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Gedanken zum Zustand unseres Landes … Teil II

Abschnitt 2:

Querverweise (Erklärungsansatz für oben) auf globale Entwicklungen und ihre „überführten“ Urheber

Bedingt durch eine leicht Überhand nehmende „Nebentätigkeit“ hat es nun doch länger als angekündigt gedauert, um den zweiten Abschnitt meiner „Gedanken zum Zustand unseres Landes … und des Restes der Welt“ fertigzustellen. Ich glaube zwar kaum, dass dies irgend jemandem aufgefallen ist – oder falls doch, dann hat es sicher niemanden gestört! 😉 Trotzdem möchte ich meine Gedanken auch weiterhin öffentlich präsentieren und gebe auch die Hoffnung nicht auf, dass sich darüber irgendwann und -wie doch noch ein Dialog zwischen den richtigen, umfassend für einen „Aufbruch zu neuen und sonnigeren Ufern“ für unsere Gesellschaft und Welt geeigneten Menschen befördern lassen könnte.

So viel der einleitenden Vorrede … halt – das heißt eines noch: da der zweite Teil noch länger ist als der erste, habe ich die bisherigen Ausführungen in einem PDF-Dokument zusammengefasst, das unter dem folgenden Link eingesehen oder heruntergeladen werden kann gedanken-zum-zustand-unseres-landeVorab eine Erläuterung und Empfehlung …

Wer sich einen ungefähren, aber recht tief in die Materie vordringenden Überblick über die weltweiten Machenschaften der „transkontinentalen Privatgesellschaften“ und der „supranationalen Organisationen“ verschaffen möchte, dem sei unbedingt das Lesen der folgenden Bücher von Jean Ziegler ans Herz gelegt.

Die neuen Herrscher der Welt (und ihre globalen Widersacher) … (Originalausgabe aus dem Jahr 2002)

6. Auflage aus dem Jahr 2005 … ISBN 978-3-442-15309-1

und

Das Imperium der Schande (Der Kampf gegen Armut und Unterdrückung) … aus dem Jahr 2005 …

ISBN 978-3-570-55019-9

Hierzu sei angemerkt, dass sich die o. g. Bücher auf die Situation der „Entwicklungsländer“ (also der ärmsten und „am wenigsten entwickelten“ Staaten der Erde) beziehen, die nach dem feudalistischen Kolonialismus und der „Zeitenwende“, welche der Zweite Weltkrieg und der „glorreiche Sieg der Alliierten unter US-amerikanischer Führung“ (einschließlich der ultimativen Machtdemonstration in Gestalt des Atombombeneinsatzes gegen Hiroshima und Nagasaki!) repräsentiert, von einem noch um Vieles schlimmeren „Militär- und Kapitalkolonialismus“ heimgesucht wurden, der sie beinahe ausnahmslos einer Form des schleichenden Untergangs anheimstellte, an dem insbesondere (wie sollte es auch anders sein) die ärmsten Bevölkerungsteile litten und in immer menschenunwürdiger werdenden Weise zu leiden haben.

Dennoch eignen sich diese Bücher ganz hervorragend dazu, auch die Entwicklungen zu analysieren und zu verstehen, die – in ihrer ultimativen Form und für jeden Menschen ohne „systemkonforme oder obrigkeitshörige Scheuklappen“ unübersehbar – seit gut zwanzig Jahren auch über Deutschland, Europa und andere „westliche Industrienationen“ hereinstürmen. Das „Beispiel“, dem die Verantwortlichen bei der Beförderung und Legalisierung dieser Entwicklungen in blindem Gehorsam und zum Vorteil der jeweiligen „nationalen Eliten“ folgen, sind unbestreitbar die Vereinigten Staaten von Amerika. Sinnigerweise ist es auch diese Nation, die in der weltweiten kapitalistischen und menschenverachtenden Ausbeutung das Oberkommando führt – allerdings nicht nur im Namen und Auftrag der US-amerikanischen Hochfinanz, wie immer wieder gerne eingrenzend behauptet wird, sondern nach den Drehbüchern, die von der globalen Geld- und Machtelite in Auftrag gegeben und von zahlreichen Wirtschaftswissenschaftlern unterschiedlicher Fachbereiche geschrieben wurden.

Das sollte man schon unbedingt hervorheben, denn meiner Ansicht nach sind die USA und in etwas abgewandelter Weise auch der Staat Israel nichts anders als aggressive und skrupellose Speerspitzen dieser elitären globalen Herrscherkaste … als taktische Kriegskeulen dem Kampf um die ultimative Weltherrschaft zugedacht!

Fakt ist aber unabhängig von dieser subjektiven Meinung, dass man die Informationen, die Jean Ziegler in seinen Büchern zusammengetragen und der Leserschaft zur Kenntnis gebracht hat, problemlos auch auf die „neoliberalen Reformen“ (bspw. und in besonderem Maße hierzulande) angewendet werden und eröffnen dann, wenn man dies ohne Einschränkung (die absolut nicht angebracht wäre) auf die Folgen der „historischen politischen Wende“ von 1982/83 anwendet, auch von politischer oder medialer Propaganda losgelöste Einsichten in die dahinter verborgenen Ziele und Zwecke.

Wie ich bereits in den vorausgegangenen Artikeln zum selben Themenkomplex in den Raum zu stellen wagte: die Globalisierung hatte ihre historischen Wurzeln im „alten Europa“ und damit wurde auf dem Umweg über die USA – wo sämtliche „wissenschaftliche und ökonomische Rahmenbedingungen“ umfassend den Wünschen der obersten Auftraggeber entsprechend optimiert wurden – erst die so genannte „Dritte Welt“ unterjocht, bevor sie nun, nachdem das gesteckte Ziel weitestgehend erreicht wurde, in der finalen Phase in Sachen „New World Order“ zu ihrem Ausgangspunkt zurückkehrt. Die vorbereitenden Maßnahmen wurden seitens der Politik (insbesondere der EU-Politik) auch nahezu abgeschlossen und in gemeinsamer Anstrengung bemüht man sich nun, das letzte Hindernis aus dem Weg zu räumen und die faktische Einrichtung einer Kapitaldiktatur mittels Durchboxen der als „Reformvertrag von Lissabon“ kaschierten EU-Verfassung sicherzustellen.

Insofern ist die Botschaft der oben angeführten Bücher nicht nur wichtig, sondern für das Verstehen der hinter allen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen „Reformen“ steckenden Intentionen unabdingbar!

In diesem Zusammenhang und allgemein in Bezug auf die „Weltwirtschaft“ ist es auch unabdingbar, sich mit dem „Phänomen Neoliberalismus“ eingehender zu befassen. Zu diesem Thema gibt es ungemein viel Literatur, aber ich empfehle dennoch explizit ein Buch, das ich selbst gelesen habe und die Komplexität dieser „Wirtschafts- und Gesellschafts- respektive verkürzt Marktideologie“ sehr anschaulich aufschlüsselt …

Kritik des Neoliberalismus … Jahrgang 2007 … ISBN 978-3-531-15185-4

Das Buch ist in vier Themenbereiche unterteilt, jeder von einem anderen Autor verfasst:

Dr. Ralf Ptak – „Grundlagen des Neoliberalismus“

Tim Engartner – „Privatisierung und Liberalisierung – Strategien zur Selbstentmachtung des öffentlichen Sektors“

Prof. Dr. Christoph Butterwegge – „Rechtfertigung, Maßnahmen und Folgen einer neoliberalen (Sozial-) Politik“

Dr. Bettina Lösch – „Die neoliberale Hegemonie als Gefahr für die Demokratie“

Gerade wegen der Kombination der Themen bietet das Buch einen sehr eingängigen und die „Perfektion des Systems“ aufzeigenden Überblick, den man sich unbedingt verschaffen sollte, um im Zusammenwirken mit den globaleren Informationen der Bücher von Ziegler mit letzter Konsequenz erfassen und begreifen zu können, was für ein gewaltiges Machträderwerk aufgebaut wurde, das zunehmend nachhaltiger auch direkten Einfluss auf die „Bevölkerungen der reichen Länder“ ausübt. Und zwar mit der gleichen menschenverachtenden Raffgier und arroganten Selbstverständlichkeit wie bei der erpresserischen globalen Kapitalkolonialisierung der Dritten Welt!

Ich wage hier und jetzt zu behaupten, dass bereits das Studium nur dieser drei Bücher, das man aber gerne je nach Interessensschwerpunkt uneingeschränkt erweitern kann (durchaus auch im Internet und kostenlos!), nahezu alle Lügen und propagandistischen Anstrengungen zu widerlegen vermag, mit denen die Erfüllungsgehilfen der Geld- und Machteliten ihre Völker (und Volkswirtschaften) wissentlich betrogen, verraten und verkauft … insbesondere aber „ruhig gestellt“ – oder präziser: dumm und folgsam gehalten haben. Nicht zuletzt unsere politische Klasse, die man aufgrund der nicht weg zu diskutierenden weltpolitischen und weltwirtschaftlichen Zusammenhänge als natürliche und in eigenem Interesse (aber wohlweislich NICHT in Eigenverantwortung) handelnde Verbündete der mächtigsten Marionetten dieser globalen Elite bezeichnen muss und darf!

Allerdings soll und darf im Zusammenhang mit „unserem Land“ nicht unter den Teppich gekehrt und/oder übersehen werden, dass „für uns“ ganz andere Gesetze gelten. Das betrifft zum einen die bereits erwähnte politische Klasse, die sich in der von den Siegermächten nach dem Zweiten Weltkrieg aufdiktierten „Demokratie nach angloamerikanischem Vorbild“ zwar unterzuordnen hatten, es aber auf herausragende Weise verstanden haben (spätestens mit dem Parteien- und Parteifinanzierungsgesetz), sich selbst zu Gewinnern der Unterdrückung und Quasi-Enteignung zu machen, die „hinten herum“ und absolut völkerrechtswidrig gleichzeitig mit der „Geburt“ der BRD über das deutsche Volk verhängt wurde.

Aus diesem Grund muss man beim Aufzeigen der globalen Entwicklungen, die den Siegeszug des marktradikalen Neoliberalismus und dem praktisch parallel dazu verlaufenden Demokratieabbau (durch „Neudefinition des Begriffes Demokratie im Sinne der globalen Geld- und Machteliten“), auch mit den beiden Weltkriegen und deren unmittelbaren Folgen für unser Land, uns alle als dessen aktuelle Bevölkerung und nicht zuletzt auch die gesamte Gesellschafts-, Wirtschafts- und Menschheits- (Welt-)Geschichte beginnen.

Zum Thema „politische Klasse und Parteienstaat“ empfehle ich zuvor und einleitend zuguterletzt noch ein weiteres Buch, das man schon mal gelesen haben sollte, um sich eine fundierte Meinung bilden und über dieses Thema mitdiskutieren zu können … meine überzeugte Empfehlung bezieht sich zwar vorrangig auf die relativ schonungslose Darstellung unserer „politischen Klasse“ und deren schwer zu ertragende Selbstversorger-Mentalität, das aber mit ausgesprochenem Nachdruck!

Die Deutschlandakte von Hans Herbert von Arnim … Jahrgang 2008

ISBN 978-3-570-01024-2

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Globale Entwicklungen mit direktem Einfluss auf die Gegenwart … 1914 bis 1945

Ich halte den Abschnitt der deutschen Geschichte von 1914 bis 1945 zwar für immens wichtig, aber aus zwei Gründen möchte ich mich nur ansatzweise damit befassen, eben so weit, wie ich es zur Darstellung meines Standpunktes unbedingt für erforderlich halte.

Der erste Grund ist, dass für eine umfassende und objektive Behandlung der Thematik zunächst eine Bereinigung der überlieferten „Geschichte der Sieger“ erfolgen muss, bei der langsam und überaus sorgfältig die wirklichen Zustände und Abläufe aufgedeckt werden müssen, die so kurz hintereinander zu zwei Jahrhundertkriegen führen konnten und mussten. Was das angeht, sind zwar schon viele Informationen im Internet unterwegs, aber erstens sind nicht alle „hilfreich“ und führen den „unbedarften“ Studierenden sehr leicht in eine gefährliche Irre – und zweitens ist die ungeschönte öffentliche Darstellung der Fakten hierzulande (zumindest „mehr als überall sonst“) eine „juristische Gratwanderung“, worauf ich im nächsten Abschnitt noch einmal gesondert eingehen werde.

Der zweite und fraglos gewichtigere Grund ist jedoch, dass auch der Umgang mit dieser dunkelsten Epoche in der deutschen Geschichte ganz und gar in der Hand des „Mainstreams“ ist, der seinerseits wiederum durch dieselben Meinungsmacher geprägt und dominiert wird, die auch das neofeudalistische und definitiv immer mehr diktatorische Grundzüge annehmende Feld der Wirtschafts- und Gesellschaftsideologie beherrschen. In Verbindung mit dem vorgenannten Grund ist es praktisch nicht möglich, öffentlich über diese Thematik zu diskutieren und damit eine reelle Geschichtsprüfung voranzubringen. Das liegt zum Teil sicherlich auch an der (auch aus meiner Sicht) nicht eben glücklichen und zielführenden Vorgehensweise mancher Geschichtskritiker, zum überwiegenden Teil aber an der dominanten Präsenz von systemkonformen und Scheuklappen in $- oder €-Form tragenden Experten und Medienkonzernen. – Aber dazu, wie gesagt, eventuell später noch etwas mehr.

Für meine Behandlung dieser Zeit und ihrer (absolut gewollten und gezielt herbeigeführten) Konsequenzen ist es weder erforderlich noch sinnvoll, sich mit der ultimativen Frage zu beschäftigen, wer nun die Weltkriege verursacht und letzten Endes von ihren Folgen am nachhaltigsten profitiert hat – und bis zum heutigen Tag immer noch profitiert. Die Frage nach den wahren Verursachern (Schuldigen) und ihren Motiven und Intentionen sollte besser in einer separaten Abhandlung thematisiert werden, da dieser Aspekt alleine schon Material für wenigstens einen gewaltigen Wälzer, wenn nicht gar eine ganze Reihe liefern dürfte.

Worauf es mir ankommt, ist, die unübersehbaren Querverbindungen zwischen diesen (allen) Kriegen und den ebenso zu beklagenden wie zu verurteilenden Begleiterscheinungen des Neofeudalismus’, des entfesselten Weltkapitalismus aufzuzeigen. Wie ich bereits in meinem Blogeintrag Weltwirtschaftskrise … auszuführen wagte, ist der Umstand schwerlich zu verleugnen, dass man schon mit Blindheit geschlagen sein muss, wenn man die Zusammenhänge nicht entdeckt und auch erkennt, die fraglos zwischen der „Sache mit der Federal Reserve Bank (ihrer „Entwicklungsgeschichte“ und letztendlichen Gründung), dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs, der Weimarer Republik und der damit einhergehenden Wirtschaftskrise und Hyperinflation hierzulande und weltweit, sowie dem „zufällig“ zeitgleich mit dem Aufkommen der neoliberalen Thesen verlaufenden Erstarken der Nationalsozialisten, das im Januar 1933 bekanntlich zum Wahlsieg von Hitlers NSDAP führte und damit den – meiner Ansicht nach – nicht von diesem, sondern „anderweitig“ längst geplanten Zweiten Weltkrieg ermöglichte.

Unzweifelhaft war der Ausgang des Ersten Weltkriegs (über den man fraglos nicht weniger kontrovers diskutieren kann) und die anschließende Demütigung und maßlose Ausbeutung à la „Vertrag von Versailles“ nicht alleine auf die Rachsucht der beinah untergegangenen „Weltmächte“ Frankreich, Großbritannien und – mit Abstrichen – Russland zurückzuführen, sondern vorrangig auf die während des Krieges bei den führenden Banken angehäuften Kriegsschulden. Diese wurden einfach mal so auf die ohnehin schon horrenden Reparationsforderungen drauf gerechnet und dem deutschen Volk aufgebürdet. Hier muss man die Profitinteressen der besagten Banken an erster Stelle nennen und kann deshalb auch nicht verleugnen, dass die nachfolgenden Leiden des Volks des „besiegten Aggressors“ nicht nur gewollt, sondern auch demselben Profitstreben geschuldet waren. (Wie alle „Kriegskosten“ und menschlichen und/oder wirtschaftlichen Konsequenzen des Krieges).

Es ist fraglos richtig, wenn man als Teilbegründung für den rasanten Aufstieg der NSDAP (nicht zu vergessen: mit tatkräftiger Unterstützung der damals etablierten politischen Parteien und sicher auch durch den eher halbherzigen und zudem zerstrittenen Widerstand der wenigen politischen Widersacher) nicht nur das erbärmliche Elend annimmt, in welches das deutsche Volk getrieben wurde, sondern auch die Entwürdigung und menschenverachtende Ausbeutung der Siegermächte. Beides zusammen ergab einen fruchtbaren Nährboden für Hitlers „Aufbruchs-Propaganda“ und man wird heute wohl nicht mehr darüber diskutieren müssen, dass sein Selbstvertrauen genau so wie seine Überzeugung nicht zuletzt daher rührten, dass er sich der Unterstützung sehr mächtiger „Förderer“ in den Eliten aller maßgeblichen Länder (einschließlich Deutschland!) sicher sein konnte. – Die wollten ihn nicht nur als Garant der kapitalistischen Lebensart gegenüber dem bolschewistischen Kommunismus, sondern in erster Linie als ihren „Vollstrecker“ auf dem Weg zur Weltherrschaft … wie alle Despoten, Diktatoren und sonstigen Schachfiguren oder auch Marionetten in der jüngeren Weltgeschichte (ab etwa Mitte bis Ende des 18. Jahrhunderts).

Dass die Geld- und Machteliten keine nennenswerten Probleme mit dem Inhalt des Machwerks „Mein Kampf“ hatten, das doch eine sehr genaue Vorstellung davon hätte vermitteln sollen, was passieren muss, wenn man einem Menschen wie Adolf Hitler derart viel Macht in die Hand gibt, zeigt auch zumindest eine bemerkenswerte Begleiterscheinung der, wie bereits ausgeführt, rein zufällig gleichzeitig aufkommenden Neoliberalismusthese … darüber ließe sich sehr viel schreiben, aber ich möchte mich bewusst auf diese eine „Anekdote“ beschränken, die ich dem eingangs erwähnten Buch „Kritik des Neoliberalismus“ entnommen habe.

Ich beziehe mich auf die Passage Seite 17ff – 18, in der Dr. Ralf Ptak die „ordo- oder neoliberale These“ anhand eines Argumentationsbeispiels der wirtschaftsliberalen Ökonomen Walter Eucken und Alexander Rüstow zumindest ansatzweise in die Nähe zum Nationalsozialismus rückt (ob gewollt oder von mir falsch interpretiert, sei mal dahingestellt, aber von der Hand zu weisen ist der Gedanke sicher nicht). Ich ziehe die relevanten Aussagen zusammen:

Zitat:

Ein scharfer Angriff der wirtschaftsliberalen Ökonomen Walter Eucken und Alexander Rüstow auf die Weimarer Republik bildete den Gründungsakt des deutschen Neoliberalismus. Eucken führte die Weltwirtschaftskrise in einem 1932 erschienen Aufsatz maßgeblich auf den Einfluss der „chaotischen Kräfte der Masse“ in Staat und Gesellschaft zurück. […] Verantwortlich für die Erlahmung der Wirtschaft und die Massenarbeitslosigkeit sei die Entwicklung zu einem Staat, der zur „Beute“ von „gierigen Interessenhaufen“ werde. […] Als Lösung des Problems favorisierten die neoliberalen Protagonisten in Deutschland …!… – wohlgemerkt: 1932, vor dem Hintergrund des Aufstiegs der NSDAP – …!… einen „starken Staat“, der mit großer Machtfülle ausgestattet einem übergeordneten Gesamtinteresse Geltung verschaffen sollte, um so den Einfluss der Parteien und Gewerkschaften zurückzudrängen.

[Anm.: Hintergrund ist die Behauptung, die Weltwirtschaftskrise von 1929 und ihre Folgen seien nicht auf „Marktversagen“ sondern auf „Staatsversagen“ zurückzuführen … nach unserem „heutigen Kenntnisstand“ in Sachen Krisen und deren Zustandekommen, war das damals genauso hirnrissig und falsch wie es heute ist!]

Zitat Ende und Zwischenfrage: wenn man vor allem den letzten Satz, der auch meine Behauptung des angestrebten Ziels der unsichtbaren Strategen im Hintergrund – egal auf welchem Weg und zu welchem Preis für die Allgemeinheit – untermauert, für sich alleine nimmt, was konnte damit denn anderes gemeint sein als eine Diktatur, wie sie kurze Zeit später durch die Installierung eines Adolf Hitlers als demokratisch gewählten und legitimierten Despoten eingeleitet wurde?

Noch einen Tick klarer tritt das im direkt folgenden Textabschnitt hervor …

Zitat:

Rüstow erwog gar die Außerkraftsetzung der gerade erst geschaffenen Demokratie, in dem er in Anlehnung an den führenden Staatsrechtler im Nationalsozialismus, Carl Schmitt, „eine befristete Diktatur“ empfahl, „sozusagen eine Diktatur mit Bewährungsfrist.“

[Anm.: A. Rüstow, Diktatur innerhalb der Grenzen der Demokratie, Dokumentation des Vortrags und der Diskussion von 1929 an der „Deutschen Hochschule für Politik“ in: Vierteljahreshefte für Zeitgeschichte I/1959 S. 91) […]

Zweck dieses starken Staates sollte es sein, den Einflussbereich des Parlaments durch eine Trennung der beiden Sphären Wirtschaft und Gesellschaft massiv zu begrenzen und so wirtschaftspolitische Eingriffe zur Beeinflussung der Marktprozesse und ihrer Ergebnisse zu unterbinden. – Sieht man einmal von der offenen Sympathie für ein (befristetes) diktatorisches Element ab, hat diese Art der Krisenanalyse bis in die Gegenwart Gültigkeit für die Neoliberalen.

[Vergleiche z. B. die Vorbemerkung der Schriftleitung des ORDO, den Theorieorgan des Ordoliberalismus, zum Wiederabdruck des Aufsatzes von Walter Eucken von 1932, in: ORDO, Bd. 48 (1997), S. 3 f)

Zitat Ende.

Natürlich waren Walter Eucken (gilt als Begründer der „Freiburger Schule“) und Alexander Rüstow nicht die einzigen Protagonisten des Neoliberalismus in den 1920er und 30er Jahren – viel bedeutender waren, wenn man die „Geschichte des Neoliberalismus“ betrachtet, die Herren aus der „Österreichischen Schule“ – namentlich Ludwig von Mises und Friedrich August von Hayek, die ihre Hauptarbeit bekanntlich in die USA verlegten und maßgeblich am Auf- und Ausbau der „Chicagoer Schule“ beteiligt waren, die später vor allem mit dem Namen Milton Friedman verknüpft wurde. – Allen gemeinsam war und ist auch heute noch, dass sie ihre extensiven Forschungen und ihre aufwendige Publikations- und Lehrtätigkeit nur betreiben konnten, weil sie von Anfang an von „wohlhabenden Menschen“ finanziell unterstützt wurden, in deren Auftrag sie arbeiteten … wenn man das begreift und anerkennt, was nicht so schwer ist, wenn man sich vor Augen führt, wie bis in die heutige Zeit wissenschaftliche Forschung außerhalb von staatlichen Institutionen (oftmals auch innerhalb von diesen) „finanziert“ wird und nach welchen Kriterien „Forschungsaufträge“ vergeben werden, dann muss einem schon bewusst werden, a) wer diese großzügigen Mäzene gewesen waren und b) dass sie damals wie heute nicht nur ambitionierte und teilweise leicht selbstverliebte Wissenschaftler auf ihre Lohnliste genommen hatten!

Weiter möchte ich in diese Thematik gar nicht vordringen. Nur zusammenfassen und mit der „Wirtschaftsgeschichte“ sowie mit der heutigen Situation verbinden möchte ich, dass es immer die Interessen der mächtigsten Menschen auf Erden gewesen sind, die darüber bestimmten, was in der Welt passierte – Kriege nebst schrecklichen Schäden und horrenden Kosten sind da nicht auszunehmen, weil sie seit jeher die Domäne jener Kreise waren, welche das Geld und dessen Strom kontrollieren! Also noch einmal … „Zerschlagung der Kartelle“ in den USA – Konzentriertes Hinarbeiten auf und letztlich Gründung der FED – 1. Weltkrieg – Versailles – Weimarer Republik – Weltwirtschaftskrise 1929 inkl. nachfolgender Hyperinflation und Massenarbeitslosigkeit in Deutschland – Neoliberalismus – NSDAP / Hitler – 2. Weltkrieg … das sind die Zusammenhänge, die zuguterletzt mit den Abwürfen der Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki die Konstellation schufen, mit der die USA (und mit kurzer Verzögerung auch der Staat Israel) als wichtigste Machtelemente des 1944 und 1945 erschaffenen „neuen Imperiums“ installiert wurden.

Um dieses „Bild“ präziser zu zeichnen, müsste man jetzt auch noch tiefer in den Themenkomplex „Bretton Woods“, UNO, Internationaler Währungsfond und Weltbank eindringen – und selbstverständlich auch auf den Umstand eingehen, dass die „große Verteilung des besiegten Deutschen Reichs“ ebenfalls schon Monate zuvor begann, als die letztgültige Niederlage desselbigen noch nicht abschließend festgestellt werden konnte. – Dies alles ist aber einerseits nur in sehr umfassender und schlüssiger Form möglich und wird andererseits durch die bereits thematisierte Problematik erschwert, dass die derzeit „gültige Geschichtsschreibung“ nur äußerst ungenügend die damals wirklich abgelaufenen Geschehnisse und Entwicklungen widerspiegelt …

Globale Entwicklungen … nach Ende des 2. Weltkriegs bis 1989

In den vergangenen 26 Jahren, in denen ich mir meinen persönlichen Weg durch das Labyrinth der Weltgeschichte und Weltpolitik zu suchen versuchte, habe ich häufig mit Menschen gesprochen, die mir am Ende die Frage entgegenhielten, ob die Welt „heute eine andere wäre“, wenn „Hitler den Krieg damals nicht verloren hätte“ … in jüngeren Jahren war es mir immer sehr leicht gefallen, diese meist von älteren Mitmenschen vorgebrachte Frage mit einem klaren, inbrünstigen „Nein“ zu beantworten und in gewisser Hinsicht ist das auch heute noch so, da ich – Geschichtswahrheit ja oder nein – das „braune Experiment“ aus tiefstem Herzen verurteile und jeden Versuch zurückweise, es mit anderen Namen und einem anderen Gesicht versehen erneut in Angriff nehmen zu wollen.

Aber … seien wir doch mal ehrlich: hat sich unsere Weltgesellschaft unter der Oberhoheit der Weltmacht USA wirklich so verändert, dass man die Grundlagen der oben genannten Fragen ebenso kategorisch zurückweisen kann? Da muss ich nun doch erhebliche Zweifel anmelden.

Es beginnt für mich schon mit der Legende von den heldenhaften, untadeligen und großherzigen amerikanischen „Befreiern“ – was sie vor der Weltgeschichte nur werden konnten, weil sie sich vorab mit den anderen drei „Siegermächten“ einigten. Wäre es nach den „Gesetzen des Krieges“ gegangen, wäre die Sowjetunion als oberste Siegermacht hervorgegangen, weil es ihr überlassen geblieben war, die deutsche Hauptstadt einzunehmen. Doch das ist wirklich nur ein verhältnismäßig unbedeutendes Fragment einer insgesamt äußerst fragwürdigen Geschichtsschreibung, viel bedeutsamer ist, was die US-Amerikaner tatsächlich in und mit Deutschland veranstaltet haben und nach wie vor treiben!

Schauen wir doch einfach auf eines der Kernziele der Besatzer … die „Entnazifizierung“, für die eigens das große Schauspiel der Nürnberger Prozesse inszeniert und nach allen Regeln der Hollywood-Kunst aufgeführt wurde. Wenn das, was das besagte Wort eigentlich ausdrückt, tatsächlich verfolgt worden wäre, dann hätten a) nicht praktisch alle an der deutschen Kriegsführung partizipierenden und verdienenden Konzerne überleben dürfen und b) nicht unzählige Nazis (ob sie nur Mitläufer oder an den Machenschaften des NS-Regime maßgeblich beteiligt waren, sollte man einer späteren, dafür aber schonungslosen Aufarbeitung überlassen) in alle staatsrelevanten Bereichen (Politik, Justiz, Wissenschaft und auch in den Medien) übernommen werden dürfen. Das war aber in einem geradezu exzessiv zu nennendem Maße der Fall! Zahlreiche dienstbare Geister der Nationalsozialisten schafften es in die Politik und wurden zu Beratern und engsten Vertrauten (zumindest) der ersten „bundesdeutschen“ Regierung … einige hielten sich noch sehr lange und wurden später auch nur aufgrund von eigenen „Indiskretionen“ oder falsch verstandener Loyalität von demokratischen Weggefährten enttarnt.

Verglichen mit jenen Machenschaften, die rund um die Besatzung (angeblich zur Wiederherstellung und Stabilisierung der öffentlichen Ordnung), die „Feindstaatenklausel“, die alle „bundesdeutschen“ Regierungen unterzeichnen und damit das nach wie vor existierende Deutsche Reich [womit per Definition aber nicht nur das Dritte Reich gemeint war, was skeptische Zeitgenossen schon stutzig werden lassen sollte!] als Feind anerkennen müssen, aber auch den so hoch gelobten „Marshall-Plan“ zum Wiederaufbau der deutschen Wirtschaft abliefen, ist dieser vorgenannte Umstand trotz seiner signifikanten Beweiskraft hinsichtlich der keineswegs energisch betriebenen „Entnazifizierung“ wirklich nur eine vernachlässigbare Nebensächlichkeit!

Die USA haben nie einen Krieg geführt, in dem es um die „Befreiung“ von Völker ging, die von irgendwelchen Despoten geknechtet wurden – sie haben „außerhalb ihrer Nation“ jeden Krieg unverkennbar der Schaffung und dem kontinuierlichen Ausbau ihres Machtimperiums gewidmet … was innerhalb der allgemeinen Kriegsgeschichtsschreibung zwar keine erwähnenswerte Ausnahme repräsentieren mag, im Zusammenhang mit der Weltgeschichte nach 1945 aber doch eine besondere Relevanz erhält. – Deutschland (gleich welche Staatsbezeichnung) ist in den Augen der USA und mehr noch in jenen der wahren Machteliten und Strippenzieher wenigstens bis 1918 eine „Bedrohung“ gewesen, die sie mit allen nur denkbaren Mitteln aus dem Weg räumen wollten. Dafür dienten die beiden Weltkriege und insbesondere die Installation der USA als „dem Frieden, der Freiheit und der Demokratie verpflichteten“ Supermacht.

Wenn man dieses Unterfangen nur am Ausgang des Zweiten Weltkriegs festmacht, muss man anerkennen, dass dieses Vorhaben perfekt und erfolgreich verwirklicht wurde … muss aber auch hinzufügen, dass dies nur dank einer der Macht verfallenen und von Anfang an nur die eigenen Interessen verfolgenden politischen Klasse erreicht werden konnte, die – ob aus Dankbarkeit oder wenigstens teilweise Unterwerfung, das mag jede/r Leser/in nach dem eigenen Wissen und den eigenen Erfahrungen selbst beurteilen – bei dem perfiden Spiel mitmachten, das man sicherlich sehr treffend mit der Kernaussage des berühmt-berüchtigten „Morgenthau-Plans“ umschreiben kann, das da lautete „Germany must perish“ … Deutschland muss untergehen

Faktisch stützte sich der Plan des damaligen US-Finanzministers auf die Punkte …

a) Demilitarisierung Deutschlands

b) Umwandlung des Landes in ein Agrarland

c) Demontage der deutschen Industrie

d) Stilllegung oder Zerstörung der Bergwerke

e) Gebietsverluste und Aufteilung Deutschlands in einen nord- und einen süddeutschen Staat

f) Internationalisierung von Rheinland und Ruhr

Leider habe ich keines der Bücher gelesen, die später „zur Erklärung und Rechtfertigung“ des Plans geschrieben wurden, aber „laut Wikipedia“ unterscheidet sich die „Motivation“ des Herrn Henry Morgenthau ebenso wenig wie seine Ausdrucksweise kaum von jener des Herrn Theodore Kaufman, deshalb habe ich dessen niedergeschriebene Vorstellungen zum download bereitgestellt.

Wie es in „unserer Geschichtsschreibung“ üblich ist, ist es so gut wie unmöglich, konkrete Aussagen zu finden, die sich mit dem Umstand beschäftigen, warum diese Pläne letztendlich nicht umgesetzt wurden. Als „ziemlich sicher“ kann aber angesehen werden, dass es mindestens zwei Gründe dafür gab, derentwegen die „jüdische Extremvariante“ abgelehnt wurde.

1.) den Umstand, dass diese Pläne so grausam mit der deutschen Bevölkerung umzuspringen vorsahen, dass die Gräueltaten des nationalsozialistischen Regime früher oder später davon überschattet hättet werden können, was unter anderem auch dem Holocaustgedenken (sehr wohlwollend ausgedrückt) und der stets gerne angewandten Generalkeule des Antisemitismus schwer abträglich gewesen wäre!

2.) Wegen der Spaltung Europas in einen „demokratischen Westen“ und einen „kommunistischen / sozialistischen Osten“ (welche allerlei Vorfällen und Missverständnissen kurz vor und nach Kriegsende angelastet wurde, in Wahrheit aber wohl eher dem Grundplan in Sachen „Neue Weltordnung“ entsprungen sein dürfte“) benötigte das „US-amerikanische Imperium“ einen Puffer zwischen seinem und dem kommunistischen Machtblock. Ob dies wirklich der um Sicherheit bemühten Abschottung oder vielleicht doch mehr der „Konservierung des aufgebauten Feindbildes“ dienen sollte, sollte jeder für sich selbst beantworten.

Der Marshall-Plan, der aus denselben vorgegebenen Gründen für alle westeuropäischen (demokratischen) Staaten aufgelegt und dem wirtschaftlichen Wiederaufbau zugedacht wurde, muss auch als diesen Zielen geschuldet angesehen, gleichzeitig aber auch „US-amerikanischen“ Absichten zugeschrieben werden, bis zum Sanktnimmerleinstag von ihrem historischen militärischen Triumph profitieren zu können! (Das ist ja auch heute noch der Kernpunkt imperialistischer US-amerikanischer Weltpolitik und Kriegsführung, wobei ich auch an dieser Stelle erneut darauf hinweisen muss und möchte, dass dem allen natürlich nicht nur „US-amerikanische“ Interessen zugrunde liegen, sondern jene der globalen Geld- und Machteliten!)

Von diesem Standpunkt aus betrachtet kann es auch nicht verwundern, dass es zum „deutschen Wirtschaftswunder“ kommen konnte und aus diesem bis etwa Mitte, maximal bis Ende der 1960er Jahre auch mehr oder weniger die gesamte Bevölkerung Nutzen ziehen konnte … erst als die Bedürfnisse der europäischen Verbraucher weitestgehend gedeckt waren und nicht mehr auf Bedarf, sondern auf „Vorrat“ (und für den Export) produziert wurde, was logischerweise mit der Konsequenz einherging, dass die Wachstumsspirale nicht mehr ganz so steil in den Himmel schießen konnte, mussten andere Mittel und Wege gefunden, etabliert und mit aller Gewalt durchgesetzt werden … und damit nahte auch die Stunde des Neoliberalismus, nachdem dieser aus europäischer Sicht gut 20 Jahre in der Versenkung und von der Bildfläche verschwunden war – verdrängt vom „Keynesianismus“, der 1944 bei den Beratungen und Beschlüssen von Bretton Woods gegen die aggressivere amerikanische Variante des Weltkapitalismus unterlegen war.

Klarstellen muss man als Zwischenbemerkung, dass der wirtschaftliche und auch gesellschaftliche Aufstieg der „Bundesrepublik Deutschland“ (und ihrer D-Mark) zwar auch an der Weltpolitik und Weltwirtschaft nicht spurlos vorbei gehen konnte, aber am „Status“ unseres Landes änderte sich dadurch nicht das Geringste. Wir waren und blieben ein „Besatzungskonstrukt“ und als solches dienten (und dienen) wir – das Volk – auch nach wie vor den wahren Siegern der beiden großen Kriege … bis zum bitteren Ende, das in gewisser Weise dann doch noch der späten Verwirklichung des Morgenthau-Plans gleichzusetzen sein würde!?

Dann folgte der „Welterfolg des Neoliberalismus“ – natürlich ausgehend von den USA (Stichwort „Reaganomics“) und auf dem logischen transatlantischen Umweg über Großbritannien (Thatcherism) sowie dank des ambitionierten „Adenauer-Erben“ Helmut Kohl und dem lambsdorff_papier_1982 („Scheidungsurkunde“ der sozial-liberalen Koalition) schließlich auch in Deutschland ankommend und zur nicht weniger „alternativlos bestimmenden“ Wirtschafts- und Gesellschaftsideologie aufsteigend.

Schon zuvor begonnen und mittels diverser Verträge festgeschrieben, dann aber eindeutig forciert und von einem politischen und wirtschaftlichen Extrem zum nächsten führend, wurde auch die „europäische Integration“ betrieben. Unter der Kohl-Ägide wurden unwiderruflich alle Weichenstellungen vorgenommen, die letztendlich in der „europäischen Verfassung“ gipfeln und sämtliche Nationalstaaten zugunsten eines Pseudo-Staatenbundes abschaffen sollte. – Die wichtigste Voraussetzung, um diesen Prozess wirklich abschließend in trockene Tücher zu bringen, fehlte Kohl zunächst aber noch – ob er sich dessen bewusst war, oder ob es ihn nicht weiter störte, weil er dachte, auch so den Lebenstraum von Konrad Adenauer erfüllen zu können (den er bekanntlich auch zu seinem eigenen erkoren hatte), ein vereinigtes Europa der Eliten zu schaffen, kann und möchte ich nicht beurteilen. Aber mir kam es so vor, als wäre er zunächst gar nicht so begeistert davon gewesen, als eine ausbleibende Sowjetintervention gegen die in die DDR aufkommenden „Unruhen“ das „Unmögliche möglich“ zu machen begann … die „deutsche Wiedervereinigung“ …

Doch schon im Vorfeld dieses „historischen Ereignisses“ und mehr noch während des Durchführungsprozesses begann das „deutsche Staatssystem“ mit einer Reihe von fragwürdigen (eigentlich passt hier nur die Umschreibung kriminellen und volks- hochverräterischen) Machenschaften, all das zunichte zu machen, was die Menschen zu beiden Seiten der eingerissenen Mauer an Hoffnungen damit verbanden. Man muss nur an die Lügen Kohls denken, mit denen der Umstand gerechtfertigt werden sollte, dass nach Kriegsende und unter Verantwortung des DDR Regime enteignete Immobilien nicht an deren ursprüngliche Besitzer zurückgegeben werden konnten (angeblich eine von der Sowjetunion erhobene Bedingung, die erfüllt werden musste, damit der ehemalige Kriegsgegner im Osten der Wiedervereinigung zustimmte). In Wirklichkeit – bestätigt kurze Zeit später durch die vehemente Widerrede von Mikhail Gorbatschow – hoffte der „Einheitskanzler“ mit dem erwarteten Verkaufserlös von 600 Milliarden DM, diese Wiedervereinigung vollständig finanzieren zu können, um sein Wahlversprechen nicht brechen zu müssen, demzufolge die Bürger des Landes diese nicht durch zusätzliche Steuern zu tragen hätten (aber kurz danach wurde erst mal der Solidaritätszuschlag eingeführt!!). Diese, sehr eng mit dem Thema „Treuhand“ verbundene und andere Lügen wurden von einer – wenn ich mich recht entsinne – Studentin der Politikwissenschaften (der Name ist mir leider entfallen) in ihrer Doktorarbeit behandelt. Für eine Weile fand man darüber einen Videobericht auf youtube – der aber zufälligerweise verschwand, kurz nachdem ich den betreffenden Link in unserem Forum bekanntgegeben hatte … ein Schelm wer Böses dabei denkt!?!

Nun, derlei Ungereimtheiten gab es viele – und einige davon sind sicherlich auch den Gründen zuzuordnen, die ihnen von „Wahrheitssuchern“ zugeordnet wurden. Z.B. dass die Streichung und spätere Umwandlung in einen „EU-Artikel“ des Artikel 23 GG (Geltungsbereich) und die Neufassung der Präambel unserer vorläufigen „Ersatzverfassung“ den „internationalen Bestrebungen“ geschuldet war, das in Artikel 146 „verbriefte Versprechen“ an das deutsche Volk nicht einlösen zu müssen, das Grundgesetz nach der Wiedervereinigung durch eine vom Volk beschlossene nationale Verfassung nach dem Völkerrecht zu ersetzen … oder auch die Behauptung, dass die Aufgabe der DM und der Beitritt zur „Eurozone“ auf den Einfluss der „Siegermächte“ (USA) zurückzuführen gewesen sei. Hierbei sollte man aber auch wieder den Blick für die wahren Regenten und Kriegsgewinner bedenken, für die es natürlich von übergeordneter Wichtigkeit war, dass ihr vollständig auf dem US-Dollar aufgebautes Wirtschafts- und Machtsystem nicht von „freien Radikalen wie der DM“ gefährdet werden konnte. Dass der Euro nicht wirklich die verkündete Alternative und Konkurrenz war, die von den Politikern ebenso stolz und inbrünstig verkündet wurde wie die Absicht, die neu geschaffene Euro-Zone als wirtschaftliche Gegenmacht zur USA etablieren zu wollen, bekommen wir durch die gegenwärtige und noch längst nicht ausgestandene Finanz- und Wirtschaftskrise ziemlich brutal vor Augen geführt. – Das Ende vom Lied wird auch nicht der Triumph Europas (des Euro) über die USA (den Dollar) sein, sondern die künstlich geschaffene Währung „unserer“ EU wird gemeinsam mit diesem untergehen und uns alle mitreißen …

Aber dabei möchte ich es jetzt erst einmal belassen, weil es nicht zielführend ist, sich ausgiebiger mit Spekulationen zu befassen, die vom alles beherrschenden Mainstream der gesteuerten Meinungsbildung zwar nicht entkräftet, mit unantastbaren Beweisen zurzeit aber auch noch nicht belegt werden können.

Eines muss man aber noch anführen und ganz intensiv in die eigene Meinungsbildung einbeziehen, wenn man die Hintergründe der Zustände in unserem Land und im Rest der Welt umfassend verstehen will. Es gab eine „globale Entscheidung“, die all dem vorausging, was wir als Bevölkerung des „nicht wirklich existierenden Staates BRdvD“ heute in allen Bereichen unseres Lebens erleben und – das kann man definitiv behaupten – mehr und weniger zu erdulden haben. – Man könnte es vielleicht am ehesten als die unwiderrufliche, weltweite Etablierung des neoliberalen Marktradikalismus zugunsten der Geld- und Macht Eliten beschreiben. Es beim Namen zu nennen ist aber wesentlich zeitsparender … Washington Consensus … (einfach mal im Internet danach suchen).

Ich persönlich bediene mich bei der Darstellung dieses neofeudalistischen „Leitfadens und globalen Regelwerks“ der Informationen, die Jean Ziegler in seinem weiter oben erwähnten Buch „Die neuen Herrscher der Welt …“ liefert:

Zitat zur Einführung aus eben diesem Buch – Seite 51 – Hervorhebungen und [Anmerkungen] vom Autor:

Die Gebieter [Anm.: die transkontinentalen Privatgesellschaften im Besitz der globalen Geld- und Machteliten) beherrschen das Universum ebenso sehr durch ihre ideologischen Aussagen wie durch den wirtschaftlichen Zwang oder die militärische Dominanz, die sie ausüben. Der ideologische Leitstern ihres Tuns trägt den unverfänglichen Namen >Konsens von Washington<. Es handelt sich dabei um ein Bündel von informellen Abmachungen, die im Laufe der Achtziger- und Neunzigerjahre zwischen den wichtigsten transkontinentalen Gesellschaften, diversen Wall-Street-Banken, der amerikanischen Notenbank [FED = Privatbank!] und internationalen Finanzorganisationen (Weltbank und Internationaler Währungsfonds usw.)getroffen wurden.

1989 wurde der >Konsens< durch John Williamson, Chefökonom und Vizepräsident der Weltbank, formalisiert. Seine Grundprinzipien sind zu jedem historischen Zeitpunkt, in jeder Volkswirtschaft und auf jedem Kontinent anwendbar. Sie zielen auf raschestmögliche Liquidierung jeder – staatlichen oder nichtstaatlichen – Regulierungsinstanz, die totale und raschestmögliche Liberalisierung aller Märkte (für Waren, Kapital, Dienstleistungen, Patente usw.) und unter dem Stichwort >stateless global governance< auf die Errichtung eines einheitlichen, sich selbst regulierenden Weltmarktes.

Der Konsens von Washington bezweckt die Privatisierung der Welt.

Zitat Ende.

Ich möchte den Eindruck der oben zitierten Feststellungen nicht beeinträchtigen, möchte aber dennoch anmerken, dass man diese Ausführungen sehr gründlich lesen und dann mit dem politischen und wirtschaftlichen Geschehen vergleichen muss, dass seit 1982/83 die Realität unserer Volkswirtschaft und Gesellschaft prägt … wenn man dann noch den Zeitpunkt der „offiziellen Verkündung“ des Washington Consensus beachtet und deren „zufälliges Zusammenfallen“ mit den Geschehnissen rund um die deutsche „Wiedervereinigung“ sollte man meinen, dass hier niemand mehr von zufälligen „Zeitüberschneidungen“ oder ähnlich harmlosen Dingen reden kann, oder?

Nun aber zu diesem ominösen Machwerk der Eliten und ihrer willfährigen „Söldlinge“ (Herr Zieglers Lieblingsumschreibung für die Damen und Herren bei Weltbank, IWF und später – ab 1994, als die Welthandelsorganisation gegründet wurde und die „GATT / GATTS“ noch effektiver ersetzten – WTO). Er umfasst 10 Grundsätze ….

  1. In jedem Schuldnerland ist eine Reform des Steuersystems unter zwei Gesichtspunkten notwendig: Absenkung der steuerlichen Belastung der höchsten Einkommen, um die Reichen zu >produktiven Investitionen< anzuregen, und Ausweitung der Steuerpflichtigen; im Klartext: Abschaffung von steuerlichen Vergünstigungen für die Ärmsten im Interesse der Erhöhung des Steueraufkommens.
  2. Möglichst rasche und vollständige Liberalisierung der Finanzmärkte.
  3. Garantierte Gleichbehandlung von inländischen Investitionen und ausländischen Investitionen, um die Sicherheit und damit das Volumen der Letzteren zu steigern.
  4. Möglichst weit gehende Zerschlagung des öffentlichen Sektors; zu privatisieren sind namentlich alle Unternehmen, die im Besitz des Staates oder eines halbstaatlichen Gebildes sind.
  5. Weitestgehende Deregulierung der Volkswirtschaft des betreffenden Landes, um das >freie Spiel der Konkurrenz< unter den verschiedenen wirtschaftlichen Kräften zu garantieren.
  6. Verstärkter Schutz des Privateigentums.
  7. Förderung der Liberalisierung der Handelsbeziehungen im schnellstmöglichen Rhythmus, mit dem Minimalziel einer jährlichen Senkung der Zolltarife um 10 Prozent.
  8. Da der >freie Handel< durch Ausfuhren gefördert wird, ist vorrangig die Entwicklung jener wirtschaftlichen Sektoren zu begünstigen, die zur Ausfuhr ihrer Güter imstande sind.
  9. Begrenzung des Haushaltsdefizits.
  10. Erzeugung von >Markttransparenz<: Staatliche Subventionen an private Wirtschaftssubjekte sind überall abzuschaffen. Staaten der Dritten Welt, die die Preise der gängigsten Nahrungsmittel subventionieren, um sie niedrig zu halten, müssen auf diese Politik verzichten. Bei den Staatsausgaben müssen diejenigen Vorrang haben, die dem Ausbau der Infrastruktur dienen.

Wenn Sie jetzt an die „Sozial-, Arbeitsmarkt-, Steuer- und Wirtschaftsreformen“ sämtlicher Regierungen seit Kohl / Genscher denken, was fällt Ihnen da auf – und das, obwohl Deutschland gewiss kein Land der Dritten Welt ist? – Ich bin sicher, Sie kommen alleine drauf und werden mir danach nicht widersprechen, wenn ich jetzt einfach mal behaupte, dass sich die deutsche Politik in Punkto „110-prozentige-Umsetzung von neoliberalen Vorgaben“ wieder einmal selbst übertroffen und sich dabei auch hundertprozentig an den Interessen der „armen und bedrohten“ transkontinentalen Machteliten orientiert hat, oder?!?

Das Buch von Jean Ziegler liefert aber eine nicht minder treffende und meine „ungebührliche Behauptung“ untermauernde Definition, die er der britischen Zeitschrift The Economist entnommen hat …

Zitat (Originals in Englisch):

Globalisierungsgegner halten den Konsens von Washington für eine Verschwörung zur Bereicherung der Banker. Ganz unrecht haben sie damit nicht.

Zitat Ende – und ebenfalls der Vorarbeit von Herrn Ziegler entliehene Ergänzung: die zitierte Zeitung ist >nicht eben ein revolutionäres Hetzblatt<, aber ihr Kommentar zum Konsens von Washington trieft förmlich von Ironie.

Lassen Sie mich am Ende dieses zweiten Abschnitts aber noch einmal – in direktem Zusammenhang mit dem Washington Consensus und der wahrhaft frappierenden Übereinstimmung unserer „Politik“ mit seinen Empfehlungen – zur „Besonderheit der Existenz unseres Staates“ zurückkehren, die meiner Ansicht nach sehr überzeugend erklärt, warum die „BRD“ – immerhin seit Jahrzehnten eine der stärksten Wirtschaften der Welt – von den globalen Geld- und Machteliten keinen Deut besser als jedes „x-beliebige Entwicklungsland“ behandelt werden kann. – Und, Sie werden es vermutlich bereits ahnen, damit wären wir dann auch wieder bei den beiden Weltkriegen und der äußerst unbequemen Frage, wer diese angezettelt und von ihnen am stärksten profitiert hat?

Mit dieser Frage sind jedoch eine Vielzahl von anderen, in manchen Augen noch unbequemerer Fragen verbunden … und doch werden wir – oder besser: diejenigen von uns, die sich dem für uns vorgesehenen Schicksal, für das die „politische Klasse“ unseres Landes bereits alle Weichen gestellt hat oder in Kürze stellen wird, nicht einfach ergeben wollen (und dürfen) – diese Fragen behandeln und letztendlich auch klären müssen, weil nur die Wahrheit und deren „Ankunft bei der Masse aller bedrohten Völker“ den Triumph der NWO noch aufhalten kann. – Und weil das unbestreitbar so ist, wage ich nochmals zu behaupten, dass uns – dem deutschen Volk – bei dieser Aufgabe und Herausforderung die Hauptlast der Verantwortung zufällt, sie für alle Menschen und die Natur dieser Erde zufriedenstellend zu beantworten!

Kurzer erklärender Nachsatz … die Zeit nach 1989 wird man aufgrund der bereits dargestellten Fakten und Zusammenhänge kaum noch behandeln müssen. Zum einen haben die meisten von uns diese Zeit und ihre „Errungenschaften“ live und hautnah miterlebt – und zum anderen sollten die angebotenen Denkansätze ausreichen, um jeder Frau und jedem Mann ein eigenständiges Urteil darüber zu ermöglichen, ob das, was unsere (kleinen = deutschen) Eliten mit uns veranstalten, wirklich den Zwecken und Zielen geschuldet sein kann, die sie uns direkt oder durch ihre diversen Sprachrohre als Hintergrund für ihr Handeln aufzuzwingen versuchen.

Und drittens … es werden ja noch einige Abschnitte folgen …

Eine Antwort

  1. Zitat aus dem Text: „Wäre es nach den „Gesetzen des Krieges“ gegangen, wäre die Sowjetunion als oberste Siegermacht hervorgegangen, weil es ihr überlassen geblieben war, die deutsche Hauptstadt einzunehmen.“

    Hierzu möchte ich einwenden, dass nach meinen Recherchen die sowjetische Streitmacht (Rote Armee) ab spätestens 1942 inoffiziell massiv von den USA mit Militärgerät unterstützt wurde, um sich den vordringenden Wehrmachtsverbänden noch erwehren und diese im weiteren Verlauf sogar zurückschlagen zu können. Der Deal mit Stalin sollte dergestalt sein, dass man sich am Ende in der Mitte Europas die Hände reichen würde (Torgau wurde es dann), um den Nachkriegskuchen gemeinsam unter den Großen Siegern aufzuteilen.

    Nach Einschätzung von Militärexperten hätte die eigene sowjetische Militärpotenz ohne externe Unterstützung bei weitem nicht ausgereicht, um die gut organisierten Wehrmachtsverbände an ihrem Vormarsch auf Moskau noch signifikant zu hindern. Es waren also hinter den Kulissen längst eingeschworene Partner, welche die Pole der Kulisse des späteren „Kalten Krieges“ lieferten.

    Bis auf dieses kleine Detail kann ich Ihren sorgfältig recherchierten und in stimmigen Zusammenhängen erklärten Ausführungen nur dankend zustimmen.

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