Hahn) Blendern nicht für dumm verkaufen lassen, denn die Tendenz der Politik, die sie nicht nur mit Macht betreiben, sondern sowohl im Land wie auch im Bund noch weiter forcieren wollen, zeigt „brutalstmöglich“ abwärts und wird zahlreiche Menschen mit in den Abgrund reißen, die heute noch nicht einmal ahnen, wie nahe sie dem „abgehängten Prekariat“ schon gekommen sind.

Nimmt man die bereits abgehängten und ausgegrenzten Bürger Hessens (Deutschlands), ergänzt sie um die wenigstens unmittelbar bedrohten Menschen und addiert zu der dabei heraus kommenden Summe noch jene Mehrheit des „Mittelstands“, der offiziell zwar immer noch hofiert wird, insgeheim aber auch bereits als überflüssig und wertlos abgestempelt wurde, dürfte man eine satte Mehrheit gegen Koch und Schwarz-Gelb zusammenbekommen … diese müsste sich dann „nur noch“ aufraffen, diese unübersehbare Realität zu erkennen, ihre vorgeschobene Politikverdrossenheit oder ihre gefühlte (oder auch tatsächliche) Resignation abzulegen und am 18. Januar zur Wahlurne zu stiefeln, um ihre legitimen Ansprüche und leider nur zu berechtigten Existenzängste auf angemessene Weise zum Ausdruck zu bringen. – Das wäre nicht nur für Hessen ein Segen, sondern auch für Deutschland, da Koch ja höchstselbst davon ausgeht, dass seine Schlacht um das Amt des Ministerpräsidenten wegweisend für die Republik sei …

Es gäbe noch eine Menge mehr dazu zu schreiben, aber da ich gestern beim Oeffinger Freidenker über einen Artikel gestolpert bin, der von Herrn Klee aus Maintal auch als Leserbrief an den Maintaler Anzeiger geschickt wurde, kann ich mir das ersparen. Stattdessen – ich hoffe, der Autor, welcher die ganze Arbeit geleistet hat, wird es mir nachsehen können – pflichte ich dem Inhalt uneingeschränkt bei und unterstreiche den Appell, den er am Ende seines Artikelvorspanns an die Menschen „unseres Bundeslandes“ richtete:

Gehen auch Sie zur Wahl und bestimmen Sie mit Ihrer Stimme und dem gesunden Menschenverstand, welche Politik Sie für Hessen und sich selbst bevorzugen.

Hinzufügen möchte ich aus persönlicher Perspektive nur noch, dass eine „Mehrheit links von Schwarz-Gelb“ – in welcher Zusammensetzung auch immer – mit Sicherheit weniger Schaden anrichten könnte, als unter einer Koalition von Koch und Hahn jetzt bereits vorprogrammiert ist!

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