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Stern & Güllner … Wahlpropaganda „vom Feinsten“?

Wieder eine gelungene Darbietung aus dem Hause Stern.de und Forsa – mit Video eines Interviews des eingespielten Teams Jörges und „Beton-Schröderianer“ Güllner …

http://www.stern.de/politik/deutschland/645353.html?nl=Täglich12.11.2008

Mal ganz im Ernst: was verspricht sich der Stern eigentlich davon, sich ständig als Plattform für die absurde bis grottenschlechte (unglaubwürdige und längst nur noch lächerliche) Performance dieses Pseudo-Meinungsforschers herzugeben. Nicht, dass ich dieses ehemals linke Blatt generell noch für lesenswert halten würde, aber selbst diese Herrschaften sollten doch noch einen Rest von Stolz besitzen, oder verlange ich da etwa mehr von ihnen, als sie aufgrund ihrer abgewirtschafteten Journaille noch gewährleisten können?

Unter dem gewohnt reißerischen Titel …

Wie Ypsilanti die SPD runterzieht

und eingeleitet von dem Aufmacher …

Das Debakel in Hessen hat die Umfragewerte der Bundes-SPD um drei Prozentpunkte sinken lassen. Forsa-Chef Manfred Güllner beschreibt im stern.de-Interview, wie Ypsilanti das Vertrauen verzockt – und kritisiert die „Gauner-Sprache“ ihres neuen Spitzenmannes Thorsten Schäfer-Gümbel.


… spult das Team Jörges – Güllner routiniert ihre „Frage-und-Antwort-Show“ ab. Nun ja, wem`s gefällt und wen`s überzeugt …

In jedem Fall ist es immer wieder interessant, dass Güllners Erhebungen keinerlei Bindung zu den Ergebnissen anderer Institute aufweisen, sondern offenkundig nur „seine Meinung“ transportieren sollen. Dass er ein eingefleischter Busenfreund Schröders und der von diesem zu verantwortenden Agenda-Politik ist, dürfte mittlerweile hinreichend bekannt sein. Deshalb kann es auch keinen „Insider“ erstaunen, dass er in Andrea Ypsilanti und ihrer „hessischen Fraktion“ so etwas wie ein sehr gehaltvolles Intim-Feindbild gefunden hat. Nicht nur, weil die Vielgescholtene eine der wenigen Personen mit Rang und Namen in der SPD war, die der Agenda 2010 rund um die „Hartz-Gesetze“ von Anfang an ablehnend gegenüberstand. Viel gewichtiger dürfte in den Augen von Güllner & Co sein, dass sie Leute hinter und neben sich vereinigt, die zumindest ansatzweise das Rückgrat zeigen, den angerichteten Schaden dieses „SPD-gesteuerten“, aber globalen Wirtschaftswünschen folgenden Sozialdarwinismus zu beheben, respektive zu verhindern, dass er die angestrebten ultimativen Formen annehmen kann!

Ebenfalls wenigstens fragwürdig finde ich den Tenor des verewigten Interviews, da doch wohl eher umgekehrt ein Schuh daraus wird: die katastrophalen Leistungen und die mehr als nur „illoyale“ Verhaltens- und Darstellungsweise der Führung der Bundes-SPD haben dazu geführt, dass ein Politikwechsel in Hessen in letzter Minute verhindert werden konnte. Dies und die lächerliche „Gewissensentscheidung“ der Renegaten neben der „ehrlichsten Politikerin der Nation“ dürfte viel eher als wahre Ursache für – falls dem denn wirklich soi sein sollte – sinkende Umfragewerte der Bundes-SPD anzunehmen sein. Aber das passt nicht ins bevorzugte Medienbild und muss entsprechend übertüncht werden … Stern.de und Güllner geben ihr Bestes, um dieser Anforderung gerecht zu werden – natürlich in trauter und effizienter Kooperation mit, sowie mit ausdrücklicher Billigung von dem rechten Flügel (schon immer die „CDU in der SPD“), aber dem gehört ja auch die Mehrzahl der aktuellen SPD-Granden an, wenn wundert’s also.

Nun ja, ich persönlich kann nur hoffen, dass die Menschen, die in einigen Wochen endgültig über den künftigen Kurs der Hessenpolitik werden entscheiden müssen, sich von diesem inhaltsleeren, verlogenen und fast schon kriminellen Geschwafel nicht davon abbringen lassen werden, dem „Hyper-Netzwerker“ und Transatlantiker Koch die längst überfällige Quittung für seine unsoziale, realitätsfremde und total amerikanisierte (globalisierte) – und somit in erster Linie menschen- und wählerverachtende Politik der letzten zwei Legislaturperioden präsentieren werden.

Nicht zuletzt auch, um die abstrusen Kampagnen gegen „linke Politik“ zu beenden und fraglos nicht schlecht profitierenden Mietmäulern à la Güllner und Jörges den Mund zu stopfen!

2 Antworten

  1. Der Irrsinn D 2009 beginnt mit Wahlkampf in Hessen…

    Der Titel meines Beitrags zielt „natürlich“ auf das „oft besungene“ (auch von mir) Superwahljahr 2009 ab. Ich wage mal zu behaupten, dass die Wortwahl deshalb auch absolut zutreffend ist … aber … mit diesem Irrsinn ist auch eine Chance ver…

  2. […] der Müntefering mit Steinmeier noch immer frei rumlaufen dürfen und die Menschheit mit ihrer Wahlpropaganda niedrigster Qualität verblöden, ist ein rechts-politischer Skandal […]

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