• Um neue Beiträge per E-Mail zu erhalten, hier die E-Mail-Adresse eingeben.

    Schließe dich 48 anderen Followern an

Gedanken zum Zustand unseres Landes …

… und des Restes der Welt …

Werte Leserinnen und Leser,

um zwei wichtige Aspekte gleich zu Beginn klarzumachen:

a) die nachfolgende Abhandlung, die nicht versucht, die Sachverhalte aus dem Blickwinkel eines empirisch-wissenschaftlichen Dogmas zu beleuchten, sondern lediglich meine aus Beobachtung, Recherchen, Erfahrungen und daraus abgeleiteten Schlussfolgerungen zusammengesetzte Meinung repräsentiert, gehört definitiv nicht in die Standardschublade „Verschwörungstheorie“, auch wenn es sich trotz allen Bemühens nicht vermeiden lässt, gelegentlich jene Terminologie anzuwenden, die von den angegriffenen Ehrenmännern der maßgeblichen Eliten unserer Welt mit diesem Begriff belegt wurde und wird. Ich versuche lediglich, teilweise unter Zuhilfenahme von unterschiedlichen Quellen, die unübersehbaren Zusammenhänge aufzuzeigen, die jedem objektiv und ungebunden denkenden Menschen offenbaren müssen, dass alle relevanten Geschehnisse in unserer Welt nach einem Drehbuch ablaufen, das einen „schwer greifbaren und diffusen“ Ausgangspunkt mit einem dafür um so klarer erkennbaren Endpunkt verbindet. Wer das erkennt und verinnerlicht, und dann auch noch den Mut aufbringt, sich der „merkwürdigen Tatsache“ zuzuwenden, dass „Deutschland“ in diesen Plänen seit gut hundert Jahren „aus unerfindlichen Gründen“ eine zentrale Rolle zufällt, der wird früher oder später auch restlos durchschauen, was derzeit rings um uns her abläuft … und wird – so hoffe ich wenigstens und befinde mich damit in guter, stetig wachsender Gesellschaft – auch begreifen, dass etwas dagegen unternommen werden muss und kann.

b) zur Formulierung und Niederschrift meiner Ansichten und Lösungsvorschlägen hat mich der Umstand bewogen, dass wir auch hierzulande eine große Zahl von aktiven, um Aufklärung der Sachverhalte und eine unabdingbare Gegenöffentlichkeit bemühte Menschen gibt, die sich demselben Ziel aus unterschiedlichen Richtungen annehmen. Viele der davon ausgehenden Bücher und/oder Webseiten habe ich so ausgiebig wie möglich studiert und mich auch um Kontakt mit den Autoren/Betreibern bemüht, um ihnen meine Sicht der Dinge zu vermitteln und dadurch das vorrangige Ziel unseres Vereins erreichbar werden zu lassen … bei diesem Ziel handelt es sich schlicht und ergreifend darum, eine „neue Kultur der Solidarität, des bürgerschaftlichen Engagements und des zivilen, ausschließlich der Sicherung des Gemeinwohls gewidmeten >Ungehorsams<“ anzuschieben. Dass dies notgedrungen „bei den ausgegrenzten und abgeschriebenen Verlierern“ der neuen Unterschicht ansetzen und eine Resolidarisierung der entzweiten Gesellschaft als wichtige Zwischenetappe anvisieren muss, ergibt sich aus der „Natur der Dinge“ … soll heißen: durch den schwerlich zu bestreitenden Umstand, dass wirklich funktionierende Mittel und Wege zur Korrektur „systemischer Mängel und Probleme“ (von allen übrigen Unzulänglichkeiten der „freiheitlich-demokratischen Grundordnung“ unseres „republikanischen sozialen Rechtsstaat“ erst einmal völlig abgesehen!) nur von unten nach oben verlaufend sinnvoll und erfolgversprechend geplant und umgesetzt werden können. – Leider ist bislang jeder Versuch, dem Nahziel einer Verknüpfung der über alle Gesellschaftsschichten verteilten Kräfte, Kompetenzen, Potentiale und (wahren) menschlichen Werte und (positiven) Charaktereigenschaften immer wieder daran gescheitert, dass dem „AmSeL-Gedanken“ entweder ein übersteigerter Hang zum „Individualismus“ der aktiven demokratischen Kräfte oder schlicht und ergreifend die „unüberbrückbar anmutende bidirektional wirkende Gegensätzlichkeit“ zwischen kooperationswilligen und –fähigen Aktivisten auf der einen und kritischen Experten und Publizisten (dazu zähle ich – zum besseren Verständnis – auch diverse Blogger!) auf der anderen Seite entgegenstehen.

Angesichts der mehr als nur düsteren, die gesamte Menschheit und Erde bedrohenden Lage kann ich all diese Hinderungsgründe, die dem Entstehen einer echten, auf gemeinsamen Überzeugungen und Zielen basierenden, breiten Basis für die anstehenden unabdingbaren Veränderungen beim besten Willen und allem gewachsenen Verständnis für sämtliche Seiten nicht mehr nachvollziehen! Vor allem regt es mich immer mehr auf, dass sich jeder aktive Mensch (oder zumindest die meisten von ihnen) immer wieder auf Detailprobleme konzentriert und sie zu „seiner/ihrer eigenen Sache“ erklärt, während die besagten Zusammenhänge entweder ignoriert oder unter den Teppich gekehrt werden, die man ebenso klar als die Ursache aller Probleme benennen muss, wie man den Großteil aller Arten von Widerstand, Interessenvertretung für soziale Randgruppen ohne nennenswerte Lobby und Aktivismus als auf einzelne Folgeerscheinungen des eigentlichen Übels beschränkte und deshalb wenig sinnvolle und zielführende „Symptomkosmetik“ bezeichnen muss.

Natürlich ist mir absolut bewusst, dass ich als Individuum und Vorstandsvorsitzender eines mehr oder minder unbekannten, unbedeutenden „Klitschenvereins“ für die meisten potentiellen Angehörigen des angedeuteten „Netzwerks“, das die Grundlagen für einen erfolgversprechenden Aufbruch zur Lösung aller aktuellen Probleme und letztlich auch zur Abstellung aller sie mit bedingenden, wenn nicht gar begründenden Missstände und Unzulänglichkeiten des herrschenden politischen und wirtschaftlichen Systems weder wichtig noch „kompetent“ genug bin, um sie mit meiner Denkweise und den von unserem Verein dargestellten Lösungsansätzen beeindrucken und überzeugen zu können. – Aber ich kann wenigstens versuchen, die von uns vertretenen Ansichten einer breiteten Öffentlichkeit zugänglich zu machen, die dann ihrerseits durch aktive Teilnahme und Beisteuern von eigenen Ideen, Vorstellungen und kompatiblen (zweckmäßigen) Konzepten darauf hinwirken könnte, dass sich der gesunde Menschenverstand, der kleinste gemeinsame Nenner aller aktiv um Veränderungen zum Besseren bemühten Aktivitäten und zuguterletzt die unbestreitbar in großer Zahl vorhandenen Schnittstellen (oder Schnittmengen) zwischen ihnen noch rechtzeitig summieren und die geplanten Entscheidungen gegen die Völker (Menschen) unserer Erde, gegen die Natur und gegen Frieden, Gerechtigkeit und wahrhaftige Nachhaltigkeit zu verhindern, bevor sie von den politischen Handlangern des globalen Macht- und Kapitalsystems in unwiderruflich vollendete Tatsachen verwandelt werden können. Das sollte im Interesse einer jeden Frau und eines jeden Mannes liegen, die/der dieses Unrecht nicht aus Eigennutz, sondern im Interesse der Allgemeinheit und der Gesamtheit unserer Welt verhindern möchte.

Gelingt das nicht, dann wird in allerkürzester Zeit eine neue finstere Epoche beginnen, die schlimmere Formen annehmen und entsetzlichere Konsequenzen mit sich bringen wird als alle bisherigen „Sternstunden menschlicher Entartung und macht- und profitgierigen Interessen entspringende Verbrechen wider die Menschlichkeit“ … und wenn es dazu kommt, wird jeder Widerstand dagegen nur noch gewaltsam möglich sein und unzählige unschuldige Opfer fordern, ohne dass man auf einen positiven Ausgang für die „wertlose Masse“ der Menschheit und die bereits brutalstmöglich ausgebeutete Natur hoffen kann.

Das mag jetzt „überzogen“ klingen, aber aufgrund der Zusammenhänge, die ich nachfolgend aufzuzeigen und als Zentrum der Ereignisse zu entlarven versuchen möchte, die uns schnurstracks in die andeutungsweise umschriebene Zukunft führen sollen, muss man dies alles mit größter Vorsicht und Aufmerksamkeit behandeln – sich erst einmal die Fakten anschauen und sich dann eine eigene Meinung dazu bilden -, bevor man so leichtfertig mit der eigenen Zukunft und dem Schicksal aller folgenden Generationen umgeht!

_________________________________________________

Abschnitt 1:

Kurzdarstellung des hierzulande anzutreffenden politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Ist-Zustands

Die aktuell alles bestimmende „globale Finanzkrise“, die nach einigen Monaten der Beschönigung und Verschleierung seitens aller verantwortlichen Kreise nun unaufhaltsam in eine „Weltwirtschaftskrise“ überzugehen beginnt, welche jene von 1929-32 noch weit in den Schatten zu stellen droht, ist ebenso wenig ein „Produkt der Aneinanderreihung von unglücklichen und unvorhersehbaren Entwicklungen“, wie der Zustand unseres Landes und insbesondere der Mehrheit unseres Volkes.

All diese Dinge und Entwicklungen haben, wie ich es bereits in meinen Beiträgen „Weltwirtschaftskrise …“ und „Michel …“ darzustellen versuchte, ausnahmslos dieselben Ursachen. Wenn wir heute also – absolut zu Recht – von eklatanten Demokratiedefiziten, vom immer schneller voranschreitenden und weiteren Auseinanderklaffen der sozialen Schere, einem unerträglichen Mangel an allgemeingültiger Rechtsstaatlichkeit und einer alle Bevölkerungsschichten betreffende Privatisierung des öffentlichen Sektors (insbesondere alle die grundlegende Daseinsvorsorge betreffenden Bereiche) sprechen und uns darüber beklagen, dann dürfen wir die „historischen Grundlagen“ und genau so wenig die globalen Machenschaften nicht ignorieren, die erst dazu führten, dass diese fatale Entwicklung überhaupt einsetzen und zu ihrer aktuell zu konstatierenden „Vervollkommnung“ geführt werden konnte!

Natürlich ist es berechtigt, die Hauptschuld dieser Abwärtsentwicklung unseres Staats- und Gemeinwesens dem Wirken der „politischen Klasse“ anzulasten … wer etwas anderes behauptet, die Schuldfrage ganz und gar umkehrt und vor allem dem „gesamten deutschen Volk“ anzulasten versucht, muss sich schon vorhalten  lassen, mit seinem Denken und Argumentieren nicht in derselben Dimension oder Sphäre zu schweben. Selbstverständlich sind wir alle auch nicht frei von Schuld – auch das habe ich zuvor bereits unmissverständlich (meine Person einschließend, denn ausnehmen darf sich niemand!) festgestellt. Die Rahmenbedingungen, die unseren politischen, gesellschaftlichen und individuellen Handlungsspielraum definierten und heute mehr denn je definieren, waren jedoch von Anfang an (seit der Geburt der „BRD“ … und der „DDR“) so gewaltig eingeschränkt, dass wir grundsätzlich kaum bis gar keinen Einfluss auf politische Entscheidungen zu nehmen vermochten.

Diese Tatsache hat sich seit der „historischen Wende und Wiedervereinigung Deutschlands“ zunehmend mehr verfestigt und ist seither auch immer mehr offensichtlich geworden. Gerade deshalb beginnt „unsere (des Volkes) Schuld“ am aktuellen Zustand unserer Gesellschaft bereits damit, dass wir – der eine mehr, der andere weniger – tatsächlich daran zu glauben bereit waren, die Überwindung der unnatürlichen (gewaltsamen) Trennung unseres Staates und Volkes sei auf die Demonstrationen in der ehemaligen DDR und die Parole „Wir sind das Volk“ zurückzuführen. – Zumindest im Nachhinein – nachdem alle hohlen Versprechungen und Ankündigungen der politischen Klasse sich als Lug und Trug in einem nie zuvor dagewesenen Ausmaß entpuppt hatten – hätte das Erkennen und Begreifen einsetzen müssen, dass diese Wiedervereinigung niemals dazu gedacht war, dem deutschen Volk zu nutzen und ihm seine über vier Jahrzehnte vorenthaltene souveräne Selbstbestimmung zu gewähren. Selbst heute, nachdem seit damals noch einmal fast zwei Jahrzehnte vergangen sind, scheint die überwiegende Mehrheit des „deutschen Volkes“ diesen von oben bestimmten und bis ins letzte Detail akribisch geplanten Betrug immer noch nicht zu durchschauen? Im Gegenteil … alle, die ihn aufzuzeigen und en detail zu belegen versuchen, werden von der Mehrheit der Bevölkerung als „Spinner, Rechte/Linke oder Verschwörungstheoretiker“ beschimpft …

Daraus leitete ich zuvor bereits – und tue dies auch nach wie vor immer noch mit derselben auf Fakten begründeten und durch leidige Erfahrungen gewachsenen Überzeugung – die Erkenntnis ab, dass unsere Nation und das diese ausmachende Volk aus den Lehren der Vergangenheit absolut gar nichts gelernt zu haben scheint! Es ist zu einfach und kann demzufolge nicht die ganze Wahrheit ausdrücken, wenn man diesen Umstand alleine dem macht- und profitorientierten Denken und Agieren der nationalen und internationalen Nutznießer dieses Mangels an Geschichts- und Verantwortungsbewusstseins des „deutschen Michels“ zuschreibt und sich immer wieder darauf herauszureden versucht, dass man gegen die Übermacht des Kapitals und dessen „Gestaltungsinstrumente“ (= Politik, Medien, Wissenschaft und „Beratertum amerikanischer Prägung“) nichts auszurichten vermöge. Das war und ist falsch … eine auf Angst, Obrigkeitshörigkeit, Bequemlichkeit und Ignoranz basierende Ausrede!

Für mich persönlich und für eine Reihe weiterer Mitstreiter, deren Ansichten und Empfindungen sich weitgehend mit den meinen decken, ist dieser als zentrales Manko unserer Gesellschaft anzusehende Knackpunkt schlicht und ergreifend nicht hinnehmbar. Deshalb werden wir auch nicht aufgeben und die Dinge sich selbst oder der Problematik des Nichtzustandekommens einer handlungs- und durchsetzungsfähigen gesellschaftlichen Basis überlassen, sondern weiter an die Vernunft, das Gemeinschaftsgefühl und die Solidaritätsbereitschaft unserer Mitmenschen appellieren … dass dies in dieser Form notwendig ist – bei allem, was es an Problemen und unerträglichen Missständen in unserem Land anzuprangern gibt – ist zwar sehr frustrierend, kann uns aber nicht aufhalten (so lange es noch möglich ist, sich in der momentan gegebenen Weise öffentlich für ein gemeinschaftlich getragenes und vertretenes Lösungskonzept einzusetzen)!

Nun gut, werfen wir abschließend doch einfach mal einen Blick auf die oben angedeuteten Missstände und aktuellen Probleme, von denen wir alle – als „Wirtschaftssubjekte“ und Opfer einer selbstherrlichen und gegen ihren „Souverän“ agierenden politischen Klasse – bis hinauf an die Grenzen der „sorg- und skrupellos davon profitierende Peripherie der wahren Macht“ bereits betroffen sind, in absehbarer Zeit aber noch nachhaltiger bedroht sein werden. Die nachfolgende Auflistung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, dürfte aber die wichtigsten Faktoren wiedergeben:

Ø Beginnen wir mit unserer „Volkswirtschaft“, die in den letzten 25 bis 30 Jahren sukzessive und willkürlich geschwächt und letztlich dem Untergang überantwortet wurde … spätestens heute sollten wir begreifen, „wie viel wir den Machern der europäischen Integration (allen voran Alt-Bundeskanzler Kohl und seiner Regierungsmannschaft) zu verdanken haben“, denn mit einer starken, eigenständigen Währung (wie es die DM immer war) und einer autarken, ebenso leistungsfähigen Volkswirtschaft (= „deutscher Binnenmarkt“) würden uns die Schockwellen und unausweichlichen Folgekonsequenzen der „Weltfinanzkrise“ nicht annähernd so brutal treffen wie es nun der Fall ist und erst noch kommen wird! – So wie es aufgrund der „Überschreibung der Nationalstaaten und Europas an die globalen Kapitaleliten“ heute aussieht, werden wir – nachdem wir durch die einzelnen Schritte schon mehr als genug geschröpft wurden – nunmehr endgültig unser letztes Hemd hergeben und das Recht auf eine menschenwürdige und gesicherte Existenz aufgeben müssen, damit der große Plan nicht gefährdet wird …

Ø Gehen wir dann folgerichtig zur systematischen Reduzierung (Zerschlagung) unseres Sozialstaats über. Es wurde bereits „geklärt und anerkannt“, dass dies seine letztmögliche Vollendung erst dank der vielen „kapitalfreundlichen“ und volksfeindlichen Gesetze gefunden hat, welche die „rot-grüne“ Regierungskoalition nach der aufopferungsvollen Vorarbeit der schwarz-gelben Konkurrenz und auf „freundlichen Druck“ transnationaler Organisationen hin ausgearbeitet und erlassen hat … dass dies nicht aus dem Gehirnschmalz und der Arbeitsleistung unserer „frei gewählten“ Parlamentarier erwachsen ist, sondern von „kompetenten Beratern“ (der Großteil von ihnen kam aus der Industrie und dem Bankwesen – wurde aber von Beratern wie Roland Berger und „Think Tanks“ wie der Bertelsmann-Stiftung „optimal ergänzt!) verbrochen wurde, kann man sicherlich als allgemein bekannt bezeichnen. Auch „Arbeitnehmervertreter/innen“ gehörten den berüchtigten „Kommissionen“ à la Hartz und Rürup an, was die Sache aus Sicht des Volkes noch unglaublicher erscheinen lassen muss (sollte). Wohin haben uns diese Glanzleistungen, die nicht nur vom „Lambsdorff-Papier“ („bundesdeutsche Glaubensbekenntnis zum Neoliberalismus“) sondern in weit größerem Umfang vom „Washington Consensus“ aus dem Jahr 1989 getragen wurden? Auch hier kann und möchte ich nur einen „repräsentativen Ausschnitt“ der damit verbundenen Folgen aufzeigen …

Ø Bspw. Renten, Gesundheitsfürsorge, Senioren- und Pflegebetreuung … usw. usf. … all diese grundlegenden Pfeiler der Daseinsvorsorge wurden, genau wie die Energieversorgung, der Post- und Telekommunikationsbereich, die Abfall- und Abwasserentsorgung und vieles mehr (letztlich bis hin zu Schulen, Universitäten, Kinderbetreuung, kommunalen Verwaltungen etc.) privatisiert und dem ungezügelten Spiel des „freien und rigoros liberalisierten“ Marktes ausgeliefert. Auch die Bahn wurde im Zuge der „Bahnreform 1994“ bereits „formell teilprivatisiert“ (Gütertransport) und ihre vollständige Verschleuderung an „finanzkräftige“ inländische und ausländische Investoren wird zurzeit nur durch die „Krise“ verhindert … was den Obermotz Mehdorn, der sich natürlich der Rückendeckung der Regierung sicher sein darf, nicht daran hindern soll und wird, weitere Teilbereiche auch ohne Börsengang privaten Zockern in den Rachen zu werfen. – Die auf diese Weise kurzfristig akkumulierten „Einnahmen des Staates“ stehen in keinem Verhältnis zu den bleibenden und noch kommenden Kosten, welche die neuen Besitzer auf die Steuerzahler/innen abwälzen, und werden zudem durch erhebliche Qualitätseinbußen für die Endkunden (in vielen Fällen muss man sie Betroffene nennen) und exorbitante Preissteigerungen zu einem klaren Verlustgeschäft für die Volksgemeinschaft hochgeschraubt werden. – Die Folgeschäden welche der Volksgemeinschaft durch besondere Privatisierungsmodelle (ÖPP – öffentlich-private Partnerschaften – oder „Cross Border Leasing“) entstehen und logischerweise auch vollständig aufgebürdet werden, soll hier nicht auch noch explizit eingegangen werden. Die darüber erscheinenden Meldungen sprechen aber zweifelsohne eine deutliche Sprache!

Ø Oder nehmen wir das Lieblingsthema neoliberaler Reformwütiger … die „Staatsquote“ in Bezug auf die Summe aller sozialen Leistungen / Transferleistungen … natürlich sind diese Kosten nach Meinung der marktradikalen und neofeudalistischen Meinungsmacher (die ja immer nur im Namen derer handeln, die sich mehr oder weniger vornehm aus dem öffentlichen Diskurs heraushalten, aber ein „verständliches Interesse“ am Gelingen dieser Anstrengungen besitzen) viel zu hoch und schwächen die Investitionsfähigkeit und Investitionsbereitschaft des Kapitals, was dann natürlich – ebenfalls nach „wissenschaftlicher Anschauung“ derselben Kreise – zu Lasten des „allgemeinen Wohlstands“ geht. – Dabei verschweigen die Protagonisten und Mietmäuler des Kapitals natürlich geflissentlich, dass die explosionsartige Zunahme von Arbeitslosigkeit und ihre „Konservierung auf hohem Niveau“, sozialer Abhängigkeit und in zunehmenden Maße auch der realen Armut „trotz“ (oder gerade wegen „abgewerteter“) Arbeit künstlich, aber gezielt geschaffen wurde, um dann später behaupten zu können, dass die Arbeitslosen selbst schuld seien und als Bremse des Wirtschaftswachstums in jeder nur erdenklichen Weise dazu verpflichtet werden sollten, diese Schuld der Gesellschaft (dem globalen Großkapital!) gegenüber zu tilgen („Zwangsarbeit“ oder neuerdings auch „Organspende-Verpflichtung“, eine neue Form der „Wertschöpfung“, die aktuell ja viel diskutiert und beschrieben wird) … perverser und scheinheiliger geht es nimmer, aber – wie man sieht und anerkennen muss – diese Propaganda zeitigt die angestrebte Wirkung beim Konsumenten und befördert die erfolgreiche Umsetzung eines der wichtigsten Ziele der „New World Order“, welches in der konsequenten und dauerhaften Spaltung der Bevölkerung besteht!

Ø Das oben genannte kann man nicht stehen lassen, ohne die „Arbeitsmarktpolitik“ gesondert zu betrachten und zu thematisieren … schon unter der Kohlregierung wurde ambitioniert und entschlossen an einer „Liberalisierung“ des Arbeitsmarktes gearbeitet, was sich in erster Linie in einer Schwächung der Arbeitnehmerinteressen und dem ersten Aufkommen der „Theorie vom Fachkräftemangel“ niederschlug. Damit wurde de „unqualifizierte Arbeitskraft“ de facto entwertet, obgleich sie größtenteils im Dienstleistungssektor angesiedelt ist, der unbestreitbar einen enormen „Nutzwert“ für die Gesellschaft birgt. – In der Folgezeit wurde dann die Optimierung auch dieser Bestrebungen von der Koalition Schröder/Fischer übernommen und mit der „Agenda-Politik“ rund um die berüchtigten Hartz-Gesetze I bis IV auch nach den Erwartungen der „Auftraggeber“ vollendet. – Im Zuge dieser enormen Anstrengung wurde Deutschland „stillschweigend“ (also praktisch unter Ausschluss der Öffentlichkeit), dafür aber ebenso erfolgreich wie konsequent vom ehemaligen „Hochlohnland“ zu einem „Billiglohnland im Herzen Europas“ umfunktioniert – alles zum Wohle des Standorts und der Wettbewerbsfähigkeit der Exportbranche … was zählen dagegen schon so antiquierte Interessen wie jene der Binnenwirtschaft oder der Arbeitnehmer? – An dieser Stelle muss natürlich darauf hingewiesen werden, dass alle politischen Entscheidungen, sowohl die oben benannten als auch das nachfolgend letzte Beispiel, zu keinem Zeitpunkt irgend etwas mit dem aktuellen Zustand oder der Zukunft einer nationalstaatlichen Volkswirtschaft zu tun hatten … aber darauf werde ich in Kürze im „zweiten Abschnitt“ meiner noch zu veröffentlichenden Abhandlung zum Gesamtthema noch näher eingehen. (Siehe hierzu bitte den Verweis am Ende dieses Artikels)

Ø Und – für den Moment – last but bot least die Wirtschafts- und Finanz- (Steuer-) Politik … sämtliche vorgenannte „Maßnahmen“ dienten und dienen nichts anderem, als der massiven und durch die akuten Geschehnisse noch immens beschleunigte Umverteilung der Vermögen von unten nach oben. – Im Washington Consensus ist dies klar und unmissverständlich vorgegeben – unter den Punkten 1 (Steuersystem), 2 (Liberalisierung der Finanzmärkte), 6 (Verstärkter Schutz des Privateigentums) und 9 (Begrenzung des Haushaltsdefizits) in Verbindung mit 10 (Abschaffung „staatlicher Subventionen an private Wirtschaftssubjekte“)! (Den vollständigen Text der 10 Punkte werde ich ebenfalls im zweiten Abschnitt veröffentlichen, aber man kann sich mittels Internetsuche auch sofort selbst schlau machen!) – Die neueste Variante dieser Umverteilungspraxis sollte das auch für den letzten Zweifler offensichtlich werden lassen … für Banken mal eben 500 (plus?) Milliarden locker zu machen – obwohl deren globale Oberhäupter auch an der „Krise“ nicht eben schlecht verdienen (deshalb können die Spitzenmanager auch  jetzt noch astronomische Boni „erwarten“!) und auch die Not leidende Großindustrie kann sich darauf verlassen, dass für sie noch die eine oder andere Milliarde aus dem Steuersäckel gezaubert werden wird … aber den Menschen in diesem Land wurde seit Jahren und wird immer noch erklärt, für wirklich sinnvolle Programme, die den Bürger/innen und der wirklich Not leidenden Volkswirtschaft nutzen, sei einfach kein Geld da?!? – Peinlicher und zugleich infamer geht es doch wirklich nicht mehr.

Ø Ergänzend muss man natürlich auch noch die „Sicherheitspolitik“ anführen, die nicht erst nach dem 11. September 2001 in Richtung Schaffung eines Polizei- und Überwachungsstaates zu tendieren begann, nach dem „Startschuss für den weltweiten Krieg gegen den Terror“ aber enorm an Zug gewann (erst unter Schily, dann unter Schäuble) und nun bspw. mit der parlamentarischen Billigung (der Bundesrat fehlt noch, in dem die Länder, in denen die FDP in den Regierungen vertreten ist, angeblich aus Sicht der überwältigenden Mehrheit der Unterstützer als „Unsicherheitsfaktor“ angesehen werden?!?) der Neufassung des BKA-Gesetzes und weitreichenden „Abkommen“ mit inner- und außereuropäischen Staaten (zuvorderst den USA) in Sachen „internationalem Datenabgleich“ kurz vor dem erhofften und unumkehrbaren Durchbruch zu stehen scheint … dass im Zuge der „Gewährleistung der nationalen Sicherheit“ ganz nebenbei sämtliche Grund- und Freiheitsrechte der deutschen Bürgerinnen und Bürger vollständig aufgehoben oder zumindest sinnentleert wurden und „im Falle des jederzeit ausrufbaren Notstands“ von jetzt auf gleich außer Kraft gesetzt werden können, sollte man in diesem Zusammenhang auch nicht aus dem Blick verlieren!

Nun gut, bei dieser repräsentativen Darstellung des Ist-Zustands unserer „Republik“ und Gesellschaft möchte ich es für den Moment erst einmal belassen. Es ist mir klar, dass daraufhin sicherlich viele Leserinnen und Leser denken werden, was es bringen soll, diese „allgemein bekannten Tatsachen“ noch einmal aufzuzeigen und zu thematisieren. – Nun, diesen – aus Sicht des jeweiligen Betrachters wahrscheinlich absolut zutreffenden Gedanken – möchte ich zum Abschluss nur entgegenhalten, dass es bei uns offenkundig immer noch eine Mehrheit von direkt oder indirekt betroffenen Mitmenschen gibt, die diese Fakten entweder nicht kennen oder nicht wahrhaben wollen.

Diesen unbedingt beklagenswerten Zustand kann man gar nicht oft genug beim Namen nennen … unter diesem Aspekt bitte ich meine hiermit begonnene und in Kürze nur für ernsthaft interessierte Leserinnen und Leser fortzusetzenden Ausführungen zu verstehen – und nach Möglichkeit selbst daran mitzuarbeiten, dass dieser Zustand der bewussten und/oder unbewussten Ignoranz des Ernstes der Lage abgestellt werden kann!

Definitiv letzte Anmerkung: wie bereits weiter oben angesprochen, werde ich diese Ausarbeitung in den nächsten Tagen fortsetzen und hoffe sie bis zum kommenden Wochenende (22./23.11.08) fertig stellen zu können. In den noch vorgesehenen Abschnitten möchte ich mich mit folgenden Fakten und Sachverhalten befassen:

Ø Abschnitt 2: Querverweise (Erklärungsansätze für oben) auf globale Entwicklungen und ihre „überführten“ Urheber

Ø Abschnitt 3: Geschichtlicher Ansatz zur Aufklärung der Problematik der „deutschen Identität“ … und daraus folgernd die Rolle, die „unser Staat“ (ausgehend von seinem Volk!) im Zusammenhang mit der globalen Gesamtproblematik übernehmen muss und kann

Ø Abschnitt 4: Hinderungsgründung … eine „Rehabilitierung“ und echte Souveränität „Deutschlands“ unterbindende Machenschaften, inklusive argumentative Formen einer weitreichenden Meinungsmanipulation und Unterdrückung (nicht Widerlegung!) „deutscher Standpunkte“

Ø Abschnitt 5: Zusammenfassend: These über die wahren Gründe und Hintergründe der ungeklärten „Deutschlandfrage“ – u.a. warum haben wir immer noch keinen Friedensvertrag und ebenso wenig eine ordnungsgemäße, dem Völkerrecht uneingeschränkt entsprechende nationale Verfassung?

Ø Abschnitt 6: Besondere Erwähnung und Behandlung verdienen: Kriege – und vorgeschobene Kriegsgründe – als mächtigste Waffe für die Unterwerfung der Menschheit unter eine von den Eliten bestimmte und kontrollierte „New World Order“ … „Eine-Welt-Regierung“

Ø Abschnitt 7: Aus all den vorgenannten Aspekten abgeleitete Ausblicke

Ø Abschnitt 8: Frage – ist dieser Irrsinn noch aufzuhalten – und wenn ja, mit welchen Mitteln? – Besondere Ausrichtung = vor dem Hintergrund des „Superwahljahrs 2009“

Interessierte Mitmenschen werden aus diesem Grunde gebeten und sind herzlich eingeladen, sich von Zeit zu Zeit wieder einmal hier einzufinden … sobald die Ausarbeitung fertig gestellt wurde, wird sie hier zum Lesen und Downloaden online verfügbar gemacht und dem Artikel ein entsprechender Hinweis als Kommentar angehängt.

3 Antworten

  1. Webfutter für’s trübe Herbstwochenende…

    Bei dem Wetter braucht man kein schlechtes Gewissen haben, wenn man das Wochende im Netz statt im Park verbringt.  read more »…

  2. Hallo Seespatz,

    danke für den Link und die – sicher leider berechtigte – Kritik, die ich aber in Kauf nehmen muss. Die Menschen, die mich wirklich kennen, sind zwar durchaus der Meinung, dass ich ein aufgeweckter, schlagfertiger und mitunter sogar humorvoller Zeitgenosse bin, aber beim Schreiben meiner Beiträge haben diese Wesenszüge es zusehends schwerer, sich gegen die Wut und den Frust zu behaupten, die mir mein mit Entschlossenheit und Herzblut betriebenes Engagement bislang überwiegend eingebracht hat.

    Trotzdem, respektive gerade deswegen nochmals besten Dank fürs Lesen und Empfehlen (mit „Warnung vor möglichen Nebenwirkungen“ 😉 )

  3. Da es wie die berüchtigte Faust aufs Auge passt, sei hier mit dringender Leseempfehlung auf einen Beitrag von Dirk Grund hingewiesen

    http://suboptimales.wordpress.com/2008/11/15/deutschland-macht-selbstmord/

    und auch auf das eingebettete Video von „Mantovan“!!!!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: