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Deutsch-türkischer Justizskandal …

… geht unvermindert weiter!

Diese „ungeheuerliche Behauptung“ wage ich aufzustellen, da ich den Fall der damals 19 Jahre jungen Deutschen, Sabrina A., die im Juli des vergangenen Jahres in der Türkei unter dem Verdacht des Drogenschmuggels – oder der wissentlichen Beteiligung an einem solchen – verhaftet worden war, seit dem Mai dieses Jahres aktiv verfolge und dabei einige „bemerkenswerte Ungereimtheiten“ entdeckt habe …Grundlagen

Bevor ich hier unnötigerweise zu lange Reden führe, möchte ich die interessierte Leserschaft auf den Blog der Aktionsgemeinschaft mein name ist mensch hinweisen. Die Gruppe um Rita M. und Waltraud St. bemüht sich schon seit Januar dieses Jahres um Unterstützung für die junge Frau, die sehr unglücklich und durch „reichlich dubiose“ Umstände in diese schlimme Zwangslage geraten ist.

Erfahrungen mit dieser Art von Willkür-Justiz, deren „Hintergründe“ schwer durchschaubar sind, sammelten sie zuvor bei der Unterstützung des jungen Mannes (Marco), der etwa zur selben Zeit wegen der angeblichen sexuellen Belästigung einer dreizehnjährigen Britin in türkischer Untersuchungshaft landete.  Aber das ist – im wahrsten Sinne des Wortes ein anderer Fall!

Wie gesagt, für die umfassendere Darstellung der Grundlagen und auch für die weitere öffentlichen Verbreitung des Falles ist der Blog http://mantovan9.wordpress.com zuständig, aber da die Aktionsgemeinschaft seit Monaten eng mit unserem Verein verbunden ist, möchte ich sie auch bei dieser Arbeit ein wenig unterstützen. Dies tue ich an dieser Stelle, in dem ich  hier zunächst einmal eine Pressemitteilung der Aktuellen Türkei Rundschau (deutschsprachig) veröffentliche (aktuelle-turkei-rundschau-bericht-marz-03), in der die „fehlerhafte“ Berichterstattung der türkischen Presse aufgezeigt wird, die in der selben (vielleicht sogar noch schlimmeren) Form von den deutschen Kollegen (insbesondere der Regionalausgabe NRW der BILD-Zeitung) übernommen wurde.

Hierdurch fand eine Vorverurteilung der jungen Frau statt – ohne dass die Ermittlungen abgeschlossen waren – und diese „Negativ-Presse“ legte den Grundstein dafür, dass Sabrinas Schicksal von der deutschen Öffentlichkeit entweder nicht beachtet, oder ihr allein wegen dieser infamen Diffamierung keine Anteilnahme zuteil wurde. Auch nicht, als ihre Schwangerschaft bekannt wurde … sie brachte ihren Sohn Jason im Februar dieses Jahres in türkischer Gefangenschaft zur Welt!

Es geht seither nicht mehr alleine um die Freiheit, das Leben und die Zukunft einer höchstens einer „unvermeidbareb Naivität“ und zu viel Gutgläubigkeit schuldig zu sprechenden Frau, die – das ist meine absolute Überzeugung – zu Unrecht in einem fremden Land eingekerkert ist. Es geht auch um ein definitiv noch unschuldigeres Kind von nunmehr neun Monaten, das eventuell kurz davor steht, zum hilflosen Spielball in einem wenigstens schlimmen Spiel zu werden … mir persönlich fallen noch extremere Beschreibungen ein, aber ich werde diese so lange für mich behalten, wie ich nicht beweisen kann, was ich insgeheim hinter all dem befürchte. – Doch egal wie immer man es auch bezeichnen oder umschreiben mag, es gibt ernsten Anlass zu der Sorge, dass nur noch wenig Zeit bleiben wird, um eine endgültige und wenigstens für Sabrina A. unumkehrbare Eskalation der Geschehnisse zu verhindern … ein türkisches Kinderheim wartet schon auf Jason! Und danach …..?

Ich möchte Sie, werte Leserinnen und Leser, deshalb herzlich bitten, sich auf dem oben genannten Blog einen genaueren Überblick zu verschaffen – und dann, wenn sie dabei in etwa vergleichbare Empfindungen und Gedanken in sich aufsteigen fühlen sollten, wie sie meinem Appell zweifelsohne zu entnehmen sind, auch die Möglichkeit zu nutzen, sich mit Sabrina, ihrem Kind und den Menschen, die beiden helfen möchten, solidarisch zu erklären! – Deswegen sind dort auch weitere „Beweise“ verlinkt, einschließlich – in Kürze, voraussichtlich noch heute abend – der aktuellen Korrespondenz zwischen dem Aktionsbündnis und dem Auswärtigen Amt. – Interessant … könnte man diese eventuell nennen, wenn es nicht so pervers, unglaublich und unmenschlich (also eigentlich den herrschenden Zuständen fast schon perfekt entsprechend zu nennen!) wäre, wie hierzulande mit dem Leben von im Ausland „gestrandeten“ Staatsbürgern umgegangen wird. Und … bei aller individuellen Betroffenheit wegen dieses Falles … es handelt sich hier absolut nicht um einen Einzelfall!

Überleitendes Update zum bisherigen Sachstand

Ergänzend zu den Informationen, die Sie auf der Seite von mein name ist mensch einsehen können, möchte ich noch auf zwei Faktoren hinweisen, die dort zurzeit nur andeutungsweise behandelt werden, respektive ganz aktuell aufgetreten sind.

In Bezug auf die Tatsache, dass Sabrina A. im Mai dieses Jahres noch bis zur Hauptverhandlung auf Kaution aus dem Gefängnis hätte entlassen werden können, dann aber in eben dieser entscheidenden Verhandlung nicht etwa frei gesprochen – oder wenigsten zu einer geringfügigen Strafe verurteilt wurde, die man mit der überlangen Untersuchungshaft als abgegolten hätte ansehen können, plötzlich zu siebeneinhalb Jahren Haft verurteilt wurde … hierzu ist anzumerken, dass laut dem Chefredakteur der ATR, der den Prozess und die Ermittlungen seit Februar oder März dieses Jahres verfolgt hatte, zwischen den beiden Gerichtsterminen keinerlei neue Beweise aufgetaucht sind, die einen solchen „Meinungswechsel“ des zuständigen Gerichts rechtfertigen oder wenigstens erklären könnten. Im Gegenteil, für den neutralen Beobachter überwogen die entlastenden Indizien jene, die man „mit sehr viel Phantasie“ (oder bösem Willen) als „belastend“ bezeichnen könnte, so eindeutig, dass einem gar nichts anderes übrig bleibt, als von einem absolut inakzeptablen Skandalurteil zu sprechen. Wenn man ein besonders skeptischer und „systemkritischer“ Mensch ist, wird man sogar dazu gezwungen, hinter dieser Verurteilung nicht nur ein Dutzend Fragezeichen zu setzen, sondern auch eine Entscheidung zu vermuten, bei der „andere Interessen“ zu brücksichtigen waren, die das Leben und die Zukunft einer jungen Mutter und ihres Kindes unbedeuten erscheinen lassen!?! Aber auch das lässt sich derzeit nicht beweisen … und mit wüsten Spekulationen lässt sich an der faktisch gegebenen Situation nichts ändern …

Und zum anderen gibt es noch ein Indiz, dass einem die Galle hochkommen lässt. Die Information habe ich erst am heutigen Abend ganz aktuell erhalten … es war geplant, ein Interview mit Sabrina zu machen (detaillierte Informationen darüber werden in Kürze auf dem „Heimatblog“ der Unterstützer veröffentlicht). Der Antrag für dieses Interview wurde heute jedoch abgelehnt – mit der Begründung, dies sei nicht möglich, da es sich um ein „schwebendes Verfahren“ handele. Vielleicht wird nun der eine oder andere denken, dass sich das ja „juristisch plausibel“ anhören würde, aber das können wir nicht so sehen, da es einfach zu viele Kleinigkeiten gab und gibt, die den Eindruck erwecken (beinah schon zu einer düsteren Gewissheit werden lassen), dass Sabrina gezielt isoliert würde – stellt sich „nur“ die Frage warum?

Es könnte damit zusammenhängen, dass es Sabrina derzeit „gesundheitlich nicht besonders gut geht“ (nähere Einzelheiten werden derzeit gerade untersucht), was sowohl die Gefängnisleitung als auch das Deutsche Generalkonsulat in Izmir „in Erklärungsnot“ bringen könnte? – Vielleicht aber auch damit, dass man verhindern will, dass Sabrina außenstehenden Dritten gegenüber Dinge aussprechen könnte, die das bisherige Schweigen in den medialen Blätterwäldern abrupt zerreißen und einen gewaltigen Schatten auf die EU- und NATO-Ambitionen der Türkei werfen könnten – und ob die westlichen Regierungen das nun befürworten oder ablehnen, ein solcher Schatten würde auch ihre internationalen Interessen kaum unberührt bleiben lassen. – Und das sind nur zwei mögliche Erklärungen, die ein wirklich boshafter und den „Eliten der Welt“ grundsätzlich jede Art von Schweinerei zutrauender Mensch dafür finden könnte … ich gehöre zu diesem Menschenschlag und deshalb wird unser Verein die Freunde von mein name ist mensch von jetzt an auch höchst offiziell unterstützen und alles daran setzen, um wenigstens die zeitnahe Auslieferung von Mutter und Kind nach Deutschland zu erzwingen!

Nicht nur ich bin ehrlich stinksauer über diese Sache und ich würde wetten, jedem anderen Menschen, der die Fakten ebenso objektiv und logisch verarbeitet, wie ich dies getan habe und immer zu tun pflege, wird das nicht nur nachempfinden können! – Hier ist Solidarität und Mitgefühl gefragt … und beides gehört bekanntlich zu den Grundpfeilern des Engagements, das unseren Verein trotz aller möglichen Arten von frustrierenden Tiefschlägen immer noch auf Kurs und am Laufen hält … wir würden uns sehr freuen und es immens zu schätzen wissen, wenn sich die Blogger und ihre/unsere Leser diesem ganz gewiss nicht sinnlosen und überflüssigen Kampf solidarisch anschließen und ihn auf jede mögliche Weise unterstützen würden!

MfG

HDZ

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