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Clement verlässt die SPD … ein Grund zum Jubeln?

So aus dem Bauch heraus würde ich die oben angehängte Frage ja gerne bejahen, weil mir dieser BERUFSLOBBYIST nicht nur wegen seinem parteischädigenden Verhalten während der Hessenwahl schon lange ein schmerzhafter Dorn im Auge ist. Allerdings hält sich mein Jubel letztlich doch in Grenzen …

Gründe dafür sind:

a) die Tatsache, dass die SPD den Herrn hätte rausschmeißen sollen, anstatt ihm die Möglichkeit zu eröffnen, den letzten medialen Knalleffekt zu seinen Gunsten zu setzen …

b) weil es einem Übelkeit verursachen kann, wie dieser selbstverliebte, sein politisches Amt stets sehr egoistisch und korrupt ausschlachtende Gockel sich wie eine gekränkte Leberwurst aufspielt und sich letzten Endes als absolut uneinsichtig zeigt … er ist nun wieder Opfer und eines jeden Pseudomoralisten Liebling, da er sich als „zu Unrecht angegriffen und seiner zahllosen Verdienste wegen zu Recht die nötigen und unausweichlichen Konsquenzen ziehend“ darstellt.

c) weil dieses ganze Getue außerdem nur so vor Scheinheiligkeit trieft! Was bitte schön wäre ein Lobbyist ohne politisches Gewicht, das er zugunsten seiner Auftraggeber in die Waagschale werfen kann? Auch wenn Clement in der Parteiführung der SPD, die ja überwiegend von derselben Qualität wie er selbst ist, weitestgehend Rückendeckung und einen geringfügig angegilbten Persilschein erhalten hatt, war ihm schon klar, dass er aufgrund des ablehnenden Widerstands in weiten Teilen der Basis mit dieser Partei auf lange Sicht nicht mehr so glänzen und somit seine Stellung auf der Vorstandsebene eines Energie- und eines Zeitarbeitskonzerns nicht unbedingt stärken könnte. – Da sich die FDP ja offenkundig bereits um den 68 Jahre alten „Wirtschafts-Haudegen“, ehemaligen „Super-Minister“ und herausragenden Volksverächter bemüht, hält sich das Risiko seinerseits momentan in Grenzen. … Und zuguterletzt …

d) der Abgang von Wolfgang Clement kann meiner Ansicht nach (zumindest derzeit) nicht als Chance für einen Neubeginn der SPD aufgefasst werden, da mit Müntefering, Steinmeier, Steinbrück und anderen rechten Schröderianern nach wie vor die Reformfraktion das Sagen hat. Diese Banausen werden sich erst geschlagen geben und das Feld räumen, wenn sie die SPD restlos an die Wand gefahren und auch den allerletzten, längst im Erlöschen begriffenen Funken sozialdemokratischer Grundsätze ausgetreten haben.

Es wird sich also nichts ändern – und so bleibt nicht mehr als ein schwacher Trost mit schalem Nachgeschmack vom „Bauchgefühl des Triumphes“ übrig, weil man sich dennoch darüber freuen und amüsieren kann, wie Clement in einer Mischung von kindischem Trotz , pathologischer und scheinheiliger Selbstherrlichkeit und galoppierendem Altersstarrsinn die „zur Versöhnung ausgestreckte Hand seiner Partei“ ausschlägt und nach all dem abstrusen Hickhack am Ende freiwillig tut, was den verärgerten Basisgenossen vom Parteivorstand und der Bundesschiedskommision verwehrt wurde …

Weitere, sehr interessante Stimmen zu diesem Theman (solche, die ich schätze und ernst nehmen kann!):

Clement – immer widerlicher Kritik und Kunst (Finkeldey)

mission completet – Clement geht Nebenbei bemerkt (Kurt aka Roger Beathacker)

Clement tritt aus der SPD aus Oeffinger Freidenker

Wolfgang Clement – the unguided missile Politik und Panorama (limited)

Clements Nachtritt NachDenkSeiten (Wolfgang Lieb)

Clement kommt mit einer Rüge davon ….. „Flegel-Seite“ (Titel in linker Navigationsleiste)

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