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Gedanken zum Zustand unseres Landes … Teil IV

Abschnitt 4:

Hinderungsgründe … eine „Rehabilitierung“ und echte Souveränität „Deutschlands“ unterbindende Machenschaften, inklusive argumentative Formen einer weitreichenden Meinungsmanipulation und Unterdrückung (nicht Widerlegung!) „deutscher Standpunkte“

Zu Beginn der Hinweis für den eiligen oder kritischen Leser, dass es sich hier nicht um eine Wiederholung der Argumentation des letzten Abschnitts handelt. Deutsche „Identität“ und „Souveränität“ hängen zwar untrennbar zusammen, die dazugehörige Fragestellung repräsentiert aber einen Blick auf die Realität der notwendigerweise aus unterschiedlichen Perspektiven kommen muss. Dennoch kann man auch die vorangegangene Argumentation zumindest teilweise auch zur Behandlung dieses Themenbereichs heranziehen.

Um das Pferd diesmal jedoch anders herum aufzuzäumen und die aus meiner Sicht zu konstatierende Kernproblematik an den Anfang des Kapitels zu stellen, möchte ich mit der Rolle beginnen, die unserer Gesellschaft zugeschrieben werden muss und ganz maßgeblich zur „Hängepartie Deutschland“ beiträgt.

Die Inaktivität des deutschen Volkes in allen seine elementaren Belange betreffenden Fragen

Um es gleich zu Beginn auf den Punkt zu bringen:

Nichts von all dem, was in diesem und den vorausgegangenen Kapiteln bemängelt und oder kritisiert wurde, hätte bei einer aktiver für ihre Rechte eintretenden und dabei den „kleinsten gemeinsamen Nenner“ in Sachen vitaler staatsbürgerlicher Interessen suchenden Gesellschaft geschehen … oder die katastrophalen Formen annehmen können, die man heute als „fast unumkehrbar etabliert“ empfinden und ansehen muss!

Wie viel Schuld man in dieser Hinsicht auf die Methoden und Instrumente der Manipulation und politisch-sozialen Entmündigung der Bürger/innen durch die Instrumentarien der Macht abwälzen kann, dürfte jeder Betrachter – je nach seinem individuellen Gesichts- und Standpunkt – fraglos unterschiedlich bewerten. Fakt ist jedoch, dass der eklatante Mangel an ebenso selbständigem wie selbstbewusstem Denken und der Anerkenntnis der Unausweichlichkeit eines klassenübergreifenden solidarischen Miteinanders gegen die Auswüchse des Vorteils- und Profitdenkens der alles überragenden globalen Geld- und Machteliten (und ihrer bezahlten Söldner aller Schattierungen) nicht nur für die unerträglichen Zustände in unserem Land verantwortlich zeichnet, sondern auch einen guten Anteil Mitschuld an den sozialen, wirtschaftlichen und politischen Verhältnissen weltweit zu verantworten hat.

Selbstverständlich spielt auch die nahezu uneingeschränkte Unterwerfung gegenüber den „Gesetzen des freien Marktes“ und des von diesem initiierten, ständig weiter ausufernden Konsumwahns eine gravierende Rolle. Das gedankenlose, vollständig dem immer mehr pervertierenden „Wettbewerbsgedanken“ unterworfene und gleichzeitig von Statussymbolen und Statusdenken beherrschte Konsumieren der westlichen Nationen – jene der nach tiefstmöglichem Fall wieder aufstrebenden deutschen Gesellschaft nicht weniger als die der USA, wenn auch bedeutend weniger auf Kosten einer „grenzenlosen Überschuldung“ – haben nicht nur die Position der transnationalen Privatgesellschaften als Herrscher dieser Sphäre sichergestellt, sondern auch deren erdrückende wirtschaftskolonialistische Dominanz in der so genannten „Dritten Welt“ mit ermöglicht.

Man muss gerade in diesem Punkt, der auch die berühmt-berüchtigte „Geiz ist geil“ – Mentalität umfasst, die uns immer mehr nach „günstigen Preisen“ oder einem vermeintlich „günstigen“ Preis-/ Leistungs-Verhältnis verlangen ließ, ohne dass wir uns Gedanken darüber machten, welche logischen Auswirkungen dies auf die Produktion dieser „Schnäppchen“ haben musste, den Blick weit über den eigenen Tellerrand hinaus gehen lassen und die allenthalben erkennbaren Folgen dieser Form des „entfesselten Konsumkapitalismus“ wahrnehmen.

Selbstverständlich wurde diese von einer an die niedersten Instinkte der Menschheit appellierenden Werbung und insgesamt verlogenen – um nicht zu sagen betrügerischen System-Propaganda befördert – aber ich denke dennoch, dass man spätestens in den Folgejahren nach der „deutschen Wiedervereinigung“ und der – wie bereits bemerkt – „ganz zufällig“ gleichzeitig eskalierenden Globalisierung hätte erkennen und verstehen können müssen, dass es sich hierbei ausschließlich um eine perfide Wertschöpfungs- und Ausbeutungsorgie handelte, die zunächst die ärmeren Länder der Welt überrollte und schließlich – folgerichtig – auch über uns zu kommen begann. Befördert wurde die Entwicklung in die falsche Richtung dann durch die fortschreitende „Individualisierung“ aller Bereiche der „Lebensplanung“ – natürlich ist auch das einer darauf ausgerichteten Strategie der Systemlenker zuzuschreiben, aber um Erfolg haben zu können, musste es vom „infizierten Individuum“ angenommen und als „alternativlos erstrebenswert“ anerkannt werden.

Wie irrsinnig und kurzsichtig dies war und immer noch ist, kann man – aus meiner Perspektive betrachtet – auch daran ablesen und damit begründen, dass es mehr als genug unmissverständliche Indikatoren gab, die jedem halbwegs vernunftbegabten Individuum hätten offenbaren müssen, dass der Zug des „grenzenlosen Wirtschaftswachstums“ und aller damit verbundenen Nebeneffekten nicht nur in die verkehrte, sondern auch in eine erkennbar gefährliche Richtung raste. Und allerspätestens in dem Moment, als sich all die Verheißungen rund um die Wiedervereinigung als inhaltsleere Lippenbekenntnisse und Wahlversprechen entpuppten und ebenso erkennbar wurde, dass die „herrschende Klasse kein einig deutsches Volk wollte“, hätte all dies in einen entschlossenen, nicht nur den „Ossie mit dem Wessie“, sondern alle „unterhalb der Eliten anzusiedelnden“ Gesellschaftsschichten vereinigenden Widerstand münden müssen!

Was wir stattdessen erlebten … nun, ich glaube nicht, dass man das nochmals en detail ausführen muss, zumal es zurzeit immer noch anhält! – Denn was dann begann war nichts anderes als – sehr einfach skizziert – die beginnende Symbiose zwischen den Konsequenzen (oder dem Erfolg) der systemimmanenten Manipulationsmechanismen und den Folgen des kontinuierlichen Auseinanderdriftens der Gesellschaft, das bekanntlich schon bei den Familien begann und infolge von „genial inszenierten politischen Entscheidungen“ zu einer immer stärkeren Entmenschlichung und Entsolidarisierung führte, deren Kehrseite auch die schwindende Bedeutung des Volkes als Zünglein an der Waage der Macht war. – So kam es letztendlich, wie es kommen musste …

Da die Gesellschaft lieber mit dem Strom schwamm (politischer, wirtschaftlicher und medialer Mainstream) und all die vielen Bühnendarsteller und Frontkämpfer des Neoliberalismus für untadelige Experten haltend, jeden ernsthaft mahnenden Menschen einen Spinner und/oder Verschwörungstheoretiker heißend, jede auf Vernunft und positiven gesellschaftlichen Zielsetzungen argumentierende Bewegung als „unseriöse“ Informationsquellen verurteilte und ablehnte, konnten die Entwicklungen ihre unheilvolle Unumkehrbarkeit annehmen. – Das beinhaltet die oft zitierte „europäische Wirtschafts- und Kapitalintegration“ (Montan-Union – EWG – EG – EU) ebenso, wie die Amerikanisierung „und Globalisierung“ aller Bereiche unserer Gesellschaft und viele andere zerstörerische Stilblüten des Zeitalters des Neoliberalismus mehr.

Den schwerwiegendsten Vorwurf, den wir – das „deutsche Volk“ als Gesellschaft und tragendes Staatselement unserer „Nation“ – uns machen (lassen) müssen, ist der, dass wir in all diesen Jahren nicht (für viele Mitmenschen trifft das sogar heute noch zu) erkannt haben, wohin die Reise wirklich gehen sollte! Die unzähligen „Zeichen an der Wand“ wurden (und werden) ignoriert … die mutwillige Schwächung und letztlich Zerschlagung unserer Volkswirtschaft zugunsten des Exports der Großkonzerne – die fortgesetzte Abwertung der Arbeitskraft als „Tauschmittel der lohnabhängig Beschäftigten“ in Tateinheit mit einem beispiellosen Raubbau am Sozialstaat und Reformen, die das reine Leben für einen Großteil unserer Bevölkerung zum unerschwinglichen Luxus machen – der rigorose Abbau unserer Grund- und Freiheitsrechte unter dem verlogenen Deckmantel des „weltweiten Kampfes gegen den Terror“ – die schleichende Einführung einer Kapitaldiktatur unter der Ägide der schlimmsten Volkszertreter der Nachkriegsgeschichte (beginnend spätestens mit dem Wahljahr 1990) – und vieles mehr wird einfach ergeben und rat- oder hilflos hingenommen, als wären dies Naturkatastrophen, gegen die man nun einmal nichts ausrichten könne!

Zweifelsfrei gehört diese Stilblüte des „Deutschtums nach Weltkrieg II und Nationalsozialismus“ zum normalen Erscheinungsbild unserer Gesellschaft – und ebenso fraglos war „der Deutsche“ schon immer ein von „Disziplin und Obrigkeitshörigkeit“ beherrschtes Wesen, aber da man (zu Recht) davon ausgehen können sollte, dass sich Intelligenz zuvorderst durch Lernfähigkeit und Lernbereitschaft auszeichnen sollte, muss man wohl auch konstatieren, dass es dem typischen Deutschen auch daran entschieden mangelt? Wie anders könnte man sonst erklären, dass sich die Geschichte peu à peu immer fataler wiederholen kann, ohne dass ein Ruck des Erwachens und Aufbegehrens durch die Massen des Volkes geht?!?

Nein … es ist definitiv so, dass all das, worüber man sich als wacher, selbstkritischer, selbstbewusster und vehement nach Frieden, Freiheit, sozialer Gerechtigkeit und uneingeschränkter Gleichberechtigung – im Sinne des Fortbestands der Gesamtheit unserer Welt – strebender (verlangender) Mensch durchaus mit Fug und Recht beklagen kann (muss), nicht so weit hätte gedeihen können, wenn jedes Individuum seine Verantwortung für sich selbst und die nachfolgenden Generationen ernster genommen haben würde! Folglich ist es nun höchste Zeit, diesen Trott endlich aufzugeben, sich auf die Hinterbeine zu stellen und diesem Irrsinn, der ansonsten vor allem von den nachfolgend behandelten Faktoren vorangetrieben wird, entschlossen und mit dem Willen zum demokratischen, friedlichen und zivilen Widerstand entgegenzutreten … wenn wir es heute nicht tun, werden wir vielleicht (mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit) morgen schon keine Gelegenheit mehr dazu bekommen!

Die Instrumentarien von Macht, Unterdrückung und bedingungsloser Ausbeutung

Alles was nun folgt, wurde in allgemeinerer Form zuvor bereits thematisiert, aber nun sollen die einzelnen Teilbereiche etwas genauer dargestellt und auch „namentlich besetzt“ werden. Wieder muss und möchte ich vorausschicken, dass ich keinen Anspruch darauf erheben kann und will, dass diese Aufzählung vollständig ist – ich versuche lediglich die bedeutendsten Faktoren hervorzuheben und für jedermann begreiflich zu definieren.

Die politische Klasse … ihre Selbstbedienungsmentalität, Machtversessenheit und gleichzeitig ihre „Abhängigkeit“ vom neoliberalen Expertentum

Über das Grundthema „politische Klasse“ ist genug geschrieben worden. Es muss aber noch einmal betont werden, dass sie sich mit voranschreitender „Demokratie“ und „Scheinsouveränität“ sukzessive immer weiter von ihrem gesetzlichen Auftrag entfernt und neben der „Eigensicherung“ und Selbstbereicherung nur noch den Interessen des Großkapitals gedient hat. Damit dies auch in der Weise erfolgen konnte, dass Sie ihre „geheime Klientel“ nicht enttäuschten, was ungeheuer wichtig ist, wenn man die geliehene Macht und alle damit verbundenen Privilegien möglichst lange „genießen“ können möchte, wurden a) Unsummen für externe Experten aufgewandt, welche den in Regierungskreisen weit verbreiteten Kompetenzmangel mit ihrer fachlichen Finesse ausgleichen und die „Ergebnisse“ sicherstellen mussten, die von den „zahlenden und deshalb bestimmenden Auftraggebern“ erwartet wurden … und b) immer mehr Experten von profitierenden oder zumindest nachhaltigen Profit suchenden „Wettbewerbern“ in sämtliche Ministerien geholt wurden, wo sie keineswegs nur beratend tätig werden, sondern ganz massiv an der Gesetzgebung mitwirken … selbstverständlich „möglichst“ zum Vorteil ihrer Arbeitgeber.

Diese Unart des Berater- und Lobbyistentums ist mittlerweile derart ausgeufert, dass es sich nicht einmal mehr unter den Teppich kehren lässt und somit „bei den Medien ein Interesse daran besteht“, ihrem Auftrag zur „wahrheitsgemäßen Berichterstattung“ nachzukommen … dass sie dies aber keineswegs im Interesse einer umfassend korrekten Information der Öffentlichkeit tun, sondern sich selbst der gleichen Instrumentarien bedienen (zum Beispiel die Übernahme komplett vorgefertigter Berichte von einschlägig bekannten „Produzenten“ (siehe weiter unten!), ist dem gleichen Hintergrund der übergeordneten Interessen der globalen Geld- und Machteliten geschuldet. – Ist das in Deutschland schon ein enormer Skandal (der sich entsprechend positiv auf Einschaltquoten und Auflagenzahlen auswirkt!), dann nimmt es seine wahren unkontrollierbaren Formen doch erst recht in Brüssel an. Geht man hierzulande von ein „paar Hundert aktiven Lobbyisten“ aus, so sind es in Brüssel mehrere Zehntausend …

Dies könnte man – mit sehr viel Phantasie und noch mehr fehlgeleitetem gutem Willen – vielleicht auch als den Hauptgrund dafür ansehen, dass die Politik heute mehr denn je nur als Erfüllungsinstanz für die kapitalstarken Eliten fungieren kann … aber das ist natürlich nicht korrekt, da sich viele Politiker nicht erst nach der Abwahl oder dem Ausscheiden aus dem Parlament (freiwillig und gegen geldwerten Vorteil) zu Interessenvertretern der Konzern- und Kapitaleliten machen. Abschreckendste Beispiele hierfür sind unbestreitbar Leute wie Clement, Lauterbach, Merz, Riesenhuber, Schily … um nur einige der berüchtigsten Herrschaften anzuführen. Es werden Gesetze und Entwicklungen erzwungen, die Unternehmen nutzen, in deren Vorständen und Aufsichtsräten man sitzt. Es kann mir niemand erzählen, dass diese Herren (es soll aber auch Damen geben) solche hoch dotierten Posten „ehrenamtlich“ bekleiden!

Ich möchte und – wie ich meine – muss das aber nicht weiter vertiefen, weil es mittlerweile zum Standardwissen des „medial informierten“ Durchschnittsbürgers zählen sollte. Diese Verflechtung (wenigstens im Zusammenwirken mit „Vorteilsnahme im Amt“, wahrscheinlicher aber handfester Korruption) der Politik mit reinen Kapitalinteressen ist ebenso nachdrücklich als ein wesentlicher Grund für das Entarten des Systems zu benennen, wie das Verhalten der Otto Normalverbraucher aller Gesellschaftsschichten.

Erschwerend kommt hinzu, dass dieser Dienst im Sinne der Kapitalinteressen auch alle anderen Unzulänglichkeiten unserer „Demokratie“ bedingt. Ob man sich die de facto nicht gewährleistete Gewaltenteilung als Beispiel herauspickt, die betrügerische und verräterische Abtretung von vitalen Hoheitsrechen an eine pseudostaatliche supranationale Institution wie die EU, oder die systematische Unterwanderung, Aushöhlung und letztlich Quasi-Abschaffung des Grundgesetzes … all diese gesetzgeberischen Maßnahmen dienen ausschließlich der „Sicherung des Privateigentums“ und stellen die letztmögliche Optimierung der jahrzehntelang exzessiv betriebenen Umverteilung desselbigen von unten nach oben dar.

Diese das Volk und seine legitimen Interessen im wahrsten Sinne des Wortes verratende und Demokratie definitiv ad absurdum führende „Arbeitsauffassung“ unserer politischen Klasse führt uns alle gezielt und einem „uralten Plan“ folgend in eine neofeudalistische Kapitaldiktatur … und wie immer dient hierbei das amerikanische Vorbild – hier das Prinzip des „von Freiheit zum Faschismus“ (die Abschaffung der ursprünglichen Verfassung zugunsten einer noch uneingeschränkteren Herrschaft des Großkapitals) – als beharrlich und ehrgeizig nachgeahmtes Beispiel …

Eine hervorragende Dokumentation über den Beginn und Verlauf dieses Prozesses „beim großen transatlantischen Freund und Bruder“ liefert der Film „America from freedom to fascism“ von Aaron Russo (11 Teile, leider nur in Englisch – so weit ich weiß! – aber trotzdem sehr informativ!) … hier Teil 1 als Ausgangspunkt für eine „interessante Reise“. – Kern der Aussage ist – wieder einmal – die Federal Reserve Bank und ein „geschickt eingefädelter Betrug per Gesetz“, sowie das „Mysterium der Einkommenssteuer“ = „legales Instrument zur systematischen Ausbeutung der Massen … ohne Gesetzgebung, da der „Federal Reserve Act“, auch bekannt unter „16th Amendment (16. Verfassungszusatz – „Optimierung“ oder Änderung), von einer beachtlichen Zahl von Bundesstaaten niemals ratifiziert wurde und auch im Gesetzestext nicht „nachvollziehbar verankert wurde“ … (ist hierzulande auch nichts anderes, da im Grundgesetz ebenfalls nichts von einer solchen „Steuerpflicht“ zu finden ist!).

Insofern kann man diesen Komplex zweifelsfrei mit dem Fazit beschließen, dass sich die politische Klasse (nicht nur) unseres Landes auf Gedeih und Verderb an die globale Geld- und Machtelite verkauft hat und ihren eigenen „Profit“, in Form von materieller Selbstbereicherung und dem Streben nach geliehener Macht, rigoros zu Lasten des Volkes anstrebt! Wenn das nicht den Tatbestand des Volksverrats erfüllt, was dann?

Internationales, aber vorrangig nationales Beratertum … von der Unternehmensberatung bis zur „Denkfabrik“

Zumindest die älteren unter uns – etwa ab den Jahrgängen 1950 bis 1960 – dürften sich noch lebhaft daran erinnern, wie die Unternehmensberater und Wirtschaftsprüfer à la Arthur Anderson oder McKinsey usw. Ende der 1970er bis Mitte der 1980er wie aus dem Boden schießende Pilze aufblühten und unsere Volkswirtschaft – natürlich „zum Wohle der Allgemeinheit“ – auf dem Altar der neoliberalen Definition von Rentabilität und Effizienz zu opfern begannen. Dass diese und andere Beratungsfirmen heute auch höchst offiziell als Ratgeber der „politischen Klasse in Regierungsverantwortung“ brillieren, sagt meiner Ansicht nach mehr als genug darüber aus, dass meine „These von der – nicht nur politischen – Zeitenwende“ zwischen Anfang der 1980er und Mitte bis Ende der 1990er Jahre „so falsch nicht sein kann“.

Doch bevor diese Dauerbrenner auf dem Gebiet der für sich selbst lukrativ vermarkteten Profitoptimierung das neue Schlaraffenland „BRD“ erobern konnten, waren andere Vorreiter nötig, die diesen „Marktradikalismus“ erst einmal weltweit propagieren, kontinuierlich im Sinne der Profiteure optimieren und schlussendlich auch die globalen Rahmenbedingungen für seine endgültige Etablierung als alternativlos gültige Wirtschaftsideologie schaffen mussten. Es gibt unglaublich viele „neoliberale Think Tanks“, auch hierzulande firmieren sie zumeist unter den Namen von bedeutenden Vordenkern und Protagonisten wie von Hayek, von Mises oder Eucken, aber auch viele „bedeutende Politiker“ wurden von ihren Parteien als Namensgeber für parteinahe Einrichtungen dieser Art herangezogen (Adenauer, Erhardt, Naumann usw. usf.). Bedeutender als all diese alteingesessenen deutschen Institutionen ist aber die heute nur noch selten „öffentlich genannte“, aber nach wie vor sehr mächtige und höchst aktive Mont Pelerin Society (MPS) …

Die Gesellschaft ist – wie häufig praktiziert – nach dem Ort ihrer ersten Zusammenkunft (Schweiz) benannt worden. Ihre Geburtsstunde bestand in einer Einladung Friedrich A. von Hayeks, der im Jahr 1947 36 Gelehrte (vornehmlich Ökonomen) sowie einige Historiker und Philosophen Folge leisteten. Die offiziell verkündete Zielsetzung der Vereinigung von „führenden neoliberalen Köpfen“ war der kontinuierliche Meinungs- und Erfahrungsaustausch im Sinne einer Stärkung der freien Gesellschaft und das Studium von Arbeitsweisen, Werten und Mängeln des marktorientierten Wirtschaftssystems … mit der Etablierung einer „Wirtschaftslehre“ (Ideologie) hatte das angeblich ebenso wenig zu tun wie mit der Entwicklung von „spezieller Propaganda“!

Dass natürlich das Gegenteil zutraf und die Hauptaufgabe der MPS, die sich damals wie heute aus mehr als tausend weltweit operierenden „Think Tanks“ zusammensetzt, selbstverständlich darin bestand, die „Argumente zu entwickeln und sukzessive zu optimieren“, mit deren Hilfe der Neoliberalismus auch dem gemeinen Volk aller Länder möglichst „reibungsfrei“ aufoktroyiert werden konnte, ist längst ein „offenes Geheimnis“, das spätestens ab dem „Millenniumswechsel“ auch kaum noch kaschiert wird.

Exakt 50 Jahre später wurde ein europäisches Pendant namens Stockholm Network gegründet – angeblich von einer Britischen Journalistin und Politikexpertin namens Helen Disney. Diesem Netwerk gehören heute (Stand 2008) mehr als 130 „Think Tanks“ aus 38 europäischen Staaten an. Zu diesem Netzwerk mit Zentrale in London, gehören auf deutscher Seite eine Reihe von bekannten Institutionen … das Centrum für Europäische Politik in Freiburg, das Council of Public Policy in Bayreuth, die Friedrich von Hayek Gesellschaft in Berlin, die Friedrich von Hayek Stiftung in Freiburg, das Hamburger Weltwirtschaftsinstitut, das Institut für Unternehmerische Freiheit in Berlin, die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft in Köln, die Stiftung Marktwirtschaft in Berlin, die Stiftung Ordnungspolitik und das Walter Eucken Institut beide in Freiburg ansässig.

Für ein echtes „Who is Who“ der deutschen neoliberalen Denkfabriken fehlen zwar einige Namen, aber auch so bekommt man doch einen sehr guten Überblick, welche Leute sich da um welche Interessen zu kümmern haben und dies auch ebenso nachhaltig wie – leider – erfolgreich tun.

Die Kommunikation zwischen diesen globalen oder kontinentalen „Denk-Eliten“, den zumeist ebenfalls international agierenden Beratungsunternehmen und den zahllosen „Multiplikatoren“ wie bspw. Roman Herzog, Olaf Henkel, Lothar Späth oder auch der Ex-Grüne und bislang bei der neuen Wunschpartei CDU noch nicht so recht angekommene Oswald Metzger … aber auch so gestandene Politgrößen wie (wieder einmal) Wolfgang Clement und „wissenschaftliche Kapazitäten“ à la (Un)Sinn, Straubhaar, Zimmermann, Rürup, Raffelhüschen etc. mit ihren vom Steuerzahler finanzierten Instituten und „Expertenkommissionen“ … funktioniert reibungslos und wird von den entsprechenden „Medienpartnern“ – bspw. PR-Agenturen oder neuerdings auch „Event-Agenturen“, aber vor allem „regulären und seriösen“ Medien (siehe unten) in massenwirksamer Art und Weise transportiert – also: in psychologisch ausgefeilte, eingängige Formate umgesetzt und dann auf allen Vertriebs- und Sendekanälen auf die – immer noch – allzu empfängliche Öffentlichkeit losgelassen.

Doch der Einfluss der in Deutschland federführenden Vertreter dieses neoliberalen Netzwerks reicht weit über die Funktion als reine Propagandamaschinerie und Meinungsmacher hinaus. McKinsey hat beispielsweise einen Vertrag mit der Bundesregierung und „berät“ diese in allen relevanten „staatlichen Unternehmens- und Reformbereichen“ … oder nehmen wir das Beispiel Roland Berger „Strategy Consultants“ … Genau wie McKinsey war auch dieses Unternehmen in der am 22.02.2002 eingesetzten „Hartz-Kommission“ vertreten (Jobst Fiedler). Zu dieser Kommission, die von der rot-grünen Regierungskoalition mit der Ausarbeitung für „Moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt“ beauftragt wurde, gibt es einen – zur Sache – sehr informativen Beitrag bei Wikipedia.

Ich denke nicht, dass man lange darüber nachdenken oder diskutieren muss, was die reelle Zielsetzung für diese 15-köpfige Kommission gewesen war, in der neben den Unternehmensberatern auch 2 Politiker, 2 Gewerkschaftsvertreter (IG Metal NRW und ver.di Bundesvorstand), 2 Wissenschaftler, der Präsident des hessischen Landesarbeitsamtes, der Generalsekretär des Zentralverbands Deutsches Handwerk (Schleyer) auch Vertreter von 5 Unternehmen (davon 4 Dax-Konzerne) vertreten waren. Das Ergebnis erfüllte die Erwartungen zweifelsohne umfassend, auch wenn es in der fachlichen Ausarbeitungen „so einige Fehler“ gab, die bis heute Anlass für zahllose Klagen und ähnliche Einschränkungen des Erfolgs hervorrufen … dafür wird die Reform aber fast parteiübergreifend von allen Parteien gelobt und für den berüchtigten „Aufschwung“ verantwortlich gemacht, der zwar angeblich mehrere Jahre lang durch Deutschland tobte, irgendwie bei der Mehrheit der Bevölkerung aber nie ankam … Ausgenommen ist in Bezug auf die im Bundestag vertretenen Parteien zurzeit nur DIE LINKE, während alle anderen, bei der politischen Realisierung der „Reform“ tatkräftig mitgewirkt haben. (Das bitte ich nur als faktische Feststellung und nicht etwa als „Freispruch“ für die LINKE zu verstehen, da diese sich bei einigen Regierungsbeteiligungen auf Landesebene in den neuen Bundsländern auch nicht als „Gegenmacht“ zum Neoliberalismus zu profilieren vermag … z.B. in Berlin).

Fest steht für mich allerdings – und ich bin mir ziemlich sicher, dass diese Meinung von vielen Menschen geteilt wird, dass die zentralen Fäden dieser neoliberalen Reformmaschinerie bei der INSM und der Bertelsmann Stiftung (siehe beides auch unten) zusammen. Beide sind beim Studium ihrer Seiten mit „höchster Vorsicht“ zu genießen, weil sie ihre tatsächlichen Ziele hinter einem Wust von „gemeinnützigen oder gemeinwohlorientierten Allgemeinplätzen“ zu verbergen versuchen … aber man kann wohl davon ausgehen, dass ihr Wirken zwischenzeitlich von immer mehr Menschen durchschaut wird?!? – Es ist außerdem erwiesen, dass sich beide als „Redenschreiber“ und Artikelproduzenten betätigen, deren Arbeit von Politikern ebenso gerne angenommen wird wie von einer Reihe von „seriösen Blättern und Nachrichtensendern“.

Damit sich niemand vernachlässigt fühlt, führe ich hier noch einige weitere Mitglieder der „Elite neoliberaler Vorbeter und Multiplikator-Plattformen“ vor, ohne jedoch näher darauf einzugehen … die Reihenfolge ist willkürlich und keine Darstellung meiner „Preferenzen“ 😉

  • Konvent für Deutschland – führt direkt zur Mitgliederliste des „Konventkreises“, für dessen Aktualität ich selbstverständlich keine Garantie übernehme (ist die aktuelle Seitenversion), aber ich denke die darauf erscheinenden Namen sprechen für sich, oder?
  • Frankfurter Zukunftsrat – siehe oben … Gründer Prof. Dr. Pohl und Prof. Dr. h.c. Roland Berger …
  • Konrad Adenauer Stiftung – mit ebenso aktuellem wie vielsagendem Vorstand
  • Ludwig Erhard-Stiftung – Aktualität? – aber in jedem Fall auch eine imposante Sammlung gängiger Namen (inkl. Ehrenvorsitzendem)
  • Friedrich Naumann Stiftung … umgezogen auf „freiheit.org“ – na wenn das nicht doppeldeutig ist, wenn man bedenkt für welche Art von Freiheit die Partei hinter der Stiftung eintritt?

Die Liste ließe sich noch eine Weile weiterführen, aber erstens habe ich keine Lust, unnötig viel Zeit in weitere diesbezügliche Recherchen zu investieren und zum anderen sollte die Aufzählung, die ja um die Mitglieder des „Stockholm Network“ zu erweitern ist, auch mehr als genügen, um zu verstehen, wie viele Leute sich in unzähligen Institutionen dieser Art tummeln und ihre ganze Schaffenskraft in den Dienst der Sache „Neoliberalismus – Neofeudalismus – und Wahrung des privaten Großeigentums“ – stellen.

Doch auch wenn der Neoliberalismus und seine menschenverachtende, marktradikale Ideologie derzeit in der Krise zu stecken scheinen, die so manchen zu der Hoffnung verleitet, dass er über kurz oder lang die Segel streichen müsse, darf man weder die dahinter steckenden Machenschaften noch die mehr oder minder wichtigen Vasallen dieser Heilslehre unterschätzen. Wie viel Macht sie besitzen und was sich damit anrichten lässt, erleben wir schließlich seit bald dreißig Jahren … und denken wir auch immer daran: Totgesagte leben länger!

Geballte Medienmacht … Meinungsmonopole mit weitreichenden Ambitionen

Darüber, dass die Medien als Schnittstelle zwischen der Machtelite und dem gemeinen Volk eine enorm große Bedeutung besitzen, dürfte kaum Uneinigkeit herrschen. Nichts ist für die Mächtigen der Welt wichtiger, als neben dem Strom des Geldes auch die „Frequenz des Denkens“ der Masse kontrollieren und in die gewünschten Bahnen lenken zu können. Hinzu kommt die immer weiter voranschreitende Expansion großer Medienkonzerne in andere Wirtschaftsbereiche (bevorzugt „Zukunfts- und Wachstumsmärkte“, die im Notfall auch neu erfunden und etabliert werden!). Der letzte Faktor, der Medien und ihre Einflussmöglichkeiten auf die breite Volksmeinung zu einem besonderen Machtinstrument macht (was ja auch alle bedeutenden „Führer“ seit Erfindung dieses Werkzeugs der Massenmanipulation gewusst und beherzigt haben), ist die oben bereits erwähnte Rolle des „Transportmittels“ für an anderer elitärer Stelle ersonnene Propaganda.

Hier bei uns erweist sich die Medienlandschaft schon reichlich komprimiert in Sachen Marktanteile und Einflusspotential … meines Wissens sind nur noch die nachfolgend aufgeführten Unternehmen von ernstzunehmender Bedeutung, wobei ich noch nicht so recht entschlüsselt habe, inwieweit sie auch untereinander verflochten sind (dass dies aber der Fall sein wird, kann man als gesichert ansehen, da ja auch in anderen Wirtschaftsbereichen die „Überkreuzbeteiligungen“ an der Tagesordnung sind) …

Wie genau die Marktanteile in den verschiedenen Sparten verteilt sind, habe ich bislang noch nicht eingehender recherchiert, aber es dürfte wohl zutreffend sein, dass ich die ersten beiden Positionen mit den Häusern Bertelsmann (Mohn) und Springer besetzt habe? Welche der beiden Machtkonzentrationen am meisten Anteil an der „lähmenden und hemmenden“ Meinungsmanipulation hierzulande besitzt, ist meiner Ansicht nach zumindest für den Medienbereich schwer zu sagen, da Bertelsmann zwar stärker aufgestellt ist und nach dem letzten mir bekannten Ranking als Nummer fünf der Medienkonzerne weltweit geführt wird … aber der Springerverlag ist mit seiner „Doppelspitze“ WELT und BILD, die beide jeweils auch in einer separaten Sonntagsausgabe und als Onlineformat angeboten werden, nach meinem Dafürhalten zweifelsohne „meinungsführend“. Gemeinsam haben beide, dass sie von „starken Frauen“ dominiert werden – Liz Mohn und Friede Springer, mit der ja auch unserer Super Außenkanzlerin Angela Merkel bekanntlich eng befreundet ist … wenn man den Medien Glauben schenken darf 😉

Für unser Land insgesamt ist aber ohne jede Frage der Bertelsmann-Konzern mit seiner „gemeinnützigen Stiftung“, welche 76,9 Prozent der Kapitalanteile hält – die restlichen 23,1 % der Anteile hält die Familie Mohn, die – trotz der Einrichtung einer „Verwaltungsgesellschaft“, in der die Familie die Hälfte der Sitze innehat – selbstverständlich auch die Stiftung kontrolliert. Alleine deshalb ist die Macht der Bertelsmann AG & Stiftung ungleich ernster zu nehmen, was sich ja durchaus auch in ihrem öffentlichen Auftreten als professioneller, nationaler und internationaler (Stichwort ist bspw. die jüngste „Empfehlung“ hinsichtlich der künftigen Außenpolitik des designierten Präsidenten Obama! – oder auch die Offensive „Lateinamerika“ (Venezuela), beispielsweise hier nachzulesen) „Politikberater“ ausdrückt. Als solcher ist sie in Deutschland auch nicht mehr wegzudenken und dürfte „als Stiftung“ seit ihrer Gründung im Jahre 1977 auf die eine oder andere Weise an allen nennenswerten politischen Reformvorhaben beteiligt (gewesen) sein.

Machtverstärkend kommt hinzu, dass die Bertelsmann AG bedeutend breiter aufgestellt ist und zusätzlich zu ihrem Hauptgeschäft auch noch die Arvato AG vorzuweisen hat, die bekanntlich ein unglaublich weites Geschäftsfeld abdeckt und sich auch als „private Dienstleistungsalternative zur herkömmlichen Kommunalverwaltung“ aufdrängt … anbietet (Stichwort: Privatisierung von Verwaltung und Gesellschaft). In Würzburg hat Arvato diesen Job mittlerweile schon übernommen, aber es ist schlechterdings nicht vorstellbar, dass sich der Machthunger und Darstellungsdrang dieses Unternehmens und seiner Besitzer damit schon erschöpft haben könnte.

Ob Bertelsmann, Mohn oder Arvato, man kann dieses vielfältige und umtriebige Unternehmen nur dann halbwegs einschätzen, wenn man sich mit seiner Geschichte auseinandersetzt. Teilweise hatte ich das ja schon getan – aber nur sehr oberflächlich. Viel tiefer in diese Materie einzudringen vermag ein Dokument, das ich hier mal direkt zum Einsehen und Downloaden anbiete, auch wenn man es bei der später noch zu verlinkenden Infoseite ebenfalls findet.

Das Dokument … einflussbertelsmannstiftung-doktorarbeit … ist eine veröffentlichte Doktorarbeit mit dem Titel: Untersuchung der politischen und gesellschaftlichen Einflussnahme der Bertelsmann Stiftung auf die Reformen im öffentlichen Bereich, stammt aus dem August 2007 und wurde von einer Absolventin des Studienganges Sozialpädagogik in Bremen verfasst … ihr Name: Susanne Schiller.

Wer kontinuierliche Informationen über die Arbeit (sehr wohlwollend ausgedrückt) der Stiftung wünscht, sollte regelmäßig die Seite Anti-Bertelsmann besuchen, die sich nach eigenem Bekunden der Aufgabe gewidmet hat, zur Kritik der Staatsmodernisierung durch das Wirken von Bertelsmann in der neoliberalen Ära beizutragen, was immer sie aufzudecken vermag. Und das ist bisher schon eine beachtliche Menge!

Bertelsmann (Mohn) ist damit sozusagen das Paradebeispiel eines erfolgreich nach Macht und immer neuen Geschäftsfeldern zur Profitmaximierung strebenden „Familienunternehmens“ (siehe oben!). Der Jahr für Jahr erzielte Umsatz, die nicht gerade unbedeutende „Steuersparvorteile der Stiftung“ und die rastlose Suche nach immer neuen Beteiligungsmöglichkeiten (denen gelegentlich natürlich auch der Abstoß von unproduktiven oder zu wenig Profit generierenden Besitzanteilen gegenübersteht) lassen mich den bedrohlichsten Faktor der Meinungsmanipulation von Bertelsmann ausgehend wahrnehmen. Womit die Manipulationsmacht einer BILD-Zeitung keineswegs kleingeredet oder gar ignoriert werden soll.

In jedem Fall ist diese Medienpower und ihre Verknüpfung mit allen möglichen sonstigen wirtschaftlichen, auch machtpolitisch relevanten Komponenten meiner Meinung nach eher dem Dunstkreis der globalen Eliten als den Mitläufern und Vasallen zuzuordnen, die sie mehr oder weniger öffentlich an der langen Leine durch die Manege des politischen Alltags führen!

Da diese Konstellation in anderen Ländern, insbesondere den USA und Australien, in etwas schwächerer Form aber auch in Frankreich und Italien besteht – wobei es bei den internationalen Beteiligungen zusehends schwieriger wird, die wahren Macher und Meinungskontrolleure auseinanderzuhalten, muss man die weitere Entwicklung auf diesem Gebiet sehr aufmerksam verfolgen und sich natürlich auch langsam von dem fatalen Irrglauben verabschieden, dass Medien heute immer noch vorrangig die Aufgaben wahrnehmen, die sie vor grauer Vorzeit mal zu einer (mehr oder minder) vertrauenswürdigen Informationsquelle für die Bürgerinnen und Bürger gemacht hatte!

Was in dieser Hinsicht alles im Argen liegt, erleben wir doch Tag für Tag, wenn wir die Nachrichten aus aller Welt lesen, hören oder sehen … und dann ins Internet schauen, wo wir mitunter diametral gegensätzliche Informationen zu den gleichen Themen finden. Von dem bewusst angestrebten Begleiteffekt der Irreführung und Ablenkung von nationalen Problemen mal ganz abgesehen, macht dies die großen Medienunternehmen praktisch zu unverzichtbaren Partnern der globalen Geld- und Machteliten – irgendwann vielleicht sogar einmal zu ernsten Konkurrenten. Ich kann mir allerdings nicht vorstellen, dass es uns kleinen und überflüssigen Normalbürgern irgend welche Vorteile bringen würde, wenn aus einer Kooperation im Schatten der Macht ein Kampf um Vorherrschaft werden sollte?!? Lieber jetzt aufwachen als irgendwann in einem noch schlimmeren Alptraum leben zu müssen!

Und last but not least … innere und äußere Einflüsse anderer Art

Darüber brauche ich jetzt nicht mehr allzu viel zu schreiben, weil es im Grunde genommen dieselben Kreise und Interessen sind, die ich schon im letzten Abschnitt ausführlich beschrieben habe. Nicht nur, aber aufgrund der „historischen Vorgeschichte“ vor allem in Deutschland sind die großen und auch die kleineren jüdischen Organisationen (Weltverband, Zentralrat der Juden in Deutschland und jüdische Gemeinden) natürlich erbitterte Gegner des Gedanken, dass Deutschland irgendwann seine vollständige Souveränität erlangen und das Volk im völkerrechtlichen Sinne die uneingeschränkte Selbstbestimmung zurückerhalten könnte.

Wie groß der Widerwille dagegen (oder die Angst davor?) ist, erleben wir immer wieder, wenn sich eine der einschlägig bekannten Stimmen erhebt, um etwas oder jemanden anzuprangern, der „zu deutsch gedacht oder geredet hat“, womit natürlich automatisch der Verdacht eines antisemitischen Hintergrunds einhergeht … auch dann, wenn nachweislich keine jüdischen Interessen tangiert werden und noch weniger eine offen gegen den jüdischen Glauben oder die Existenzberechtigung der Juden (sind ja faktisch kein Volk, sondern eine Glaubensrichtung / -gemeinschaft) gerichtete Feindseligkeit zu erkennen ist. Ich hatte ja schon deutlich gemacht, dass ich solche reale Attacken gegen einzelne Menschen oder Gruppen des jüdischen Glaubens ebenso sehr missbillige, wie jede andere Form der willkürlichen Gewalt … egal ob physischer, intellektueller oder emotionaler Art.

Aber es ist gerade diese „Dünnhäutigkeit“ der deutschen und globalen jüdischen Gemeinschaften, von der jeder in Richtung nationale Souveränität zuckende Funke rigoros angegriffen wird, insbesondere dann, wenn die eigentlich mit der Wahrung des „Existenzrechts Israels“ (weltweit) beauftragten Vertreter des Staates nicht prompt oder energisch genug darauf reagieren. Das erlebt man immer häufiger … wodurch die Politik und das scheinheilige Gutmenschentum der Medien, aber auch der Gesellschaft sofort gegen denjenigen oder diejenigen aufgebracht werden, die – in Wahrheit – nur gegen das rigorose Regime des Kapitals und alle davon herrührenden Ungerechtigkeiten (eben auch gegen das „deutsche Volk“) aufzubegehren wagen. Ich kenne diese unerträgliche Doppelmoral auch aus meinem persönlichen Bekanntenkreis … auch da gibt es Menschen, die alles, selbst die grausamsten Unmenschlichkeiten der israelischen Staatsführung oder des Militärs mit dem Argument rechtfertigen zu können glauben, dass sie ja das „ewig verfolgte Volk“ seien und deshalb notfalls auch das Recht eingeräumt bekommen müssten, sich „präventiv (wenn es sein muss, wie jetzt im Fall des Irans, auch mit einem massiven Atomschlag) gegen eventuell (oder auch nicht) kommende Bedrohungen oder Angriffe zu verteidigen“. Und außerdem … na ja. Sie wissen schon, unsereins muss als Deutscher sowieso den Mund halten, nach all dem, was WIR UNS im zweiten Weltkrieg geleistet hatten …

Nein, ganz im Ernst … ab einem gewissen Grad der überzogenen Reaktion auf kritische Äußerungen, die in der Regel weder den Tatbestand der Beleidigung oder Verleumdung erfüllen, noch für den objektiven Betrachter überhaupt eine zweifelhafte Äußerung in Richtung Judentum darstellen, muss einem eine derart geäußerte Empörung wie eine Zensur von missliebigen Wahrheiten vorkommen. Wie weit das geht und welche „Definitionen“ dabei teilweise angewendet werden, habe ich schon im letzten Abschnitt aufzuzeigen versucht – mehr brauche ich dazu sicher nicht anzuführen, da wir alle diese Beispiele kennen, zu denen ich auch immer häufiger kritische jüdische Stimmen aus meinem Umfeld vernehme. Ganz besonders im Zusammenhang mit den Zuständen und Vorkommnissen in den besetzten palästinensischen Gebieten.

Was wir auch seit Jahren erleben – wobei ich jetzt nicht die Zeitaufwenden möchte, für den Einzelfall zu eruieren, woher der jeweilige Auftrag oder die Produktionsmittel stammten – ist die unendliche Konfrontation mit Dokumentationen, Artikelserien, Buchveröffentlichungen oder gar Spielfilmen zum Thema „Drittes Reich“ oder „Nazideutschland“.

Bis zu einem gewissen Grad halte ich es ja auch für sinnvoll und wichtig, dass diese Epoche nicht in verklärender Vergessenheit versinkt … aber das Maß, in dem man dieses „historische Sendungsbewusstsein“ noch als einem seriösen Zweck gewidmet empfinden könnte, ist bereits weit überschritten. Und so muss ein kritischer Zeitgenosse … der, wohlgemerkt, sowohl den damaligen (1933-45) als auch den heutigen Geschehnissen mit kritischem Augenmaß begegnet … „irgendwann“ den Eindruck erlangen, dass auch diese Massierung von „Aufklärung und Erinnerung“ nur noch in Richtung Manipulation und Unterdrückung von abweichenden Gedanken- und Argumentationsströmungen zielt.

Mit „Geschichtsaufarbeitung oder Bildung“ hat das absolut nichts zu tun, weil es in dieselbe „Kerbe haut“, die ich schon im letzten Abschnitt – wie ich finde zu Recht – als Geschichtsklitterung und einseitige Propaganda zum Kaschieren von „gar nicht so anders anmutenden“ aktuellen Verhältnissen anprangerte!?

Aber damit möchte ich dieses Kapital auch langsam ausklingen lassen. Ich wiederhole gerne noch einmal, dass ich berechtigte jüdische Anliegen ebenso ernst nehme und verteidige wie jene jedes anderen Volkes oder jeder anderen Glaubensgemeinschaft – aber man muss konstatieren, dass dieses „argumentative Druckmittel“ geradezu wahllos und immer dann eingesetzt wird, wenn sich auch nur ein Anflug von nationalem Souveränitätsbegehren im deutschen Volk regt – und dass kann ich beim besten Willen und trotz meinem außerordentlich toleranten Wesen nicht gutheißen.

Abschließend zusammenfassendes Fazit

Auch wenn ich sicherlich das eine oder andere Detail übersehen oder auch einfach nur aufzuführen vergessen habe, denke ich schon, dass ich meine These zur Beantwortung der in dem Titel dieses Abschnitts verpackten Frage klar und umfassend genug dargelegt habe. Einiges von dem, was heute vielleicht nicht angesprochen wurde, kommt allerdings eventuell noch im nächsten Kapitel zur Sprache, in dem ich versuchen möchte, beide zuvor behandelten Thesen zusammenzufassen und meinen persönlichen Favoriten in Bezug auf eine umfassende Erklärung für unsere Lage als „deutscher Staat und deutsches Volk“ zu präsentieren.

Zum Abschluss möchte ich aber noch einmal eines meiner Kernargumente aufgreifen und dieses auch eventuell gegen meine Sichtweise positionierten jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern bis zum Erscheinen des kommenden Abschnitts zu bedenken geben.

Es wird irgendwann wirklich keine Rolle mehr spielen, von welchem kulturellen, ideologischen oder religiösen Ursprung wir abstammen, wenn jene Menschen, die sich selbst zu gottgleichen Eliten über den Rest der Menschheit erheben zu können glauben, ihre Manipulationen, ihre menschenverachtende Jagd nach Macht und Profit und nicht zuletzt ihre in den Georgia Guidestones für die Ewigkeit festgehaltenen Ziele der unwiderruflichen Verwirklichung zuführen. Deshalb sollten wir alle – Juden, Moslems, Hindus, Christen und sonstige Glaubensgemeinschaften – uns als Menschen vereinigen, um zum Wohle der Gesamtheit unserer Welt, in welcher die Spezies Mensch nur einen Baustein repräsentiert, gegen dieses inakzeptable, aller Vernunft und allen wahren menschlichen Werten zuwiderlaufende Ansinnen noch rechtzeitig als Einheit aller Menschen vorzugehen …

Zum Abschluss – „wie immer“ – noch die Möglichkeit, diesen Text als PDF-Dokument herunterzuladen

Zur Ergänzung des „letzten Updates“:

gedanken-zum-zustand-unseres-landes_update-4

Alle vier bisher veröffentlichten Abschnitte in einem Dokument:

gedanken-zum-zustand-unseres-landes-update_1-4

2 Antworten

  1. Zu den Organisationen und vielen der darin aktiven Mitglieder gibt es auch ein Wiki http://cammino.de/wiki. Mir fehlt jedoch die Zeit, dieses Wiki ständig zu aktualisieren.

  2. Hallo Cammino,

    vielen Dank für den Link – und die bereits investierte Arbeit und Zeit. Tolle Infos und echt ein Muss für jeden Wahrheitssucher in Sachen neoliberale Meinungsmanipulation!!
    Kann mir vorstellen, dass dieses Projekt enorm aufwendig ist und würde mir im Sinne einer weitreichenden Aufklärung der Bevölkerung über solche Organisationen und die in ihnen agierenden „Vordenker“ wünschen, dass Dir dabei mehr Unterstützung zuteil wird. Leider bin ich selbst „arg eingebunden“, aber von Zeit zu Zeit werde ich mich gerne mal einklinken und schauen, ob ich noch nennenswerte Informationen beitragen kann.

    Nochmals danke,
    mfG
    M. –> HDZ

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